Autoren des Artikels

Julia Muhm

Medienstudentin. Manchmal mehr oder weniger kreativ. Mit den diversesten Gedanken, Ideen und Ansichten.

3 Kommentare

  1. bertaB auf |

    Prostitution ist weit mehr, als ein belächeltes „ältestes Gewerbe der Welt“ auf der einen oder eine „Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sittlichkeit“. Was ist denn das für eine Spanne? Wollt ihr das Thema nun ernst nehmen – oder nicht? Prostitution steht besonders für Ausbeutung und Gewalt.

    Dann der Ausdruck „käufliche Liebe“… Genau darum geht’s: Liebe ist nämlich nicht käuflich, sondern etwas, das zwischen zwei Personen auf Augenhöhe stattfindet. Und nur dann. Alles andere sind Beziehungen, die von Ungleichheit und Machtgefälle geprägt sind. Wie die „Beziehung“ zwischen Freier und Frau in der Prostitution.

    Ich finde es gut, dass ihr euch des Themas annehmt – aber vielleicht solltet ihr nochmal vertiefend recherchieren? Zum Beispiel hier http://www.emma.de/thema/prostitution-der-ueberblick-317533 oder hier http://www.trauma-and-prostitution.eu/ oder hier http://www.trauma-and-prostitution.eu/ oder hier http://abolition2014.blogspot.de/

    1. Gerhard Schönborn auf |

      Die hier angegebenen Links finde ich auch sehr informativ (Abolition2014, EMMA) und hilfreich (Trauma and Prostitution)

  2. Gerhard Schönborn auf |

    Warum Augsburg den Titel „Hauptstadt der Prostitution“ bekommen hat, ist einfach zu erklären. In Augsburg wird genau hingeschaut. Und deshalb gibt es verlässliche Zahlen. In Berlin, wo ich seit über zehn Jahren als Streetworker an einem Straßenstrich arbeite, wird schon immer weggeschaut. Als in den 1970er/80er Jahren minderjährige Mädchen – manchmal 14, 15 oder 16 Jahre alt – mit der Prostitution ihr Heroin finanzierten, hat die Politik das Problem weitgehend ignoriert. Heute stehen an der gleichen Straße überwiegend südosteuropäische Frauen. Die „Freunde“, die sie abkassieren, stehen manchmal nur wenige Meter entfernt oder warten in den nahegelegenen Cafés, dass ihnen das Geld gebracht wird. Die Polizei kontrolliert die Frauen, ob sie volljährig sind. Mehr kann sie nicht machen. Und die Politik? Sie schaut wieder weitgehend weg oder lässt sich von den Lobbyverbänden einlullen, die ihnen erzählen, Zwang und sexuelle Ausbeutung seien kein Problem. Sie sprechen stattdessen von „der legalen“ oder „der selbst bestimmten Prostitution“. Aber „selbst bestimmt“ ist in diesem Milieu kaum etwas.

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