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	<title>Frauen Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Kommentar zum Interview: Finanzielle Bildung für Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andi Germer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 09:19:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Kommentar von Andi zum Interview Finanzielle Bildung für Frauen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/05/kommentar-zum-interview-finanzielle-bildung-fuer-frauen/">Kommentar zum Interview: Finanzielle Bildung für Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p><em>Link zum Interview: <a href="https://presstige.org/2022/05/finanzielle-bildung-fuer-frauen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" title="Finanzielle Bildung für Frauen">Finanzielle Bildung für Frauen</a></em></p>



<p><em>Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Kommentar, der die persönliche Meinung des Autors widerspiegelt.</em></p>



<p>Das Börsenforum Augsburg hat sich mit der Veranstaltung „Girls just wanna have Fun(ds)!“ ein nobles Ziel gesetzt. Aber den wahren Verliererinnen unserer patriarchalen Strukturen hilft ein Börsen-Crash-Kurs herzlich wenig. Während die zukünftigen Aktionärinnen Cocktails schlürfen und sich ihre manikürten Hände am Fingerfood fettig machen – praktischerweise gleich in den Räumlichkeiten der tecis Finanzdienstleistungen AG &#8211; bücken sich draußen Millionen Frauen beim Pfandflaschensammeln, um ihre kümmerliche Rente aufzubessern. <a href="https://www.diakonie.de/wissen-kompakt/armut-und-geschlecht">Und das deutlich öfter als Männer</a>, denn <a href="https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++87e5258e-1639-11e3-a5ae-5254008a33df" class="broken_link">Armut ist weiblich</a>. Henle bezeichnete im Interview den Aktienhandel als <em>„eine der letzten Stufen des Feminismus“.</em> Ein fragwürdiges Zitat, vergisst sie dabei anscheinend völlig, dass für viele ärmere Frauen die ersten Stufen noch lange nicht genommen sind.</p>



<p>Aber ein Börsenforum interessiert sich natürlich nur für den reichen und schönen Teil der Gesellschaft, schließlich können die Konzerne, die hinter dieser Organisation stehen, mit armen Menschen kein Geld verdienen. Neben der bereits angesprochenen tecis Finanzdienstleistungen AG <a href="https://www.boersenforum-augsburg.de/partner/">finanzieren die „gemeinnützige“ Vereinsarbeit auch noch Firmen wie die bei Mietervereinen verhasste Patrizia AG</a>, welche durch ihre Spekulationen auf Wohnraum erheblich zur schlechten finanziellen Lage von Frauen im Alter beiträgt. Am Dachverband bvh <a href="https://www.bvh.org/homepage/partner.html" class="broken_link">beteiligen sich sogar so sympathische Unternehmen wie Blackrock oder das skandalträchtige Ernst &amp; Young</a>. Wer also denkt, eine Organisation wie das Börsenforum Augsburg verfolgt aufrichtig gemeinnützige Interessen, täuscht sich. Es geht einzig und allein um eines: die Anhäufung von Kapital.</p>



<p>Unter diesem Dogma ist eine neue Spießigkeit erwachsen, in der ein Viertel aller Erstwählenden ihr Kreuzchen bei der konservativen FDP setzt und anschließend ihre Freizeit damit verbringt, sich um das eigene Geld zu kümmern. Okay, wer drauf steht, ich habe auch komische Hobbys. Aber wenigstens schreibe ich mir dabei nicht groß „Feminismus“ auf die Flagge.</p>



<p>Mehr als ein auf-die-Flagge-schreiben können die Finanzhaie Augsburg e.V. aber nicht leisten, denn neoliberale Spießigkeit und emanzipatorischer Feminismus passen nicht zusammen. Das zeigt ein weiteres Top-Zitat von Henle: <em>„Wir Frauen haben im Leben einfach gewisse Herausforderungen wie Kinder kriegen und Ähnliches.“.</em> Autsch! Die Aufzählung „Herausforderungen für Frauen“ ist sehr lang, und „Kinder kriegen“ an die erste und einzige Stelle zu setzen schmerzt (Waren die zwei Lebensfragen einer Frau nicht <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/werbung-von-1954-eine-frau-hat-zwei-lebensfragen-15631106.html">was sie anziehen und was sie kochen soll</a>?). Aber unsere kleinen Aktienzocker:innen denken, Kinder kriegen ist die allerwichtigste Herausforderung für eine Frau, und daher behandeln sie das Thema „Investieren mit Schwangerschaft und Kind“ auch in einer Veranstaltung, die ausschließlich von Frauen besucht werden darf. Warum sollten sich Männer auch schon dafür interessieren? In einen Porsche passt schließlich kein Kindersitz.</p>



<p>Liebe Jungs vom Börsenforum Augsburg &#8211; ein Blick in euer <a href="https://www.boersenforum-augsburg.de/team/">Team</a> rechtfertigt das generische Maskulinum: Wenn euch die Emanzipation von Frauen durch finanzielle Bildung wirklich so am Herzen liegt, dann spart euch doch den Champagner-Feminismus und geht in die völlig überfüllten Frauenhäuser. Eure sexy Aktien kann sich dort niemand leisten, aber Schulungen zu Budgetierung oder den Grundlagen zum Online-Banking tragen weit mehr zur Gleichstellung aller Geschlechter bei, als eine unter dem Deckmantel der Emanzipation durchgeführte Werbeveranstaltung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/05/kommentar-zum-interview-finanzielle-bildung-fuer-frauen/">Kommentar zum Interview: Finanzielle Bildung für Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Finanzielle Bildung für Frauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Reile]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Finanzielle Bildung für Frauen. Am 12. Mai veranstaltet das Börsenforum Augsburg deshalb "Girls Just Wanna Have Fun(ds)". Der Andrang war groß und der erste Veranstaltungstermin nach wenigen Tagen ausverkauft. Grund genug für Presstige mit der Organisatorin Louisa Henle zu sprechen. Sie ist für den Bereich Education beim Börsenforum verantwortlich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/05/finanzielle-bildung-fuer-frauen/">Finanzielle Bildung für Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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									<p><em>ETF, Depot, Tagesgeldkonto &#8211; beim Thema Finanzen durchzublicken, fällt vielen Studis abseits der WiWi-Fakultät nicht leicht. Am 12. Mai veranstaltet das Börsenforum Augsburg einen Infoabend zum Thema Finanzen mit besonderer Zielgruppe. Denn &#8220;Girls Just Wanna Have Fun(ds)&#8221; richtet sich in erster Linie an Frauen, die sich bei diesem Thema einen Durchblick verschaffen möchten. Der Andrang war groß und die Plätze für den ersten Veranstaltungstermin nach wenigen Tagen vergeben. Grund genug für Presstige, mit der Organisatorin Louisa Henle zu sprechen. Sie ist für den Bereich Education beim Börsenforum verantwortlich.</em></p>								</div>
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									<p><b>Presstige</b><b>: Was ist denn das Thema eurer Veranstaltung?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa Henle: </span><span style="font-weight: 400;">Bei uns geht es um finanzielle Bildung für Frauen. Also worauf müssen Frauen eigentlich achten &#8211; nicht nur beim Investieren, sondern auch bei Versicherung und Co. Was gibt es da zum Beispiel für spezielle Produkte für Frauen, die ja doch manchmal andere Probleme haben, beispielsweise geschlechtsspezifische Erkrankungen.</span></p>								</div>
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									<p><b>Und wie genau kann ich mir den Abend vorstellen? </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Wir haben vor, das ein bisschen lockerer zu gestalten. Es gibt zum einen den fachlichen Teil, also Grundlagen: Was sind ETFs? Worauf muss ich beim Investieren achten? Aber auch spezifische Themen: Was kommt, wenn ich mal Kinder habe? Was hat das für Auswirkungen auf meine Rentenansprüche? Wie kann man da privat vorsorgen? Und es soll die Möglichkeit geben, dass die Teilnehmerinnen Fragen stellen können, die man normalerweise in einem gemischten Kurs nicht stellt, weil man sich vielleicht denkt &#8220;Das klingt jetzt doof&#8221; oder &#8220;Das wissen bestimmt schon alle&#8221; und man sich unsicher fühlt. Damit man hoffentlich nachher mit dem Gefühl rausgeht, dass Finanzen nichts Komisches und Unheilvolles sind, sondern einfach ein Thema, über das man sich normal unterhalten kann.</span></p>								</div>
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									<p><b>&#8220;Frauen sind weniger finanziell gebildet&#8221;. Das schreibt ihr auf der Veranstaltungsseite. Aber trotzdem scheint ja das Interesse da zu sein. Was denkst du, woher kommt diese Diskrepanz zwischen Interesse und Wissensstand? </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Also ganz allgemein glaube ich, dass der Wissensstand &#8220;Finanzielle Bildung&#8221; in Deutschland und in der Welt sehr schlecht ist. Nicht nur bei Frauen sondern auch bei Männern. Bei Frauen spielen dann noch andere Gründe mit rein. Für mich fängt das schon mit den Vorbildern an. Auch bei mir war es ein relativ traditionelles Elternhaus, in dem sich der Vater um die Finanzen gekümmert hat. Als Frau wird man in diesem typischen “Männerthema” dann natürlich nicht selbstsicher. Christine Lagarde ist ein super Beispiel dafür, dass Frauen all das auch können, aber es gibt halt viel zu wenige davon. Beim Börsenforum ist es ja nicht anders. Ich bin da auch ziemlich alleine als Frau.</span></p>								</div>
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									<p><b>Ist es wichtiger, zuerst Bildung oder zuerst Selbstvertrauen zu vermitteln? Oder beides gleichzeitig?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Das ist eine sehr interessante Frage. Ich habe dazu neulich eine Studie gelesen. Da ging es genau darum, dass man Frauen zu ihrem Finanzwissen befragt hat und es gab die  Antwortoption &#8220;Weiß ich nicht&#8221;. Und es haben ganz viele Frauen &#8220;Weiß ich nicht&#8221; angekreuzt. Hat man die Option aber weggenommen, dann haben ganz viele Frauen plötzlich das Richtige angekreuzt, was ja dann wiederum darauf schließen lässt, dass es mehr am Selbstbewusstsein liegt.</span></p>								</div>
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									<p><b>Warum ist es für Frauen denn überhaupt wichtig, in Sachen Finanzen ihre eigene Chefin zu sein?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Da kann man mehrere Perspektiven einnehmen. Zum einen bringt das unglaubliche persönliche Zufriedenheit, wenn man finanziell unabhängig ist. Also ich glaube, das ist schonmal der wichtigste Faktor an der ganzen Sache. Und auch, dass man die Möglichkeit hat, sich aus Partnerschaften zu lösen, die man nicht so toll findet, weil man dann nicht finanziell auf jemanden angewiesen ist. Aber das ist jetzt ein Grund, der von Männern abhängt. Unabhängig davon ist es ein sehr erstrebenswertes Ziel, finanzielle Freiheit zu haben. Wir Frauen haben im Leben einfach gewisse Herausforderungen wie Kinder kriegen und Ähnliches. Da können wir uns nicht darum drücken, es seie denn, wir kriegen keine, was natürlich auch eine Lösung ist. Aber wenn man Kinder kriegen möchte und gleichzeitig im Alter nicht auf seinen Mann angewiesen sein will, dann ist es eigentlich unerlässlich, sich mit Finanzen und finanzieller Unabhängigkeit auseinanderzusetzen. Sonst steht man irgendwann da, schaut auf seinen Rentenbescheid und wundert sich. </span></p>								</div>
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									<p><b>Bist du denn schon mit dem totalen Durchblick beim Thema Finanzen ins Studium gestartet? Oder war es eher ein Prozess, in dem du Selbstvertrauen aufgebaut hast?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Es war definitiv ein Prozess. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich im ersten Semester schon direkt wusste, was ich tue. Für mich war das alles komplett neu. In der ersten Vorlesung wurde gefragt: “Wer von euch hat Aktien?” Da haben sich drei Hände ganz zögerlich gehoben &#8211; und meine war nicht dabei. Ich hatte keine Aktien. Aber ich dachte: Mensch, da muss doch irgendwas dran sein. Und so hat sich das dann entwickelt. Man lernt immer dazu</span></p>								</div>
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									<p><b>Hast du das Gefühl, zumindest in unserer Generation hat sich bei der finanziellen Bildung von Frauen schon etwas geändert?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Auf jeden Fall. Ich glaube schon, dass in unserer Generation viel mehr Mädels langsam darauf kommen, dass es nicht mehr reicht, später einfach zu heiraten. Die Selbstständigkeit der Frauen wird besser und wir emanzipieren uns immer mehr &#8211; und dazu gehört auch die finanzielle Emanzipation: selber Geld verdienen, sein eigenes Vermögen anzulegen und zu vermehren ist meiner Meinung nach eine der letzten Stufen des Feminismus.</span></p>								</div>
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									<p><b>Was sind gute Quellen oder Adressen, wo sich Frauen finanziell bilden und  unabhängige und gute Infos holen können? </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Also es gibt Finanztip und Finanzfluss, mit denen beschäftige ich mich sehr viel. Die haben Websites, YouTube-Kanäle, Instagramkanäle &#8211; die sind eigentlich überall. Beim Investieren gibt es nicht den ETF für Männer oder den ETF für Frauen. Da investierst du einfach, weil du ein Mensch bist und nicht, weil du spezielle Anlageprodukte brauchst. Bei Versicherungen sieht das anders aus, hier kann es durchaus Sinn machen, nach Geschlecht oder noch Orientierung zu unterscheiden . Sowohl fürs Investieren, als auch für allgemeine Themen rund um Geld sind Finanztip und Finanzfluss wirklich zwei gute Adressen.</span></p>								</div>
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									<p><b>Es gibt auch sogenannte Fin-Fluencer:innen (kurz für Finanz-Influencer:innen). Würdest du sagen, dass Social Media tatsächlich ein Mittel ist, um Frauen beim Thema Finanzen zu empowern?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Ja, also ich glaube, das kann auf jeden Fall ein Mittel sein. Social Media ist so omnipräsent bei uns und vor allem junge Frauen treiben sich da rum. Deswegen glaube ich, das kann sehr viel bewirken, wenn man dort diesen Themenbereich abdeckt. Und ansonsten: in der Schule wär es halt super, wenn man da solche Themen einführen würde. Finanzbildung fände ich lang überfällig. Da kann man auch viel bewegen, wenn man schon in jungen Jahren ansetzt, bevor Social Media übernimmt. Das ist nämlich auch eine kritische Sache. Es gibt viele Finanz-Influencer, die dann eigenen Profit daraus schlagen wollen, besonders bei den Frauen. Wenn man nicht so gut informiert ist, dann lässt man sich auch eher was aufquatschen. Und da schlagen dann manchmal sogar Frauen Kapital aus dem Unwissen von anderen Frauen, was ich total absurd finde.</span></p>								</div>
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									<p><b>Börse und Finanzanlagen können gerade für Anfänger oftmals groß klingen. Was gibt es denn für Alternativen neben den Anlageformen an der Börse? Was könnten kleinere Einstiegsmöglichkeiten sein?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Es gibt natürlich immer noch die klassischen Investmentfonds, also aktiv gemanagede Fonds. Da vertraust du halt jemand anderem dein Geld an. Aber der investiert es letztendlich natürlich auch wieder nur am Kapitalmarkt, je nachdem wie der Fonds aufgebaut ist. Außerdem gehen damit hohe Gebühren einher, weil der Fondmanager ja auch Geld verdienen möchte. Wenn man also nicht so viel Geld zur Verfügung hat, genau dann sind ETFs eigentlich das Richtige. Da kann man mit kleinen Beträgen einsteigen und sie sind &#8211; ich möchte nicht sagen “risikoarm” &#8211; aber dadurch, dass ETFs eben ein wirklich breites Band an Aktien abbilden, sind die schon wieder so diversifiziert, dass das Risiko deutlich sinkt im Vergleich zu einer Einzelaktie. Und somit ist das auch wenn man wenig Geld zur Verfügung hat eine gute Anlagestrategie. Gerade bei ETFs kannst du im Prinzip mit 1€-Beträgen einsteigen. Für den Einstieg ist das ok, langfristig empfehle ich das aber nicht, weil aus einem Euro wird nicht viel.</span></p>								</div>
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									<p><b>Online nennt ihr euren Prozess ja &#8220;Finanzen aufräumen&#8221;. Kannst du uns eine Aufräum-Checkliste skizzieren? Wo beginne ich mit dem Zurechtrücken von großen schweren Dingen, und wo beginnt das feine Abstauben?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Das ist ein schönes Bild! Ich bin dafür, dass man zuerst die Konten vereinfacht. Also: ein Girokonto, eine Kreditkarte fürs Ausland, ein Tagesgeldkonto für den Notgroschen und noch ein Depot zum Investieren. Meistens weiß man ja gar nicht, wofür man alles Geld ausgibt. Das ist aber sehr wichtig. Es gibt dafür auch tolle Tools &#8211; z.B. die Sparkassen-App, die hat einen Finanzplaner integriert. Das ist toll, denn dann braucht man sich gar nicht mehr selbst um ein Haushaltsbuch kümmern. Also: wenn man weiß, wo das Geld liegt und welche Ausgaben zu decken sind, dann kann man sich überlegen: Wie viel Geld kann ich investieren? Das ist die feine Abstaubarbeit &#8211; sich zu überlegen: Worin möchte ich investieren? Was sind meine Werte? Besonders wichtig ist vor allem: Notgroschen aufbauen, also dass man Geld auf der Seite hat, wenn z.B. mal das Auto oder die Waschmaschine kaputt gehen &#8211; damit man in solchen Fällen nicht ans Depot ran muss. </span></p>								</div>
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									<p><b>Wie läuft&#8217;s im Depot? Wie lange bleibt das Geld da? Was geht da rein, was geht da raus?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa:</span><span style="font-weight: 400;"> Auf deinem Depot ist dein Investment. Mit einem Sparplan schiebst du einfach z.B. jeden Monat einen gewissen Betrag rüber und die ETFs werden automatisch gekauft. Bei dieser Strategie läuft das ganze Investieren einfach automatisch im Hintergrund. Und da sollte gelten: alles was du reinlegst, sollte schon langfristig auch drin bleiben, bevor du es rausnimmst. </span></p>								</div>
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									<p><b>Wenn ich so drüber nachdenke, dann sollte ich wohl auch dringend mal aufräumen. </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Absolut, einfach mal loslegen, auch mit wenig Geld. Das ist eigentlich die Hauptsache: man muss dann nicht gleich das gesamte Sparbuch der Oma investieren. Anfangen mit 10 oder 20€ genügt &#8211; im schlimmsten Fall ist dann halt ne Pizza kaputt.</span></p>								</div>
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									<p><b>Auch eine Pizza ist zu betrauern… Du meintest ja, dass ihr als drei Frauen im Börsenforum der harte Kern seid. Wie kritisch siehst du es, dass euer Vorstand sehr männlich dominiert ist? Würdest du das gerne ändern?</b><span style="font-weight: 400;"> </span></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Ich möchte nicht über meine männlichen Kollegen herziehen &#8211; ganz im Gegenteil, es sind wunderbare Männer. Bei diesem Projekt habe ich jetzt natürlich nicht mit Widerstand gerechnet. Aber so viel Wind in den Segeln zu haben, wie ich von meinen Kollegen erhalte, das ist schon echt toll. Natürlich würde ich gerne mehr Frauen im Börsenforum sehen, das wäre genial. Aber meine Jungs sind auch gut (lacht)</span></p>								</div>
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									<p><b>Emmi, eure Speakerin, ist Beraterin bei Tecis.&#8221;Beraterin&#8221; &#8211; ein Euphemismus für &#8220;Verkäuferin&#8221;, sie lebt vom Verkauf von Finanzprodukten. Jetzt möchte sie Bildung vermitteln. Ist da ein Interessenkonflikt?</b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Ja, ich sehe den Punkt total. Man könnte natürlich meinen, da sei ein Konflikt. Und ganz aus der Welt reden kann man es nicht. Aber das übergeordnete Ziel des Abends ist ja Finanzbildung zu vermitteln. Sie kann das als eine der wenigen Personen in Augsburg gut &#8211; wir haben hier nicht so viele Frauen, die dieses fundierte Wissen haben, das brauchen wir. Sie kann es vermitteln, daher halte ich das für kein Problem.</span></p>								</div>
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									<p><b>Gerade die Finanzvertriebsbranche profitiert seit Jahrzehnten davon, dass die finanzielle Bildung in Deutschland schlecht ist. Sich von jemandem aus dieser Branche dann Bildung einzuholen hat einen Beigeschmack. Wie wollt ihr der Öffentlichkeit vermitteln, dass Emmi da wirklich nur in ihrer Rolle als Rednerin und nicht als Verkäuferin auftritt? </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Bei diesem Abend wird nichts verkauft. Also das ist wirklich ein reiner Informationsabend. Da liegt jetzt vielleicht dieses Bild der Kaffeefahrt nahe, wo man am Ende mit 5 Tupperdosen rausläuft. Das ist definitiv nicht unser Ziel. Das Event wird immer noch vom Börsenforum organisiert, von mir geplant, ich bin Schirmherrin dieser Sache. Bei mir läuft nachher niemand mit 10 Angeboten von Emmi raus. Ich garantiere, das wird nicht passieren. Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Wir sind nicht auf Profit von irgendjemand oder irgendetwas aus. Wir wollen einfach nur dieses Thema in die Welt raustragen.</span></p>								</div>
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									<p><b>Zum Abschluss: Nenn doch mal drei Punkte, die du dir von der Veranstaltung erhoffst.  </b></p><p><span style="font-weight: 400;">Louisa: Punkt Nummer 1: Ich erhoffe mir, dass die Mädels nachher mit viel mehr Wissen, aber auch viel mehr Fragen rausgehen als sie reingekommen sind. Das sie wirklich Denkanstöße haben und die Motivation haben, selbst daran weiterzuarbeiten, selbstständig recherchieren und eventuell irgendwann dann sogar mal anfangen zu investieren. Das ist der wichtigste Punkt. Also das fachliche Wissen. Und selbstverständlich spielt da das Persönliche mit rein. Dass das Thema Finanzen einfach den Schrecken verliert, den es vielleicht noch hat für manche Frauen. Das sind die zwei wichtigsten Punkte. Und ganz nebenbei würde ich mich natürlich tierisch freuen, wenn noch ein paar Frauen ins Börsenforum kommen, weil sie die Initiative gut finden und denken, dass sie sich da gerne einbringen würden.</span></p>								</div>
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									<p><em>Der Termin am 12. 5 ist bereits ausgebucht. Für den zweiten Termin am 19.5 gibt es allerdings noch ein paar weniger Karten unter https://www.boersenforum-augsburg.de/event/girls-just-wanna-have-funds-termin-2/</em></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/05/finanzielle-bildung-fuer-frauen/">Finanzielle Bildung für Frauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Engagement gegen Diskriminierung: Wie Studierende sich gegen Ungleichheiten einsetzen</title>
		<link>https://presstige.org/2021/10/engagement-gegen-diskriminierung-wie-studierende-sich-gegen-ungleichheiten-einsetzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Riesinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dass Rassismus, Sexismus und Homophobie im Jahre 2021 in allen Ländern der Welt existieren, wird von Aktivist:innen seit jeher angeprangert. Seit einigen Jahren setzen sich Aktivist:innen vermehrt in den sozialen Medien dafür ein, Bewusstsein für die Probleme marginalisierter Gruppen zu schaffen und mit Aufklärung gegen Diskriminierung zu kämpfen. Auch die Instagram-Seite "Girls against oppression" setzt sich für Minderheiten ein, die von Ungleichbehandlung betroffen sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/10/engagement-gegen-diskriminierung-wie-studierende-sich-gegen-ungleichheiten-einsetzen/">Engagement gegen Diskriminierung: Wie Studierende sich gegen Ungleichheiten einsetzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="21791" class="elementor elementor-21791">
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									<p><em>Dieser Artikel ist der letzte unserer <strong>Themenwoche</strong> “Student:in – und was noch?”, in der wir euch Studierende in einer besonderen Lebenssituation oder mit einem besonderen Engagement vorstellen möchten. In einer <strong>Kooperation mit der Augsburger Allgemeinen</strong> sind <a href="https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburg-Studenten-Reporter-zeigen-was-Augsburgs-Hochschueler-bewegt-id60521306.html">unsere Artikel auch dort online erschienen</a>.</em></p>								</div>
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									<p><strong>„Girls against oppression“, zu Deutsch „Mädchen gegen Unterdrückung“, ist eine Seite auf der sozialen Plattform Instagram, die auf Rassismus, geschlechterspezifische Themen und Diskriminierung aufmerksam macht. Heute folgen knapp 92.000 Menschen dem Account.</strong></p>								</div>
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									<p>Dass Rassismus, Sexismus und Homophobie im Jahre 2021 in allen Ländern der Welt existieren, wird von Aktivist:innen seit jeher angeprangert. Seit einigen Jahren setzen sich Aktivist:innen vermehrt in den sozialen Medien dafür ein, Bewusstsein für die Probleme marginalisierter Gruppen zu schaffen und mit Aufklärung gegen Diskriminierung zu kämpfen.</p><p>Auch die Instagram-Seite &#8220;Girls against oppression&#8221; setzt sich für Minderheiten ein, die von Ungleichbehandlung betroffen sind. Gründerin Iola Mulder ist 21 Jahre alt. Die aus Südafrika stammende Studentin lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr in Deutschland und studiert seit zwei Semestern BWL an der Universität Augsburg. Sie gründete den Account anlässlich des Mordes an dem Afroamerikaner George Floyd durch einen weißen Polizisten, durch den die Black-Lives-Matter Bewegung entstand, im Juni 2020. Das Engagement der Aktivist:innen BLM-Bewegung motivierten Iola, selbst aktiv zu werden. Die Instagram-Seite informiert über Rassismus geschlechterspezifische Gewalt und queere Themen. Das Wort Queer beschreibt alle Menschen, die sich nicht als heterosexuell oder mit dem Geschlecht, das ihnen bei ihrer Geburt zugewiesen wurde, identifizieren. Als Synonym wird auch der Begriff LGBTQ+ verwendet. Er steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell und weitere Sexualitäten.</p>								</div>
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									<p>Anfangs teilte Iola nur Beiträge von anderen Aktivist:innen. Zusätzlich schickte Iola massenhaft antirassistische Inhalte an rassistische Instagram-Accounts. Mit diesen Nachrichten wollte sie rassistischen Instagram-Accounts entgegensetzen. So hätte sie Protest und Aufklärung zugleich vermitteln können, sagt sie. „Girls against oppression“ zählte zu diesem Zeitpunkt nur etwa tausend Abonnent:innen.</p><p>Dies änderte sich schlagartig &#8211; mit einer einzigen Frage: &#8220;<em>Was würdet ihr machen, wenn es einen Tag lang keine Männer geben würde?</em>&#8221; In einer Umfrage stellte Iola diese Frage an südafrikanische Frauen und fasste die Antworten in einem Beitrag auf Instagram zusammen. Die Frauen antworteten etwa: „Ich würde nachts alleine nach Hause gehen“ oder „Ich könnte anziehen, was ich möchte, ohne Angst zu haben“.</p>								</div>
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							<div class="elementor-shortcode"><blockquote class="instagram-media" data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CEhTeWOjC9m/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:540px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/CEhTeWOjC9m/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; 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margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CEhTeWOjC9m/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">Ein Beitrag geteilt von Girls Against Oppression (@girlsagainstoppression)</a></p></div></blockquote> <script async src="//www.instagram.com/embed.js"></script></div>
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									<p>Dieser Beitrag ging auf mehreren Social-Media-Plattformen viral. Viele andere Menschen mit hoher Reichweite auf den Plattformen übernahmen Iolas Idee. Über Nacht abonnierten 30.000 Menschen „Girls against oppression“. Die Menschen seien von den Antworten geschockt gewesen, sagt sie. „Die Woche war echt heftig“, erinnert sich Iola. Sie sei kaum vom Handy weggekommen. Die vielen positiven Rückmeldungen und Likes, aber auch negative Resonanzen, fesselten sie an den Bildschirm.</p><p>Iola merkte, dass sie die viele Arbeit nicht mehr allein bewältigen konnte. Sie habe sich seitdem regelmäßig Pausen vom Betreiben der Instagram-Seite genommen, sagt sie. Zusätzlich involvierte sie andere Aktivist:innen in das Betreiben des Accounts. Derzeit wird er von sechs weiteren Mitgliedern geführt. Drei Aktivist:innen leben in Südafrika und berichten von Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung in ihrem Heimatland. Zwei weitere Mitglieder der Gruppe leben in Trinidad und Kenia. Auch ein Mann aus England ist Teil von „Girls against oppression“.</p>								</div>
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					<h4 class="elementor-heading-title elementor-size-default">„Die Beteiligung bei 'Girls against oppression' ist eine große Sache und kann sehr ermüdend sein“, berichtet Iola.</h4>				</div>
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									<p>Trotz ihrer großen Reichweite, mit 92.000 Follower:innen, stehe die psychische Gesundheit an erster Stelle. Hasskommentare ließen die Mitglieder von „Girls against oppression“ nicht an sich heran und würden diese sofort löschen. So würden sie es schaffen, ihren normalen Alltag nicht beeinträchtigen zu lassen.</p><p>Mehr Probleme bereite ihnen die Plattform Instagram selbst. Sie hätten oft erlebt, dass die Reichweite ihres Accounts eingeschränkt wurde. Ihre Beiträge würden dann unter entsprechenden Hashtags nicht angezeigt. Man spricht hierbei von einem „Shadow Ban“. Die sieben Mitglieder würden sich davon aber nicht unterkriegen lassen. Ihre Erfolge sprächen für sich: Sie haben bereits zwischen dreißig- und vierzigtausend Euro für verschiedene Non-Profit-Organisationen in Afrika gesammelt.</p><p>Aber auch die kleinen Dinge bedeuten ihnen viel, sagt Iola. Die Gruppe bekommt auf Instagram häufig Nachrichten von Menschen, die von ihnen inspiriert wurden oder ihre Sichtweise auf Rassismus und Diskriminierung geändert hätten. „Es ist schwierig zuzugeben, dass man falsch lag und seine Meinung ändert, ich kenne das von mir selbst“, sagt Iola. „Deshalb ist das für mich immer ein immenses Erfolgserlebnis.“  In Zukunft wolle die Gruppe noch mehr Menschen mit ihren Inhalten erreichen, sagt Iola. Dies sei ihr großer Traum.</p>								</div>
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									<p><span style="color: #808080;"><em>Hinweis: Alle Interviews zu unserer Themenwoche wurden bereits im Juni geführt.</em> </span></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/10/engagement-gegen-diskriminierung-wie-studierende-sich-gegen-ungleichheiten-einsetzen/">Engagement gegen Diskriminierung: Wie Studierende sich gegen Ungleichheiten einsetzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Ein Interview mit Paula Carolina</title>
		<link>https://presstige.org/2021/07/zwei-frauen-eine-mundharmonika-und-amore-ein-interview-mit-paula-carolina/</link>
					<comments>https://presstige.org/2021/07/zwei-frauen-eine-mundharmonika-und-amore-ein-interview-mit-paula-carolina/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clarissa Bilevitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
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		<guid isPermaLink="false">https://presstige.org/?p=21025</guid>

					<description><![CDATA[<p>Paula Carolina – eine Augsburger Musikerin und Studentin. Ihre neue Single „Erika“ erschien am 09.07 und hat Ohrwurm-Potenzial! Doch wer steckt hinter diesem Künstlernamen und wovon handelt ihre neue Single? So viel schon einmal im Voraus: „Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Paula Carolina</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/07/zwei-frauen-eine-mundharmonika-und-amore-ein-interview-mit-paula-carolina/">„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Ein Interview mit Paula Carolina</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="21025" class="elementor elementor-21025">
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									<p>Am 09.07 erschien die zweite Single „Erika“ der Musikerin Paula Carolina. Doch wer steckt hinter diesem Künstlernamen und wovon handelt ihre neue Single?</p>								</div>
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									<blockquote><p style="text-align: center;"><span style="color: #de358a;"><strong><span style="font-size: 12pt;"><em>„Wenn Autos stehen bleiben müssen, könnt’s passieren, dass Frauen Frauen küssen müssen.“ </em><em>– „Erika“, die neue Single von Paula Carolina</em></span></strong></span></p></blockquote>								</div>
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									<p>Die 21-jährige Paula Carolina ist nicht nur erfolgreiche Musikerin, sondern auch Studentin in Augsburg. „Ich bin damals vor 2 ½ Jahren für die Liebe nach Augsburg gekommen. Die ist dann irgendwann verpufft und Augsburg ist geblieben“, sagt sie. So studiert sie hier nun Mittelschullehramt Englisch und Musik/Sozialkunde. Doch ihr Fokus liegt eindeutig auf der Musik. „Das Studium mache ich auf den Zugfahrten von einem Ort zum nächsten oder in Recording Pausen oder auch oft an Sonntagen“, gibt sie zu. Trotzdem wünscht sie sich für die Zukunft, ihr Studium abzuschließen.</p>								</div>
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									<blockquote><p style="text-align: center;"><span style="color: #de358a;"><strong><em>„Ich bin damals vor 2 ½ Jahren für die Liebe nach Augsburg gekommen. Die ist dann irgendwann verpufft und Augsburg ist geblieben.“ – Paula Carolina</em></strong></span></p></blockquote>								</div>
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									<p>In ihrem ersten Semester, als Corona begann, fragte sie sich immer öfter, was sie glücklich macht. Die Antwort auf diese Frage war eindeutig: die Musik. Dies kam allerdings auch nicht sehr überraschend. Da sie in einer musikalischen Familie aufgewachsen ist, habe sie schon immer Musik gemacht, erzählt die Künstlerin. Ihr erstes Klavier, welches den Namen Olaf trägt, steht auch heute immer noch in ihrem 30 qm großen Studierendenzimmer.</p>								</div>
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									<p>„Ich habe damals meinen ersten Song für die Liebe geschrieben und wollte jemanden beeindrucken. Das hat dann auch gut funktioniert“, sagt sie. Nach diesem Erfolgserlebnis folgten viele weitere Songs. Dies war der Zeitpunkt, an dem sie gemerkt habe, dass ihr das Spaß macht, erzählt sie weiter. „So eine Leidenschaft hatte ich noch nie“, schwärmt Paula Carolina. Nachdem sie endlich ihre Berufung gefunden hatte, ging alles relativ leicht und fließend. „Und dann stand ich plötzlich zwischen 30 wundervollen Musikern und Musikerinnen“, erinnert sie sich an ihren Pop-Kurs. Trotzdem muss sie viel für ihren Erfolg arbeiten. Ständig ist sie unterwegs und muss immer erreichbar sein.  „Aber ich liebe es. Dadurch, dass ich gefunden habe, was ich wirklich machen will, fällt es mir auch unfassbar leicht, das durchzuziehen.“</p>								</div>
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									<p><strong>Wie der Künstlername Paula Carolina zustande kam und welche Geschichte dahinter steckt, könnt ihr am 19.07 in Chrissis Beitrag bei KanalC hören. Also nicht verpassen!</strong></p>								</div>
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									<blockquote><p style="text-align: center;"><span style="color: #de358a;"><strong><em>„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Paula Carolina</em></strong></span></p></blockquote>								</div>
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									<p>„In dem Song geht es um einen langen Abend, um ziemlich viel Billig-Wein von Edeka und zum Schluss wird es dann heiß im Februar.&#8221; Viel mehr will Paula Carolina aber nicht verraten, da der Song viel mit Bildern spielt. „Man kann sich am Ende des Songs ziemlich gut vorstellen, wer Erika ist und wie Erika so aussieht&#8221;, verspricht die Sängerin.</p>								</div>
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									<p>Besonders wird der Song, wenn man hinter das Offensichtliche blickt. Das Thema „Weiblichkeit“ wurde auf allen möglichen Ebenen umgesetzt. So war es Paula Carolina wichtig, dass der Song in A-Moll geschrieben ist. Auch endet im Text von „Erika“ vieles auf „a“. Zudem war sowohl die Designerin der Covers, als auch die Zeichnerin der Animationen im Musikvideo weiblich.  „Ich finde es total schön, dass wir es weiblich gehalten haben.“</p>								</div>
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									<p>Ihre Songs macht die Künstlerin primär immer für sich selbst, um Situationen besser verarbeiten zu können. „Bei Erika war es so, dass der Song von einem Abend letzten Sommers erzählt. Das wollte ich verarbeiten und deswegen habe ich diese Single geschrieben“, sagt Paula Carolina. Das Thema Sexualität habe sie schon lange begleitet und sie sei immer noch auf der Suche nach Antworten auf viele offene Fragen, gibt sie preis. „Wie oft in meinem Leben, habe ich das Bedürfnis gehabt, darüber zu schreiben. Ich habe erst einmal angefangen mit Wörtern und das wurde dann zu einem Song.“</p>								</div>
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									<p><strong>Wenn ihr mehr zum Entstehungsprozess von „Erika“ wissen wollt, dann hört am 19.07 unbedingt bei KanalC rein!</strong></p>								</div>
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									<p>Schon bei ihrem ersten Song „Du und das schwarze Loch“ hat die Künstlerin sehr starke Bilder gezeichnet, die nicht unkommentiert blieben. Während die einen genau das an Paula Carolinas Musik lieben, fühlen sich andere dadurch angegriffen. „Und das ist im Leben ja immer so, sobald man aus der Reihe fällt“, erzählt sie. Es sei für sie völlig in Ordnung, wenn man anderer Meinung ist, gibt die Sängerin zu. Da ihre Texte aus ihrem Innersten kommen und sie sich dadurch ihren Hörer:innen offenbart, steht sie auch zu ihren Songs. Der lange Weg bis zur Veröffentlichung hilft Paula Carolina auch bei diesem Prozess.</p>								</div>
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									<blockquote><p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; color: #de358a;"><strong><em>„Mein Traum wäre es, dass ich meine Hörer:innen berühre und sie sich dann noch länger Gedanken machen.“ – Paula Carolina</em></strong></span></p></blockquote>								</div>
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									<p>Auch hofft die Musikerin ihre Berufung zum Job machen zu können. Dieses „ich sitze morgens am Klavier und schreibe Texte, ich treff meine Freunde und wir nehmen im Studio meine Musik auf“ gefällt ihr dabei besonders gut. „Ich kriege unglaublich viel Liebe zurück und ich kann auch unfassbar viel Liebe in dieses Projekt reinstecken“, schwärmt die Sängerin. Auch die Mischung zwischen Schauspielerin in den Musikvideos und Künstlerin, genießt sie sehr. Besonders wenn ein Projekt, so wie nun „Erika“, beendet ist, gibt es Paula Carolina viel Motivation. „Ich hoffe, dass es etwas bewirkt. Dass man einen Job hat, der etwas verändert und ein oder zwei Personen hilft und sie bewegt. Das finde ich daran unfassbar schön.“</p>								</div>
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									<blockquote><p style="text-align: center;"><span style="color: #de358a;"><strong><em>„Ich habe das erste Mal gefunden, was ich wirklich machen will. Seitdem ist mein Leben bunter geworden.“ – Paula Carolina</em></strong></span></p></blockquote>								</div>
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									<p>Wenn ihr mehr von der bunten Welt Paula Carolinas erfahren wollt, dann folgt ihr in den Sozialen Netzwerken!</p>								</div>
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									<p><strong>Presstige und KanalC bedanken sich recht herzlich bei Paula Carolina für das interessante Interview!</strong></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/07/zwei-frauen-eine-mundharmonika-und-amore-ein-interview-mit-paula-carolina/">„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Ein Interview mit Paula Carolina</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Internationaler Frauentag</title>
		<link>https://presstige.org/2021/03/internationaler-frauentag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Riesinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reklame für Pralinen und Blumen. So werben Geschäfte für den Weltfrauentag. Es scheint so als sei der Frauentag ein kommerzielles Kaufereignis bei dem…<br />
Bei dem was? Wofür steht der Frauentag eigentlich?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/03/internationaler-frauentag/">Internationaler Frauentag</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="18556" class="elementor elementor-18556">
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									<p><strong>Rekla</strong><b>me für Pralinen und Blumen. So werben Geschäfte für den Weltfrauentag. Es scheint so als wäre der Frauentag ein kommerzielles Kaufereignis bei dem…<br />Bei dem was? Wofür steht der Frauentag eigentlich?</b></p><p style="text-align: left;">Heute am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. An diesem Tag geht es nicht um Schokolade oder Blümchen, sondern um Frauenrechte und die Gleichberechtigung von Geschlechtern.</p>								</div>
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					<div id="elementor-tab-content-2311" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2311"><p>Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas  organisieren am 28. Februar 1909 einen ersten Frauentag in den USA an dem sie für das Frauenwahlrecht demonstrieren. Ihren Protesten schließen sich die bürgerlichen Frauenrechtlerinnen, die Suffragetten, an.</p></div>
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					<div id="elementor-tab-content-2312" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="2" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2312"><p>Die US-amerikanische Sozialistin May Wood Simsons bringt die Idee eines Frauentags auf die zweite internationale Frauenkonferenz  in Kopenhagen. Ihre Idee findet Anklang bei den deutschen Sozialistinnen Clara Zetkin und Käte Dunker, die sich für einen internationalen Frauentag einsetzen.</p></div>
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					<div id="elementor-tab-content-2313" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="3" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2313"><p>Der erste internationale Frauentag findet am 19. März in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn, der Schweiz und den USA statt. Gegenstand des Frauentags ist das Frauenwahlrecht. In den folgenden Jahren setzen sie ihre Forderung am Frauentag fort.</p></div>
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					<div id="elementor-tab-content-2314" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="4" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2314"><p>Mit Gründung der Weimarer Republik erreichen die Frauenrechtlerinnen ihr Ziel. Das Wahlrecht für Männer und Frauen ab 20 Jahren wird eingeführt. <br />Frauen erlangen das Wahlrecht auch in anderen Ländern, wie in: Österreich, Polen, Ungarn, Estland, Lettland und Georgien.</p><p>Die Forderung des Frauenwahlrechts ist erfüllt, weshalb andere Themen den Frauentag beherrschen. Unter anderem Arbeitsschutzgesetze, gleicher Anspruch auf Bildung und die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs.</p></div>
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					<div id="elementor-tab-content-2315" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="5" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2315"><p>Da der Frauentag eine sozialistische Bewegung ist, wird er im Nationalsozialismus verboten. An dessen Stelle wird der Muttertag eingeführt, der dem Frauenbild der Nationalsozialisten entspricht. Trotzdem verschwindet der Frauentag nicht ganz, sondern findet im Geheimen statt. Das Auslegen roter Gegenstände an Fenstern, das Aufhängen von roter Wäsche, sowie das Verteilen illegaler Flugblätter am 8. März gelten als Zeichen des Widerstands und sozialistischer Untergrundarbeit.  </p></div>
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					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2316" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="6" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2316"><p>Während der 8. März in der DDR als „Tag der Frau“ mit Großveranstaltungen zelebriert wird, findet er in der Bundesrepublik wenig Anklang. Nur eine kleine Minderheit engagiert sich noch für den Frauentag und es rücken Friedens- und Anti-Aufrüstungsgedanken in den Vordergrund.<br />Erst mit der neuen Frauenbewegung in den 70er Jahren gerät der Frauentag wieder ins Bewusstsein der Westdeutschen.</p></div>
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								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die UN und der Frauentag</h3>				</div>
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									<p>Im Jahr 1975, dem internationalen Jahr der Frau, organisierten die Vereinten Nationen zum ersten Mal am 8. März eine Feier. Seit dem Jahr 1977 feiert die UN jährlich am 8. März den Weltfrauentag mit einem jeweiligen Motto. <br />Das diesjährige Motto der UN lautet „Women in leadership: Achieving an equal future in a COVID-19 world.” Unter den beiden Hashtags #IWD2021 und #ChooseToChallenge sind auf Social Media Beiträge zum Weltfrauentag zu finden.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum der 8. März?</h3>				</div>
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									<p>Der 8. März als Frauentag geht auf streikende Frauen in Russland 1917 zurück. Bewohnerinnen eines armen Stadtviertels in St. Petersburg, Arbeiterinnen und Bäuerinnen protestierten und waren Auslöser der russischen Februarrevolution, welche die Zarenherrschaft in Russland beendete. Als Zeichen der Anerkennung für ihren Anteil an der Revolution wird der 8. März als Gedenktag eingeführt.</p><p>Eine andere Erklärung geht von einem spontanen Streik von New Yorker Textilarbeiterinnen 1857 aus, der angeblich am 8. März stattfand.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ist der 8. März ein Feiertag?</h3>				</div>
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									<p>Nur in Berlin ist seit 2019, als einziges Bundesland in Deutschland, der 8. März ein gesetzlicher Feiertag. <br />In anderen Ländern wie beispielsweise in Russland, der Ukraine, der Mongolei oder Laos ist der Tag ein nationaler Feiertag. In Nepal und Madagaskar zählt der Feiertag nur für Frauen und in China bekommen Frauen meist einen halben Tag frei.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Aber Frauen sind doch in Deutschland gleichberechtigt"</h3>				</div>
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									<p>Auch wenn Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes lautet „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, spiegelt sich das nicht in allen Bereichen des Alltags wieder. Das belegen auch Statistiken.</p><p>Eine <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1052373/umfrage/umfrage-zur-verwirklichung-der-gleichberechtigung-in-deutschland/">Umfrage</a> aus dem Jahr 2019 bei 30-59jährigen zeigt, dass 43% der männlichen Befragten und 69% der weiblichen Befragten finden, dass noch einiges getan werden muss, um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu erreichen. </p><p>Es fängt schon mit der Bezahlung an. So lag die <a href="https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Arbeitsmarkt/GenderPayGap.html">Gender Pay Gap</a> 2018 in Deutschland bei 20%. Das heißt Frauen verdienen im Durchschnitt ein Fünftel weniger als ihre männlichen Kollegen. Zum Vergleich, der EU-Durchschnitt liegt bei 15%. Ein Grund für die Differenz ist, dass fast jede zweite Frau in Teilzeit (weniger als 32 Stunden) arbeitet. In den Köpfen der Gesellschaft ist immer noch das Bild des Mannes als Ernährer und die Frau kümmert sich um die Kinder. Das zeigen auch <a href="https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_56_2020.pdf">Untersuchungen</a> des Wirtschafts- Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Bei Haushalten mit Kindern sind die Frauen überwiegend in Teilzeit beschäftigt, während die Männer die Hauptverdiener sind und in Vollzeit arbeiten.</p><p>Wenig überraschend leisten Frauen mehr unbezahlte Arbeit, sogenannte <em>Care Arbeit</em>, als Männer. Unter der Care Arbeit fällt die Haushaltsführung, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen. Diese macht bei Frauen 45 Prozent der Gesamtarbeitszeit aus, bei Männern nur 28 Prozent wie ein <a href="https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_56_2020.pdf">Report</a> des WSI ergibt.</p><p>Das wirkt sich auch auf die Rente von Frauen aus. Durch Teilzeitarbeit und längere Arbeitspausen erhalten sie durchschnittlich 46 Prozent weniger Rente als Männer.</p><p>Die Corona-Pandemie hat die Situation für Frauen nicht verbessert. Im Gegenteil, die Hausarbeit, die Kinderbetreuung und das Homeschooling bleiben überwiegend an Frauen hängen. In einer <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/user_upload/Spotlight_Rollen_und_Aufgabenverteilung_bei_Frauen_und_Maennern_in_Zeiten_von_Corona.pdf">Befragung</a> der Bertelsmann Stiftung geben 69 Prozent der Frauen an die generelle Hausarbeit zu übernehmen, während dies nur 11 Prozent der Männer behaupten. Auch finden 66 Prozent der Männer, dass die Hausarbeit und Kinderbetreuung gerecht aufgeteilt ist. Frauen teilen diese Ansicht nicht. Weniger als die Hälfte der Frauen findet die Arbeitsaufteilung gerecht. Das macht sich auch in ihrer Belastung bemerkbar. 49 Prozent der Frauen leiden sehr unter der aktuellen Situation und fühlen sich psychisch, emotional und körperlich an ihre Grenzen gebracht.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Gewalt gegen Frauen</h3>				</div>
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									<p>Aber nicht nur im beruflichen zeigen sich große Unterschiede zwischen Mann und Frau. Frauen werden weltweit nicht ausreichend vor Gewalt geschützt. Dabei kann Gewalt verschiedene Formen annehmen. Es wird zwischen physischer, körperlicher und sexueller Gewalt unterschieden.</p><p>Es ist erschreckend, dass rund 1,1 Milliarden Frauen nicht durch ein Gesetz vor sexueller Gewalt geschützt werden. Vor häuslicher Gewalt sind weltweit knapp 307 Millionen und vor körperlicher Gewalt etwa 310 Millionen Frauen nicht rechtlich geschützt, wie eine <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1121658/umfrage/frauen-ohne-gesetzlichen-schutz-vor-gewalt-weltweit-nach-straftat/#professional">Untersuchung</a> aus dem Jahr 2017 zeigt. Die Täter stammen meist aus dem unmittelbaren Umfeld der Frauen und sind oftmals Lebenspartner oder der Ehemann.</p><p>In Deutschland waren 2019 fast 115.000 Frauen von Gewalt in der Partnerschaft betroffen. Anders ausgedrückt: 80 Prozent der Opfer von häuslicher Gewalt waren Frauen. Die Dunkelziffer ist vermutlich höher, da viele Frauen keine Anzeige gegen den Täter erstatten. Es liegen noch keine Zahlen vor, wie sich die Corona-Pandemie auf die häusliche Gewalt ausgewirkt hat, aber es ist mit einem Anstieg zu rechen. Telefonische Hilfestellen erreichten 2020 etwa 20 Prozent mehr Anrufe als 2019 im gleichen Zeitraum.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Frauentag in Augsburg</h3>				</div>
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									<p>Wenn DU etwas gegen diese Ungerechtigkeiten unternehmen möchtest, dann aufgepasst!</p><p>Das Frauen*streikkomitee Augsburg veranstaltet heute um 14:30 Uhr am Rathausplatz eine Kundgebung und Demonstration, die sich für eine geschlechtergerechte Gesellschaft einsetzt. Weitere Informationen und Veranstaltungen rund um den Frauentag sind unter der <a href="https://frauenstreikaux.blackblogs.org/">Website</a> des Frauen*streikkomitees Augsburg zu finden. </p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/03/internationaler-frauentag/">Internationaler Frauentag</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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