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	<title>Linda Giering, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Linda Giering, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Geldwärts &#8211; Die Stipendienserie Teil II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2015 15:46:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Geldwärts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute: Das Evangelische Studienwerk Villigst In der letzten Ausgabe der Serie (hier) konntet ihr etwas über das Online-Stipendium des Karrierenetzwerks e-fellows lesen. Heute stellt Presstige euch eines der 13 großen Begabtenförderungswerke Deutschlands vor: Das Evangelische Studienwerk Villigst. Das Studienwerk der...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/11/geldwaerts-die-stipendienserie-teil-ii/">Geldwärts &#8211; Die Stipendienserie Teil II</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Heute: Das Evangelische Studienwerk Villigst</h2>
<figure id="attachment_8239" aria-describedby="caption-attachment-8239" style="width: 1098px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-8239" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png" alt="Text: Linda Giering - Illustration: Alexandra Kiefer" width="1098" height="482" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png 1098w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag-400x176.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag-1024x450.png 1024w" sizes="(max-width: 1098px) 100vw, 1098px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8239" class="wp-caption-text">Text: Linda Giering &#8211; Illustration: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>In der letzten Ausgabe der Serie (<a href="http://presstige.org/2015/10/geldwaerts-die-stipendienserie/">hier</a>) konntet ihr etwas über das Online-Stipendium des Karrierenetzwerks e-fellows lesen. Heute stellt Presstige euch eines der 13 großen Begabtenförderungswerke Deutschlands vor: Das Evangelische Studienwerk Villigst. Das Studienwerk der Evangelischen Kirche vergibt Studien- und Promotionsstipendien und unterstützt seine Stipendiaten dabei nicht nur finanziell, sondern vor allem auch ideell. Eine Stipendiatin des Werkes hat Presstige von ihren Erfahrungen berichtet.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Angela Kress, eine Studentin der Fachhochschule Augsburg, ist eine der Glücklichen. Sie wird vom Evangelischen Studienwerk Villigst gefördert und im Studium unterstützt. Dabei hatte sie zunächst gar nicht an eine Bewerbung gedacht. „Ich war immer gut, aber kein totaler Überflieger“, erzählt sie. Schließlich habe sie sich aber doch über Stipendien informiert und sei auf das Evangelische Studienwerk gestoßen. Nach einer Onlinebewerbung wurde sie in das Haus Villigst, das nahe Dortmund in Schwerte steht, eingeladen. Dort hat das Begabtenförderungswerk seinen Sitz und verdankt dem Ort seinen Namen. Hier werden die Auswahlverfahren der Bewerber durchgeführt, die aus Gruppen- und Einzelgesprächen bestehen und nach denen die endgültige Auswahl der neuen Stipendiaten getroffen wird.</p>
<p>Bewerben müssen sich die Interessenten spätestens bis zum vierten Fachsemester des Bachelorstudiums, werden dann aber bis zum Master weitergefördert. Die Mühe wird bei der Aufnahme mit finanzieller, aber auch umfangreicher ideeller Unterstützung belohnt, die sich nicht nur auf den eigenen Fachbereich beschränkt, sondern interdisziplinär ausgerichtet ist. Für die Studierenden gibt es beispielsweise Sommeruniversitäten, Sprachkurse im Ausland, Seminare zu verschiedenen Themen, sowie die Möglichkeit auch Auslandsaufenthalte von Villigst fördern zu lassen. Angela konnte einen Auslandsaufenthalt in Schweden in ihr Studium einbauen und dort nicht nur studieren, sondern sich auch auf die Spuren Astrid Lindgrens begeben</p>
<p>Ein weiterer Pluspunkt ist die intensive Vernetzung unter den Stipendiatinnen und Stipendiaten. „Villigst ist Mitbestimmung sehr wichtig“, betont Angela. Die Studierenden können in den verschiedenen Gremien des Werkes aktiv werden und sich dort mit eigenen Ideen engagieren. Laut dem Studienwerk selbst gilt es daher als eines der demokratischsten Begabtenförderungswerke.</p>
<p>Auch soziales Engagement der Studierenden für die Gesellschaft ist gern gesehen. Ob in der Kirche, der Politik oder in sozialen Einrichtungen, der Einsatz für die Gesellschaft neben dem Studium ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Um aufgenommen zu werden, muss man aber nicht notwendigerweise der evangelischen Kirche angehören. Unter den Geförderten sind auch Christen anderer Konfessionen, Anhänger anderer Religionen und Atheisten. Wichtig ist laut Villigst, dass man sich Gedanken um Religion und Kirche macht, die Werte der evangelischen Kirche mitträgt und auch bereit ist, diese im Studienwerk einzubringen. Dann steht einer Bewerbung nichts mehr im Wege. Das empfiehlt auch Angela, denn wie immer gilt: Verlieren kann man bei der Bewerbung nichts.</p>
<p><strong>Auf einen Blick:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="278">Wer?:</td>
<td width="279">Evangelisches Studienwerk Villigst</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Für Wen?:</td>
<td width="279">Studierende aller Fachrichtungen mit Interesse an Kirche</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Was?:</td>
<td width="279">finanzielle und ideelle Förderung</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Wo?:</td>
<td width="279">www.evstudienwerk.de</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geldwärts – Die Stipendienserie</title>
		<link>https://presstige.org/2015/10/geldwaerts-die-stipendienserie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2015 09:58:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[e-fellows]]></category>
		<category><![CDATA[Geldwärts]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>
		<category><![CDATA[stipendien]]></category>
		<category><![CDATA[studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungsabo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute: e-fellows.net Stipendien sind, wie ihr hier bereits lesen konntet, eine fantastische Art das Studium zu finanzieren und wertvolle Erfahrungen zu machen. In einer kleinen Serie möchten wir euch in der nächsten Zeit ein paar Stipendien näher vorstellen und euch ermuntern,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/10/geldwaerts-die-stipendienserie/">Geldwärts – Die Stipendienserie</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Heute: e-fellows.net</h2>
<figure id="attachment_8239" aria-describedby="caption-attachment-8239" style="width: 1098px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-8239" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png" alt="Text: Linda Giering - Illustration: Alexandra Kiefer" width="1098" height="482" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag.png 1098w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag-400x176.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/10/Geldwärts_Vorschlag-1024x450.png 1024w" sizes="(max-width: 1098px) 100vw, 1098px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8239" class="wp-caption-text">Text: Linda Giering &#8211; Illustration: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>Stipendien sind, wie ihr <a href="http://presstige.org/2015/06/tipps-stipendiendschungel/">hier </a>bereits lesen konntet, eine fantastische Art das Studium zu finanzieren und wertvolle Erfahrungen zu machen. In einer kleinen Serie möchten wir euch in der nächsten Zeit ein paar Stipendien näher vorstellen und euch ermuntern, es einfach mit einer Bewerbung zu versuchen. Hier also der Start in die Serie. Heute: das e-fellows-Stipendium.</strong></p>
<p>Die Website e-fellows <a href="http://www.e-fellows.net">http://www.e-fellows.net</a> ist in erster Linie ein Karrierenetzwerk. Dort findest du frei zugänglich viele Informationen über Studium, Berufseinstieg und Praktika. Für interessierte und begabte Studenten gibt es darüber hinaus die Möglichkeit ein Stipendium zu ergattern.</p>
<p>Der erste Schritt ist die Online-Bewerbung, hast du Chancen, wirst du danach um das Hochladen deiner Unterlagen wie Abiturzeugnis und Praktikumsnachweise gebeten. Innerhalb kurzer Zeit erhältst du Antwort, ob du für das Stipendium aufgenommen wirst.</p>
<p>Nach der Aufnahme erwartet dich zwar keine finanzielle Förderung, aber dafür andere Leistungen, wie das Alumni-Netzwerk, die Kontakte zu verschiedenen Unternehmen und weitere Service-Angebote. Dazu gehört u.a. der Stipendiaten-Newsletter, in dem du Praktikumsangebote, Stellenanzeigen und Workshops findest, allesamt auf deine Studienrichtung zugeschnitten. Außerdem kannst du dich mit anderen Stipendiaten über das interne Netzwerk in Verbindung setzen, dich über die Partnerunternehmen informieren und andere Angebote wahrnehmen. Diese variieren je nach Fachrichtung ein wenig, doch für alle gibt es kostenlose Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften wie <em>Die Zeit</em>,<em> Handelsblatt </em>oder <em>Wirtschaftswoche</em>, die Chance an Büchergewinnspielen teilzunehmen oder sonst kostenpflichtige Datenbanken zur Recherche zu nutzen. Auch ein eigenes Mentorenprogramm mit Mentoren aus den Partnerunternehmen von e-fellows.net ist ein Pluspunkt, denn so kann man wichtige und interessante Kontakte zu erfolgreichen Unternehmern knüpfen.</p>
<p>Die Förderung bekommen vor allem Studierende aus den Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Aber auch wenn du ein anderes Fach studierst, hast du gute Chancen. Auf der Website heißt es beispielsweise, dass nur Geisteswissenschaftler mit starkem wirtschaftlichem Interesse aufgenommen werden können. Das scheint aber kein allzu hartes Kriterium zu sein, denn auch die Bewerbungen von Geisteswissenschaftlern ohne wirtschaftliche Ambitionen waren erfolgsgekrönt. Wenn du also gern das Netzwerk nutzen würdest, versuch es einfach mit einer Bewerbung. Wie immer gilt: Probieren geht über Studieren!</p>
<p><strong>Auf einen Blick:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="278">Wer?:</td>
<td width="279">e-fellows.net</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Für Wen?:</td>
<td width="279">Studierende der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, auch andere Studierende (mit wirtschaftlichem Interesse)</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Was?:</td>
<td width="279">Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements, Mentorenprogramm, Zugang zu Datenbanken, Karrierenetzwerk</td>
</tr>
<tr>
<td width="278">Wo?:</td>
<td width="279">www.e-fellows.net</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/10/geldwaerts-die-stipendienserie/">Geldwärts – Die Stipendienserie</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Sollen wir unsere Organe spenden?</title>
		<link>https://presstige.org/2015/08/sollen-wir-unsere-organe-spenden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2015 14:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[contra]]></category>
		<category><![CDATA[das schicksal ist ein mieser verräter]]></category>
		<category><![CDATA[hirntod]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[organhandel]]></category>
		<category><![CDATA[organspende]]></category>
		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
		<category><![CDATA[pro]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demnächst wird wohl fast jeder von uns wieder einen Organspendeausweis in seinem Briefkasten finden. Schließlich verschicken die deutschen Krankenkassen 70 Millionen davon. Doch dann bleibt die Frage &#8211; was kreuze ich an? Unsere Redakteure diskutieren dieses Thema in einem Pro...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/sollen-wir-unsere-organe-spenden/">Sollen wir unsere Organe spenden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demnächst wird wohl fast jeder von uns wieder einen Organspendeausweis in seinem Briefkasten finden. Schließlich verschicken die deutschen Krankenkassen 70 Millionen davon. Doch dann bleibt die Frage &#8211; was kreuze ich an? Unsere Redakteure diskutieren dieses Thema in einem Pro und Contra.</strong></p>
<figure id="attachment_8025" aria-describedby="caption-attachment-8025" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-8025 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg" alt="Text: Linda Gering - Illustration: Paul von Platen" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8025" class="wp-caption-text">Text: Linda Gering &amp; Michael Müller &#8211; Illustration: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ja, findet Linda Gering</strong></p>
<p>Wir alle sind heute bestens über Fälle von Organhandel informiert. Kein Wunder, dass angesichts dessen die Zahl der Organspender in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Im Jahr 2010 lag der Bundesdurchschnitt noch bei 15,9 Spendern pro 1 Million Einwohner, 2013 waren es nur noch 10,9. Laut der Warteliste von Eurotransplant warteten im Jahr 2013 mehr als 11. 200 Menschen in Deutschland auf eine Organtransplantation. Ich finde, man sollte dem Abwärtstrend entgegensteuern und die Zahl der Wartenden verringern!</p>
<p>Der große Erfolg des letztjährigen Kinohits „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zeigt das Interesse der Bevölkerung an Menschen, die ein schweres Schicksal zu tragen haben. Ein Film über zwei Jugendliche mit Krebs schreit ja geradezu nach Aufmerksamkeit. Beim tragischen (und irgendwie vorhersehbaren) Ende des Films haben tausende Menschen eine ganze Packung Taschentücher verschnäutzt und sich sicher gefragt: „Warum ist mein Schicksal KEIN mieser Verräter?“ Niemand will nur tatenlos zusehen müssen, noch nicht einmal im Kino.</p>
<p>Vielleicht kennt auch manch einer selbst das Kopfkino und den Augenblick, in dem man sich denkt: „Warum habe ich nur so ein glückliches, gesundes Leben?“ Von einer Sekunde auf die andere könnte alles vorbei sein. Ein Wimpernschlag und nichts ist wie zuvor. Niemand außer denen, die mich kannten wird dann wissen, dass ich ein glücklicher Mensch war und mich gerne beim Schicksal bedankt hätte.</p>
<p>Das könnte ich doch gut durch die Spende meiner Organe zeigen und so einem anderen Menschen ein problemloseres und angenehmeres Leben ermöglichen, vielleicht sogar ein Leben retten.</p>
<p>Sicher, Schicksal ist Schicksal, werden einige Zyniker denken. Die einen trifft es hart, die anderen weniger. Aber kann ich mit gutem Gewissen meine Organe verschwenden, indem ich sie behalten will, wenn ich sie gar nicht mehr benötige? Zugespitzt grenzt das an passive Sterbehilfe. Die einfache Möglichkeit, die eigenen Organe nach dem Tod jemand anderem zur Verfügung zu stellensollte sich niemand entgehen lassen! Wenn es das Schicksal gut mit mir meint, wird von meinem Organspendeausweis nie Gebrauch gemacht. Falls nicht, kann ich durch meinen Ausweis vielleicht einer Geschichte wie der der beiden unglücklichen Jugendlichen im Kinofilm ein gutes Ende verpassen &#8211; und auch einen anderen Titel.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nein, findet Michael Müller</strong></p>
<p>Eine Organspende kann ein Leben retten. Dazu müssen wir nichts weiter tun, als ein kleines Kärtchen mit uns herumzutragen. Von der eigentlichen Spende bekommen wir nichts mehr mit und gebrauchen könnten wir die Organe dann ja sowieso nicht mehr. Kann man da überhaupt dagegen sein? Ja, das geht – und zwar ganz ohne skandalträchtige Fälle von Organhandel zu bemühen.</p>
<p>Ungeachtet trendiger Werbekampagnen geht es beim Thema Organspende letztlich um den eigenen Tod. Voraussetzung für Organentnahme ist der Hirntod des Spenders. Selbst wenn wir aus diesem Zustand erwiesenermaßen nicht mehr aufwachen, sind wir noch nicht tot im landläufigen Sinne. Nur deshalb sind wir ja als Spender geeignet. Der Herztod tritt erst mit der Entnahme ein. Wer darüber nachdenkt, Organspender zu werden, stellt sich damit eine der ganz großen Fragen: Wann endet ein menschliches Leben? Aus philosophischen oder religiösen Gründen lässt sich durchaus argumentieren, dass der Hirntod dazu noch nicht ausreicht. Aus dieser Sicht ist ein Organspendeausweis die Einwilligung, sich unter bestimmten Umständen töten zu lassen. Eine so persönliche Entscheidung ist absolut ergebnisoffen. Mit einem Arzt, der sich fragt, ob er gerade entgegen seinem Eid ein Leben beendet hat, möchte man im Übrigen wohl auch nicht tauschen. Ebenso werden die Angehörigen des Spenders in der Organspendedebatte oft vergessen. Mit dem Verlust eines nahen Menschen setzt ein schmerzhafter Trauerprozess ein. Die Logik der Organspende kann dabei unerträglich pragmatisch wirken. Damit kann die Rücksicht auf Angehörige also ein guter Grund sein, sich dagegen zu entscheiden.</p>
<p>Vor allen Dingen betrifft die Frage nach der Organspende die ganz persönliche Freiheit. Egal, wie ich mich entscheide, ich nehme damit das Recht in Anspruch, bis zur letzten Minute über meinen Körper zu entscheiden. Das darf mir auch nicht mit der moralischen Keule genommen werden. So richtig es ist, dass eine Organspende Leben retten kann, so kurzsichtig ist es, jeden als rücksichtslosen Egoisten zu verteufeln, der sich dagegen entscheidet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/sollen-wir-unsere-organe-spenden/">Sollen wir unsere Organe spenden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Tipps für den Stipendiendschungel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 16:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[förderung]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#28]]></category>
		<category><![CDATA[stipendien]]></category>
		<category><![CDATA[stipendienwahl]]></category>
		<category><![CDATA[tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommst du Unterstützung geschenkt Viele Studenten träumen von einem Stipendium. Finanzielle Studienförderung, die nicht zurückgezahlt werden muss: Das ist einfach eine wunderbare Vorstellung. Wo und warum du dich einfach bewerben solltest, erfährst du in diesem Artikel. Ein sehr gutes Abitur, aber nicht gerade...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/06/tipps-stipendiendschungel/">Tipps für den Stipendiendschungel</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Hier bekommst du Unterstützung geschenkt</h2>
<figure id="attachment_7570" aria-describedby="caption-attachment-7570" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/stipendien_580.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7570 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/stipendien_580.jpg" alt="stipendien_580" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/stipendien_580.jpg 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/stipendien_580-400x186.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7570" class="wp-caption-text">Text: Linda Giering – Layout: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>Viele Studenten träumen von einem Stipendium. Finanzielle Studienförderung, die nicht zurückgezahlt werden muss: Das ist einfach eine wunderbare Vorstellung. Wo und warum du dich einfach bewerben solltest, erfährst du in diesem Artikel.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein sehr gutes Abitur, aber nicht gerade ein Nerd in einem bestimmten Bereich, schulisch und sozial engagiert, aber nicht auf dem Weg ein Bundesverdienstkreuz zu erhalten&#8230; Irgendwie hatte ich nach der Schule nicht das nötige Selbstbewusstsein, mich für Stipendien zu bewerben. Eigentlich Quatsch, denke ich im Nachhinein. Was kann schon schief gehen?</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann habe ich dann die Initiative ergriffen und bin nun seit vier Semestern Stipendiatin des Deutschlandstipendiums. Hier liegt die Auswahl bei der jeweiligen Hochschule. Die Fördermittel werden zur Hälfte von privaten Förderern bereitgestellt, die andere Hälfte bezahlt der Staat. Auswahlkriterium für die Stipendiaten sind nicht nur gute Noten, sondern auch gesellschaftliches Engagement. Die Bedürftigkeit des Bewerbers spielt ebenfalls eine Rolle.</p>
<h3>Die Hürde nehmen: das Auswahlverfahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Die wohl bekannteste und prestigeträchtigste Stiftung bei der Vergabe von Stipendien ist die Studienstiftung des Deutschen Volkes. Die Bewerbung erfolgt per Eigeninitiative oder durch einen Vorschlag der Schule bzw. der Universität. Im folgenden zweitägigen Auswahlseminar versuchen sich je rund 50 Kandidaten in Gruppendiskussionen und Einzelgesprächen mit den Juroren hervorzuheben. Die Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, aber alle vereint ihr Interesse und ihre schnelle Auffassungsgabe. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes hat eine hervorragende ideelle Förderung (z.B. Sprachkurse und Seminare im Ausland) und unterstützt ihre ausgewählten Stipendiaten auch finanziell.</p>
<h3>Bewerben lohnt sich!</h3>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich funktionieren das Auswahlverfahren und die Förderung auch bei anderen Begabtenförderungswerken. Insgesamt 13 gibt es, darunter Stiftungen aller großen politischen Parteien, der evangelischen und katholischen Kirche sowie das jüdische und das muslimische Begabtenförderungswerk. Auch für spezielle Forschungsvorhaben, für Auslandsaufenthalte und besondere familiäre Umstände bestehen eigene Förderungsmöglichkeiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer noch nicht das Gefühl hat, er habe „sein“ Stipendium gefunden, dem kann ich versichern: Es gibt noch viele weitere. Die Suche anhand von persönlichen Kriterien funktioniert gut auf www.stipendienlotse.de. Auch das Stipendienreferat der Uni Augsburg hilft weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Jede Bewerbung ist ihren Aufwand wert. Denn vielleicht warten danach eine finanzielle Förderung, ein umfassendes Angebot an Veranstaltungen und nicht zuletzt die Möglichkeit, andere interessante junge Menschen kennenzulernen, auf dich.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Demnächst auf presstige.org: unsere neue Serie zum Thema Stipendien!</strong></em></p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
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</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/06/tipps-stipendiendschungel/">Tipps für den Stipendiendschungel</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Hühnerfüße und Tee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2015 13:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandspraktikum]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[korrespondentenbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesammelte Erfahrungen aus einem Semester China &#160; China ist etwa doppelt so groß wie Europa und nicht nur deshalb ein Land der Extreme. Es steht zwischen Tradition und Innovation, Dauer und Wandel, Kommunismus und Kapitalismus, Starbucks und Streetfood, zwischen Entwicklung...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/05/huehnerfuesse-und-tee/">Hühnerfüße und Tee</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Gesammelte Erfahrungen aus einem Semester China</h2>
<figure id="attachment_7186" aria-describedby="caption-attachment-7186" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Große-Mauer-bei-Peking.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7186 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Große-Mauer-bei-Peking.jpg" alt="Große Mauer bei Peking" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Große-Mauer-bei-Peking.jpg 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Große-Mauer-bei-Peking-400x186.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7186" class="wp-caption-text">Text und Fotos: Linda Giering</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>China ist etwa doppelt so groß wie Europa und nicht nur deshalb ein Land der Extreme. Es steht zwischen Tradition und Innovation, Dauer und Wandel, Kommunismus und Kapitalismus, Starbucks und Streetfood, zwischen Entwicklung und Industrie. Selbst Shanghai und seine Umgebung zeigten mir schon einige dieser Gegensätze und sorgten bei einer „Lang-Nase“ wie mir regelmäßig für Gefühle von Irrsinn bis Ekstase.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich versuche mich durch die Menschenmassen zu bewegen und entgehe um Haaresbreite dem Schleim, den eine Frau gerade lautstark aus ihrem Rachen und Mund spuckt. Am Straßenrand erleichtern sich Kinder vom Druck auf ihre Blase oder ihren Darm, indem sie sich ungeniert hinhocken. Als ich vorbeikomme, schreien einige Bauarbeiter „Ausländer“ und deuten auf mich. Mich passieren diverse Leute, die, mit plastikbehandschuhten Fingern, an einem Hühnerfuß knabbern und einen Teebecher mit Blumen, Ingwer und anderem Undefinierbaren in der anderen Hand halten. Der Geräuschpegel ist so hoch, dass ich es gar nicht erst mit Musikhören versuche- denn mein iPod kommt dagegen auch mit voller Kraft nicht an.</p>
<p>Zeitsprung.</p>
<p>Ich schlendere am Ufer eines malerischen Sees entlang. Drumherum sind Berge, auf denen die Teeplantagen in der Abendsonne gut zu erahnen sind. Seit Wochen höre ich das erste Mal wieder bewusst einen Vogel zwitschern. Auf meinem Weg komme ich an tanzenden Chinesen älteren Datums, einem Erhu-Spieler und mehreren Wasserkalligrafen vorbei. Die in sich ruhende Konzentration, mit der der Künstler seine Pinselstriche setzt, färbt sofort auf mich ab. Dieser Moment, zwischen den gelben Blättern eines riesigen Ginko-Baumes und den feuerroten eines Federahorns, gehört wirklich in ein Marmeladenglas.</p>
<figure id="attachment_7163" aria-describedby="caption-attachment-7163" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hangzhou-Westsee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7163 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hangzhou-Westsee-1024x683.jpg" alt="Hangzhou Westsee" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hangzhou-Westsee-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hangzhou-Westsee-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7163" class="wp-caption-text">Der Westsee in Hangzhou, einer der malerischsten Orte Chinas</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Learning by Living</h3>
<p>In meinem knapp sechsmonatigen Praktikum im Hamburg Liaison Office Shanghai habe ich gelernt, sich nicht auf den deutschen Höflichkeitsstandard zu verlassen, in der hoffnungslos überfüllten U-Bahn auch mal ein paar Stationen mit in der Tür eingeklemmten Haaren zu fahren und auch in nervenaufreibenden Situationen nicht meinen Optimismus zu verlieren. Seien es die Erfahrung mit der Willkür chinesischer Bürokratie beim Versuch mein Visum zu verlängern, illegales Musizieren auf der Straße mit christlicher Musik oder der zweifelhafte kulinarische Genuss von Hühnerfüßen, Qualle und Ochsenfrosch: Das Reich der Mitte hat einige Überraschungen für mich bereit gehalten. Das Land hat mich aber gleichzeitig mit freundlichen Menschen, wunderbarem Tee und Natur, wie man sie sich schöner und atemberaubender kaum vorstellen kann, in seinen Bann gezogen.</p>
<h3>1001 Tätigkeiten</h3>
<p>Auch das Praktikum im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit hätte abwechslungsreicher kaum sein können: Powerpoint Präsentationen zu aktuellen Hafenzahlen erstellen. Alumnigruppen über das Gelände vor dem Büro führen. Eine Hamburger Fischmarktverkäuferin spielen und dabei echte Meeresfrüchte, aber auch deutsches Spielzeug verkaufen. Als Fotografin bei Pressekonferenzen arbeiten, als Journalistin bei Roundtables dabei sein, beim Aufbau eines Bildungspools helfen und auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt in Shanghai italienisches Tiramisu verkaufen – das ist nur eine Auswahl der Highlights meiner Zeit als Praktikantin in China. Das Büro (übrigens im ersten zertifizierten Passivhaus Chinas) mit seinem kleinen Team von acht Leuten ist <em>der</em> Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Kontakte meiner Heimatstadt Hamburg mit ihrer Partnerstadt Shanghai und dem restlichen China. Für Liebhaber von Interkulturalität eine absolut spannende Mischung.</p>
<figure id="attachment_7164" aria-describedby="caption-attachment-7164" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hamburger-Weihnachtsmarkt-Shanghai.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7164 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hamburger-Weihnachtsmarkt-Shanghai-1024x683.jpg" alt="Hamburger Weihnachtsmarkt Shanghai" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hamburger-Weihnachtsmarkt-Shanghai-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hamburger-Weihnachtsmarkt-Shanghai-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7164" class="wp-caption-text">Auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt in Shanghai kommt deutsche Weihnachtsstimmung auf</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Land und Leute</h3>
<p>Der Unterschied der 24-Millionen-Metropole und dem vergleichsweise überschaubaren und beschaulichen Augsburg ist gewaltig: Man braucht gefühlte Ewigkeiten, um hier eine ruhige Ecke oder ein Gebäude, das kein Hochhaus ist, zu finden. Das ist für ein halbes Jahr wirklich aufregend, doch danach sehnt man sich auch wieder nach Natur und guter Luft, nach Ruhe und ein wenig Beschaulichkeit. Die kann man aber durchaus auch in China finden, nur vielleicht nicht in Shanghai. Auf verschiedenen Kurztrips und Reisen konnte ich auch ganz andere Seiten des Landes kennenlernen. So verbrachte ich zum Beispiel das chinesische Neujahrsfest auf dem Dorf in Südchina in einer sehr traditionellen chinesischen Familie. Dort hatten die meisten Menschen kaum jemals einen Europäer gesehen und waren dementsprechend fasziniert von mir. Erleben konnte ich die Vielfalt Chinas auch in Beijing, der ebenfalls großen und kulturträchtigen Hauptstadt der Volksrepublik, in Xi’an mit seiner Terrakotta-Armee und dem wuseligen Viertel oder in Guilin, mit seinen Karstbergen, bei deren Anblick man seinen Augen kaum traut.</p>
<figure id="attachment_7168" aria-describedby="caption-attachment-7168" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Dorf-in-Südchina.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7168 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Dorf-in-Südchina-1024x683.jpg" alt="Dorf in Südchina" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Dorf-in-Südchina-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Dorf-in-Südchina-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7168" class="wp-caption-text">Dorf in Südchina</figcaption></figure>
<figure id="attachment_7173" aria-describedby="caption-attachment-7173" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Peking-Himmelstempel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7173 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Peking-Himmelstempel-1024x683.jpg" alt="Peking Himmelstempel" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Peking-Himmelstempel-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Peking-Himmelstempel-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7173" class="wp-caption-text">Der Himmelstempel in Beijing</figcaption></figure>
<figure id="attachment_7178" aria-describedby="caption-attachment-7178" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Karstberge-in-Guilin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7178 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Karstberge-in-Guilin-1024x683.jpg" alt="Karstberge in Guilin" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Karstberge-in-Guilin-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Karstberge-in-Guilin-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7178" class="wp-caption-text">Die Karstberge in Guilin bieten eine wunderschöne Kulisse</figcaption></figure>
<figure id="attachment_7183" aria-describedby="caption-attachment-7183" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Nachtmarkt-in-Xian-11.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7183 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Nachtmarkt-in-Xian-11-1024x683.jpg" alt="Nachtmarkt in Xi'an (1)" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Nachtmarkt-in-Xian-11-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Nachtmarkt-in-Xian-11-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7183" class="wp-caption-text">Der Nachtmarkt in Xi&#8217;An lädt zu einem Bummel ein</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Langsam nähert sich das Eichhörnchen</h3>
<p>Zwar musste ich feststellen, dass Chinesisch-Kurse in Deutschland sprachlich keinesfalls auf einen Aufenthalt in China vorbereiten, aber wenn der erste Fahrkartenkauf, die erste kurze Unterhaltung im Teeladen oder eine Bestellung im Restaurant geglückt sind, sieht man gern über die eigene Unfähigkeit für ausführliche Konversationen hinweg und ist einfach nur glücklich, den Alltag meistern zu können.</p>
<p>Ein halbes Jahr in China hat mir ungewohnt extrovertierte Seiten an mir selbst gezeigt, Reisehunger und Fernweh gemacht und mir einige wertvolle neue Bekanntschaften verschafft. Es hat mir gezeigt, dass die Parole „gib niemals auf“ wirklich funktioniert, dass Mimik und Gestik fast universalsprachlich sind und dass Westeuropa nicht der Nabel der Welt ist. Vermutlich werde ich noch viele, viele weitere Erfahrungssouvenirs entdecken, wenn ich erst einmal wieder in Deutschland bin. Ich kann kaum glauben, dass eine Reise ins Land der Mitte mich derart bereichert hat!</p>
<figure id="attachment_7177" aria-describedby="caption-attachment-7177" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hongkong.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7177 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hongkong-1024x683.jpg" alt="Hongkong" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hongkong-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Hongkong-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7177" class="wp-caption-text">Hongkong: gutes Wetter und viel Wasser!</figcaption></figure>
<figure id="attachment_7176" aria-describedby="caption-attachment-7176" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Shanghai-Skyline.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7176 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Shanghai-Skyline-1024x683.jpg" alt="Shanghai Skyline" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Shanghai-Skyline-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/05/Shanghai-Skyline-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7176" class="wp-caption-text">Skyline von Shanghai</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/05/huehnerfuesse-und-tee/">Hühnerfüße und Tee</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Wissen ist Macht</title>
		<link>https://presstige.org/2014/06/wissen-ist-macht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2014 15:32:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Knowledge itself is power. Scientia potestas est. Dass Wissen auf dem Weg zur Macht ein treuer Weggefährte ist, ist den Menschen seit der Redewendung „Wissen ist Macht“ des englischen Philosophen Francis Bacon klar. Ausflug in die Tiefen des Dudens Macht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/wissen-ist-macht/">Wissen ist Macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Knowledge itself is power. Scientia potestas est. Dass Wissen auf dem Weg zur Macht ein treuer Weggefährte ist, ist den Menschen seit der Redewendung „Wissen ist Macht“ des englischen Philosophen Francis Bacon klar.</strong></p>
<figure id="attachment_3781" aria-describedby="caption-attachment-3781" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3781" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png" alt="Text: Linda Giering – Illustration: Lisa Luthardt" width="1200" height="1109" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog-400x369.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog-1024x946.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3781" class="wp-caption-text">Text: Linda Giering – Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<h3>Ausflug in die Tiefen des Dudens</h3>
<p>Macht hat viele Gesichter. Und wie immer ist der Duden allwissend und klärt mich auf: Macht ist die Gesamtheit der Mittel, die jemandem gegenüber Anderen zur Verfügung stehen. Aber auch die Möglichkeit, Herrschaft auszuüben, kann eine Art Macht darstellen. Sie ist mit einer Stellung und Funktion verbunden, die über Politik, Gesellschaft oder Öffentlichkeit definiert wird. Macht kommt von oben, sie nutzt Unterlegenheit, heischt nach Respekt und Autorität.</p>
<p>Was hingegen ist Wissen? Auch hier lasse ich mir vom Duden helfen: Die Gesamtheit der Kenntnisse, die jemand auf einem Gebiet hat. Ich kann mit „Wissen“ entweder meinen inneren Informationsspeicher meinen, oder ein Detail, dessen Existenz mir bewusst ist.</p>
<h3>Die Macht der Erfahrung</h3>
<p>Eine wichtige Form des Wissens ist das Weltwissen, hier verstanden als Lebenserfahrung. Die Fähigkeit, Situationen mithilfe von Erfahrungswissen zum eigenen Vorteil zu nutzen, ist ein idiotensicherer Schlüssel zur Macht. Der Vorsprung an Erfahrung gegenüber weniger Erfahrenen kann täglich genutzt werden, um Einfluss auf Andere auszuüben. Ratschläge können erteilt werden und Macht auf denjenigen ausüben, der sie bekommt. Hält der Empfänger den Ratgeber für wissend, steht er automatisch unter dessen Einfluss.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/05/ausgabe-26-macht">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige26">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Dieses Geben und Nehmen eines Ratschlages ist häufig mit der gesellschaftlichen Stellung und dem Ansehen einer Person verbunden. Die im Wissen Unterlegenen beugen sich dem Wort des Überlegenen, da die Gesellschaft Macht durch Positionen wie diese fördert.</p>
<h3>Über die Zufriedenheit der Machtlosigkeit</h3>
<p>Über Wissen und Macht könnte man verschiedene Aspekte anführen, Sichtweisen von Mächtigen, und Machtlosen, positive und negative Seiten. Macht hat mit Blick auf die Weltgeschichte immer etwas Gefährliches, Unterdrückendes. Wer sich für Macht entscheidet, entscheidet sich gegen Gleichberechtigung. Ich denke, es gibt zwei Gattungen von Menschen: die Beherrschenden und die Beherrschten. Weder ist die Rolle des Beherrschers die eines Siegers, noch ist der Beherrschte zwangsläufig ein Verlierer. Wie schön wäre es, würde Wissen mit Vernunft und Macht nur unter Zuhilfenahme sozialer Kompetenzen, wie Rücksicht auf Mitmenschen und dem Wissen um die eigene Unvollkommenheit, genutzt werden.</p>
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		<title>Geht unsere Sprache im Internet den Bach herunter?</title>
		<link>https://presstige.org/2014/01/sprache-internet-chat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Linda Giering]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 18:40:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[chat]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Früher war alles besser: Die Luft war reiner, die Menschen fleißiger, die Jugend besser erzogen. Die Liste der vergangenen Glanztaten ist scheinbar unerschöpflich, wenn man einmal das ununterbrochene Gemecker von eifrigen Alltagskritikern betrachtet. Einen durchaus ergiebigen Anlass zur Kritik scheint...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Früher war alles besser: Die Luft war reiner, die Menschen fleißiger, die Jugend besser erzogen. Die Liste der vergangenen Glanztaten ist scheinbar unerschöpflich, wenn man einmal das ununterbrochene Gemecker von eifrigen Alltagskritikern betrachtet. Einen durchaus ergiebigen Anlass zur Kritik scheint derzeit der Sprachgebrauch der jungen Menschen im Internet zu bieten. Die Sprache verkümmere dort und entwickle sich zurück, fernab von jeglichen wohltrainierten Regeln und Normen vor sich hin. Aber was ist dran an diesen Anschuldigungen und Attacken auf das Niveau des Sprachgebrauches der Internetnutzer?</strong></p>
<h5 style="text-align: center;"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Chatsprache_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1738" alt="Themenwoche_Chatsprache_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Chatsprache_1200px.png" width="1201" height="356" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Chatsprache_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Chatsprache_1200px-400x118.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Chatsprache_1200px-1024x303.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a></h5>
<h5 style="text-align: center;">Text: Linda Giering, Illustration: Marina Schröppel</h5>
<h3><b>Das Internet spricht Englisch</b></h3>
<p>Betrachten wir doch einmal den folgenden Chat-Dialog, der als Stellvertreter für alltägliche Unterhaltungen im Netz steht:</p>
<p>A: Hi how ru?</p>
<p>B: Hi. gut thx. u?</p>
<p>A: <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &lt;3</p>
<p>B: suuupiii! muss leider los sry.</p>
<p>A: o.O. :´( cu</p>
<p>B: bb &amp; gn8</p>
<blockquote><p><strong>Schwerpunkt: Internet</strong></p>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="37%" />
<col width="63%" /> </colgroup>
<tbody>
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<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" alt="" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche-Bild_Kasten.png" /></td>
<td>Auch wenn wir es mit der NSA und anderen Datensammlern teilen müssen: Das Internet bleibt unser Zuhause. Wir essen und schlafen vorläufig noch analog, aber sonst findet unser Leben zunehmend im Netz statt. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Internet einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/internet/">sind hier gesammelt</a>.</td>
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<p>Unverkennbar ist: Das Internet spricht Englisch. Zwar hat die Bedeutung und Vorherrschaft des Englischen bereits abgenommen, was die Anzahl der veröffentlichten Seiten pro Sprache betrifft, doch zweifelsohne nimmt die Präsenz angelsächsischer Einflüsse in unserer deutschen Sprache rasant zu. Viele Abkürzungen, die zum Grundvokabular des regelmäßigen Chatters gehören, sind daher auch international verständlich. So basieren kryptische Kürzel wie „bb“ (byebye = tschüss), „thx“ (thanks = danke) und „sry“ (sorry = Entschuldigung) fast immer auf Wörtern des englischsprachigen Raumes und setzen auf diese Weise den Trend des Englischen als Weltsprache auch im Netz fort. Andererseits belegt Deutsch im Ranking der Webseiten-Sprachen mit 7,7 % Platz zwei hinter Englisch (56,4%), wie eine <a title="Studie von Martin Ebbertz" href="http://www.netz-tipp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie von Martin Ebbertz</a> zeigt.</p>
<h3><b>Die Schrift braucht auch Gefühle</b></h3>
<p>Aber warum kann nicht einfach auf die wunderbar verständliche, standardisierte Schriftsprache des Deutschen (oder auch des Englischen) zurückgegriffen werden? Wir  hatten uns doch im Laufe der letzten Jahrhunderte gerade daran gewöhnt und nach wie vor wird sie uns gewissenhaft von Eltern, Lehrern, Büchern, usw. eingetrichtert! Schuld am seltsamen Kauderwelsch des Webs sind vermutlich mehrere Faktoren: Wichtigster ist wohl, dass ein Chat quasi mündliche Bedingungen schaffen soll, obwohl sich die Kommunikationspartner nicht sehen. Über die Sprache sollen nicht nur Worte vermittelt werden, sondern gleichzeitig auch Gefühle, Gestik, Mimik und Faktoren wie Lautstärke, Geschwindigkeit oder Betonung. Das alles ist in unserem klassischen Schriftsystem nicht vorgesehen. Chatter verspüren aber das Bedürfnis und die Notwendigkeit solcher außersprachlicher Dinge, die nun irgendwie „versprachlicht“ werden müssen. Ein Paradebeispiel hierfür ist ein Emoticon, im Volksmund auch einfach „Smiley“ genannt. Ein Bild also, das Gefühle ausdrücken soll. Es gibt eine schier unerschöpfliche Anzahl von unterschiedlichen Emoticons, die von fröhlichen und traurigen Smileys bis hin zu anderen Bildchen wie Herz oder Rose reichen, alles bestehend aus dem, was die Computertastatur zu bieten hat.</p>
<h3><b>Ich schreibe wie ich spreche</b></h3>
<p>Andere Feinheiten unserer mündlichen Sprache können ebenfalls mit der Tastatur ausgedrückt werden. So bedeutet zum Beispiel Großschreibung, ETWA SO, dass etwas laut gerufen, geschrien oder gebrüllt wird. Auch umgangssprachliche Formulierungen wie „tach“ (statt „Guten Tag“), Tilgungen am Wortende („nich“ statt „nicht“) und Assimilationen, also Annäherungen, wie „ins“ anstelle von „in das“, können im Chat gebraucht werden, um ein Gefühl der Nähe zwischen den Kommunikationspartnern entstehen zu lassen.</p>
<h3><b>In der Kürze liegt die Würze</b></h3>
<p>Gleichzeitig soll die Sprache im Chat aber so einfach wie möglich gehalten werden – unter anderem, um Zeit zu sparen. Als Musterfall hierfür kann man etwa die sogenannten Inflektive betrachten, die freien Verbstämme ohne Flexionsendung. „Ich lache“ oder „Ich heule“ wird demnach einfach zu *lach* und *heul*, meist in Asterisken geschrieben. Dies mutet zwar im ersten Moment seltsam an, ist jedoch für Comicleser keineswegs Neuland. Dort sind Formulierungen wie „knall“, „peng“ und „ratsch“ schon seit Längerem der Normalfall.</p>
<h3><b>Können wir unsere Sprache noch retten?</b></h3>
<p>Ist dieser neue, unkonventionelle Gebrauch der Sprache im Chat aber nun der Anfang eines Verkümmerns unserer Fähigkeiten? Eine Schändung der wunderbar ästhetischen Schriftsprache? Oder vielmehr der Aufbruch zu einem neuen Abschnitt der Sprachgeschichte?</p>
<p>Der britische Sprachwissenschaftler David Crystal ist sich sicher, dass die Grenze zwischen der geschriebenen und der gesprochenen Sprache durch die Mittel der modernen Kommunikationstechnik immer stärker verschwimmen werden. Das Internet führt zu einer Unterstützung der mündlichen und visuellen Aspekte der Kommunikation. Erwiesenermaßen betrachten viele Menschen Sprache als ein Synonym für Schriftsprache – nur wird diese als fixierter Standard gesehen. Für die Zukunft könnte es allerdings von Vorteil sein, Sprache nicht nur als Schrift zu sehen, sondern eher als ein System von Zeichen. Dieses Zeichensystem entwickelt sich zur Stunde im Internet fort, mit Hilfe von vielen Millionen experimentierfreudigen Menschen, die durch ihre Aktivität im Internet die Evolution unserer Sprache vorantreiben und mitgestalten.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/sprache-internet-chat/">Geht unsere Sprache im Internet den Bach herunter?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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