Ab in die Ferne

„Ich bin dann mal weg!“ So oder so ähnlich verabschieden sich immer mehr Studenten ins Ausland. Die Reise führt dann zwar meistens nicht auf den Jakobsweg, aber die ein oder andere Grenzerfahrung ist da schon drin. Gerade am fernen Studienort angekommen, trifft man schnell auf Einheimische.

In Robinson-Crusoe-Manier ist ein erstes Urteil über die temporären Mitbewohner schnell gebildet – „you’re Friday, I’m German“. Auch der Gegenüber nimmt sich der Spezies Mensch an und versucht sein Halbwissen über deutsches Land und Leute an den Mann zu bringen. Meine allerliebste Anekdote aus einem Jahr USA ist folgende: „Oh! You live in Germany? That is near to the Red Square, right?” Yeah …, right …

Von Tamara Bianco

Selbst ist man aber auch noch nicht auf der Höhe, was die fremden Gewohnheiten betrifft, weshalb mögliche Fettnäpfchen ausreichend vorhanden sind: Einmal kräftig über George W. abgelästert – ein spitzen Einstieg in die amerikanische Gesellschaft. In Italien „Latte Matschiato“ direkt nach dem Mittagessen bestellen und der abschätzige Blick des Kellners ist einem gewiss.

Das mit der Sprache ist ja auch so eine Sache: So manch ein ERASMUS-Student kann nach dem Auslandssemester jedenfalls besser Deutsch als vorher – die deutsche Clique war aber auch so was von nett! Wenn schon der Schritt ins Ausland gewagt wird, dann aber auch tutti completti … ähhh … tutti completo …nee …tutto completo, oder!?

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