<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>selbstversuch Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
	<atom:link href="https://presstige.org/tag/selbstversuch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://presstige.org/tag/selbstversuch/</link>
	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 25 May 2020 19:57:32 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.8</generator>

<image>
	<url>https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/02/Logo-80x80.jpg</url>
	<title>selbstversuch Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
	<link>https://presstige.org/tag/selbstversuch/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">172887149</site>	<item>
		<title>3 Wochen vegan &#8211; Ein Selbstversuch</title>
		<link>https://presstige.org/2020/05/3-wochen-vegan-ein-selbstversuch/</link>
					<comments>https://presstige.org/2020/05/3-wochen-vegan-ein-selbstversuch/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Antonia Weinmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 06:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[vegan in augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[vergan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=14527</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt vermutlich wenige Themen, die so euphorisch und zugleich kritisch thematisiert werden wie vegane Ernährung. „Vegan ist ungesund“, „Ich kaufe nur Bio ein, das ist nicht so schlimm“, „Ich könnte niemals auf … verzichten“ sind Aussagen, die man immer...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/05/3-wochen-vegan-ein-selbstversuch/">3 Wochen vegan &#8211; Ein Selbstversuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-14558" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-300x200.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-1536x1025.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0550-2048x1367.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Foto: Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>



<p>Es gibt vermutlich wenige Themen, die so euphorisch und zugleich kritisch thematisiert werden wie vegane Ernährung. „Vegan ist ungesund“, „Ich kaufe nur Bio ein, das ist nicht so schlimm“, „Ich könnte niemals auf … verzichten“ sind Aussagen, die man immer wieder hört, wenn es um das Thema Veganismus geht. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die überzeugt von ihrer Lebensweise sind. „Kein Tier sollte für mich leiden und sterben müssen“ oder „Veganismus hilft der Umwelt, den Tieren und der eigenen Gesundheit“ sind Sätze aus der Perspektive eines Veganers, die zumindest mich zum Nachdenken angeregt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Allgemeines zur veganen Lebensweise</h4>



<p>Ein<em> „ethisch motivierter völliger Verzicht auf tierische Produkte bei der Ernährung u.a.</em>“ nennt sich Veganismus. In Deutschland ernähren sich ca. 10% der Bevölkerung vegetarisch. Unter diesen 8 Millionen Menschen befinden sich etwa 500.000 bis 1,2 Millionnen Veganer*innen. Auch weltweit hat sich Veganismus in den letzten Jahren als Trend entwickelt und man geht von ca. 1 Milliarde Menschen aus, die sich entweder vegetarisch oder vegan ernähren. Viele entscheiden sich aus ethischen Gründen für eine vegane Ernährung oder eine vegane Lebensweise. Sie möchten nicht für das Leiden oder Sterben von Tieren mitverantwortlich gemacht werden. Ein Beispiel, das relativ gut erklärt, wieso nicht nur auf Fleisch verzichtet wird, ist die Haltung und Aufzucht von Kühen. Damit eine Kuh Milch geben kann und der natürliche Milchfluss beginnt, werden Kühe schon im jungen Alter künstlich befruchtet. Ist das Kälbchen männlich, wird daraus in den meisten Fällen Kalbsfleisch. Wenn das Kälbchen weiblich ist, wird dieses schon sehr früh von seiner Mutter getrennt und später auch zur Milchkuh. Milchkühe werden nach einigen Jahren geschlachtet, sobald ihre Milchleistung nachlässt. Dies ist etwa nach einem Drittel der Lebenszeit, die eigentlich für sie erreichbar wäre. Durch die Milchproduktion entsteht also eine große Anzahl an Nachwuchs, was wiederum zu mehr Schlachtungen führt.&nbsp;</p>



<p>Erhöhte Treibhausgase durch Massentierhaltung treiben auch den ein oder anderen Umweltschützer zum Veganismus. Außerdem gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die nachweisen, dass zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht bei einer rein pflanzlichen Ernährung wesentlich seltener vorkommen, weshalb auch manche Leute, bei denen die eigene Gesundheit im Fokus steht, dem Vegan-Trend folgen. Allerdings muss man bedenken, dass gerade bei einer pflanzenbasierten Ernährung ein Mangel an kritischen Nährstoffen entstehen kann. Vitamin B12 zum Beispiel ist essentiell für die Blutbindung, spielt eine wichtige Rolle bei diversen Stoffwechselvorgängen und ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten, weshalb hier in jedem Fall auf ein Supplement zurückgegriffen werden muss. Man spricht vom Veganismus als „ein Kind des 20. Jahrhunderts“ und vor allem in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass zum einen die Zahl der vegan-vegetarisch lebenden Menschen ansteigt und zum anderen, dass immer mehr vegane Produkte mit dem V-Label und Fleischalternativen auf den Markt kommen. Der Trend lässt sich bei veganen Kochbüchern, veganer Mode und Kosmetik wiederfinden und es gibt einige Stars, wie zum Beispiel Miley Cyrus oder Johnny Depp, die offen über ihre vegane Lebensweise sprechen und das auch promoten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausgangssituation</h4>



<p>Vor diesem Selbstversuch habe ich nie ernsthaft darüber nachgedacht mich  vegan zu ernähren. Ich bin einer von den Menschen, die gesagt haben „Ich könnte niemals auf Honig verzichten“ und da ich auch ganz gerne backe, wobei Zutaten wie Butter und Eier häufig ein „Muss“ sind, habe ich mir eine vegane Lebensweise eher schwierig vorgestellt. Allerdings konnte ich auch häufig verstehen, wenn mir jemand erklärt hat, wieso er oder sie auf eine vegane Ernährung umgestiegen ist.&nbsp;</p>



<p>Relativ spontan habe ich dann beschlossen eine „Vegane Woche“ zu machen, nachdem ich wie viele andere auch in der Quarantänezeit etwas mehr Langeweile als sonst hatte und mit meiner Schwester gemeinsam ausprobieren wollte, wie schwierig es uns fallen würde, eine Woche lang komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Da ich generell sehr selten Käse oder Fleisch esse und auch schon vor längerem auf pflanzliche Milch umgestiegen bin, hatte ich vermutlich nicht die schwierigste Ausgangssituation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Herausforderungen</h4>



<p>Eine große Herausforderung zu Beginn war für mich das richtige Einkaufen. Uninformiert darüber wie es lecker, gesund und intelligent ist eine vegane Ernährung zu starten, habe ich bei meinem ersten Einkauf tatsächlich nur Gemüse, Obst und einen Alpro-Joghurt gekauft. Es ist wirklich etwas frustrierend, wenn man mit der Annahme, dass ein Lebensmittel mit dem Siegel „Vegetarisch“ auch gleichzeitig vegan ist, falsch liegt, weil viele Produkte wie Kekse, Chips, bestimmte Brotsorten oder Fertiggerichte Süßmolkenpulver oder Milchzucker enthalten. Vielleicht hatte ich also Pech bei meinem ersten Einkauf, aber gefühlt waren in jedem zweiten Produkt, von dem ich ausgegangen bin, dass es vegan ist, tierische Inhaltsstoffe. Außerdem hatte ich viele Lebensmittel zu Hause, die ich auf täglicher Basis nutze, wie z. B Müsli mit Schokoladenstücken, nicht vegane Gemüsebrühe oder einen Honig-Dill Senf, wo ich mir im Vorhinein beim Essen nie mehr Gedanken dazu gemacht habe, für die ich jetzt aber eine Alternative brauchte. Eine weitere Herausforderung war für mich eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung. Nach einigen Tagen, an denen ich wirklich nur Salat oder Gemüse mit Reis und Nudeln gegessen habe, hatte ich das Gefühl müder zu sein als sonst und ich habe ein größeres Hungergefühl verspürt. Vegane Ersatzprodukte wie z. B Joghurt, Eis oder Milch auf pflanzlicher Basis sind zwar etwas teurer als tierische Milchprodukte, aber den Kostenaspekt würde ich nicht als Herausforderung sehen, weil man stattdessen Lebensmittel wie Eier oder Fleisch weglässt, die relativ gesehen teurer sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-14531" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-300x225.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-1536x1152.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/Vegan-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Foto: Antonia Weinmann</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Positive Erfahrungen und meine Empfehlungen</h4>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Die soeben genannten Herausforderungen haben sich primär in den ersten Tagen abgespielt und logischerweise habe ich dann angefangen zu recherchieren, denn mit starkem Hungergefühl und einer einseitigen Ernährung hat der Selbstversuch nicht so viel Spaß gemacht. Sehr positiv war, dass viele aus meinem Bekanntenkreis, die vegan sind und mitbekommen haben, dass ich versuche mich vegan zu ernähren, reichlich Tipps und Empfehlungen hatten. So habe ich gelernt, dass vor allem pflanzliche Eiweiße hilfreich für ein Sättigungsgefühl sind,  in Hülsenfrüchten vorkommen und auch noch eine gute Eisenquelle sind. Außerdem habe ich einige YouTube Videos von veganen YouTubern wie zum Beispiel <a href="https://www.youtube.com/channel/UCejh3m8fALljdG8JQRtucdw" class="aioseop-link">Philipp</a> oder <a href="https://www.youtube.com/channel/UCFw1gYrUPyPnOJs3R8J8Nag" class="aioseop-link">Vegains DE</a> gesehen, die ihre veganen Einkäufe aus diverse Supermarktketten vorstellen, so dass ich weniger frustriert und mit mehr Plan und Struktur einkaufen gehen konnte. Vor allem DM und Rossmann sind empfehlenswert, wenn man pflanzliche Lebensmittel sucht, da das Sortiment dort fast ausschließlich vegan ist und man „die Qual der Wahl“ hat. In Woche zwei hatte ich also nicht das Gefühl „Vegan ist langweilig“, sondern ich hatte Spaß daran, neue vegane Produkte zu entdecken und hatte eine ausgewogene Ernährung mit Hülsenfrüchten, Gemüse, veganer Schokolade etc. und um ehrlich zu sein ist nicht das Gefühl entstanden, als würde mir irgendetwas fehlen. Deshalb habe ich beschlossen mein Selbstexperiment auf 3 Wochen zu verlängern, um so viel wie möglich auszuprobieren. Zum Beispiel hat es mich interessiert wie veganer Fleischersatz schmeckt, weshalb ich einige Produkte von „LikeMeat“ und aus dem Veggie Sortiment von Aldi probiert habe. Mein erster Gedanke war, wieso Leute überhaupt noch „Normales Fleisch“ essen, wenn man geschmacklich keinen Unterschied schmeckt, aber weiß, dass man gerade etwas genießt, wofür kein anderes Lebewesen leiden musste. Auch war es für mich wichtig, zu testen wie machbar es ist vegan zu backen, weshalb ich das ebenfalls einige Male ausprobiert habe. Mit pflanzlicher Margarine statt Butter und Ei-Ersatz hatte ich auch hier keine Probleme sondern habe eher eine positive Erfahrung gemacht. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass je nachdem was man backt Schwierigkeiten auftreten können. Wenn ich nochmal neu starten könnte, würde ich mich von Beginn an auf Blogs und Instagram informieren, wie eine gesunde und leckere vegane Ernährung aussieht. Sehr empfehlen kann ich den Blog <a href="https://www.eat-this.org" class="aioseop-link">Eat this! </a> wo es nicht nur tolle Rezeptinspirationen gibt, sondern auch Tipps für einen sinnvollen veganen Vorratsschrank oder Experimente zu Themen wie „Less Food Waste!“.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vegan in Augsburg</h4>
</div></div>



<figure class="wp-block-embed-instagram wp-block-embed is-type-rich is-provider-instagram"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/BqX0pbHhk9P/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/BqX0pbHhk9P/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">View this post on Instagram</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg)"></div></div><div style="margin-left: auto;"> <div style=" width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);"></div></div></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;"></div></div></a><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/BqX0pbHhk9P/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Studierendenwerk Augsburg (@stw_augsburg)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Sogar unsere Mensa an der Uni Augsburg hat bewiesen, dass sie vegan-freundlich ist.  Die letzten Jahre gab es auch immer anlässlich zum Weltvegantag am 01. November ein besonderes Gericht.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed-instagram wp-block-embed is-type-rich is-provider-instagram"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B_kYOceBopR/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B_kYOceBopR/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">View this post on Instagram</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg)"></div></div><div style="margin-left: auto;"> <div style=" width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);"></div></div></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;"></div></div></a><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B_kYOceBopR/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Zuhause essen+leben (@z.u.h.a.u.s.e)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Im&nbsp;<a href="https://www.zuhause-augsburg.de/" class="aioseop-link broken_link">ZUHAUSE</a> in Augsburg ist alles vegan und Genuss steht hier großgeschrieben. Von selbstgemachten Kuchen bis hin zu veganen Burgern und Suppen, gibt es dort vor Ort und Online einige vegane Köstlichkeiten zu entdecken.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed-instagram wp-block-embed is-type-rich is-provider-instagram"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/CAYCouMqJMA/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/CAYCouMqJMA/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">View this post on Instagram</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg)"></div></div><div style="margin-left: auto;"> <div style=" width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);"></div></div></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;"></div></div></a><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/CAYCouMqJMA/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by himmelgrün (@cafe_himmelgruen)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Das <a href="https://www.cafe-himmelgrün.de" class="aioseop-link">Café Himmelgrün</a> bietet ebenfalls viele vegane Alternativen und ab Montag, dem 25. Mai, können wir uns auch wieder auf eine schöne und leckere Zeit mit Innengastronomie freuen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed-instagram wp-block-embed is-type-rich is-provider-instagram"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B7DRNxkh0ub/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B7DRNxkh0ub/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">View this post on Instagram</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg)"></div></div><div style="margin-left: auto;"> <div style=" width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);"></div></div></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;"></div></div></a><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B7DRNxkh0ub/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by MOM&#39;S TABLE MOVEMENT (@momstablemovement)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Leckere, vitale und vegane Gerichte gibt es auch im <a href="https://momstable.com/philosophie/" class="aioseop-link broken_link">MOM´S TABLE</a>. Das nachhaltige Restaurant möchte gesunde Ernährung zugänglich machen und dabei eine positive Wirkung auf die Gesellschaft nehmen.  </figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Selbstversuch vorbei&#8230; was jetzt?</h4>



<p>Nachdem meine 3 Wochen, in denen ich konsequent pflanzliche Produkte zu mir genommen habe, vorbei sind, bin ich nicht direkt wieder dazu verleitet mich normal zu ernähren. Ganz im Gegenteil. Je mehr ich mich in das Thema eingearbeitet habe, umso mehr Gefallen habe ich daran gewonnen. Ich ernähre mich viel bewusster und drehe mittlerweile bei jedem Supermarkteinkauf die Verpackung um und schaue mir die Inhaltsstoffe an&#8230; und wenn möglich nehme ich das vegane Produkt. Ich hatte im Großen und Ganzen nicht so viele Schwierigkeiten mit der Ernährungsweise wie ich mir ursprünglich vorgestellt habe. Allerdings war ich nicht auf Reisen, wo Essen ja auch ein Stückchen Kultur bedeutet oder in Situationen wie Familienfesten, Geburtstagen etc., wo man es schwerer hat vegane Alternativen vorzufinden. Ich muss gestehen, dass ich noch immer schwer auf Honig verzichten kann, und da ich meinen Honig direkt vom Imker habe, ist hier meiner Meinung nach auch kein schlechtes Gewissen nötig. Ich werde versuchen in Zukunft so gut wie möglich auf tierische Produkte zu verzichten, weil ich mir bewusst bin, was ich unterstütze, wenn ich tierische Produkte konsumiere. Allerdings kann und will ich mich nicht in ein Label zwängen, das mir nicht erlaubt an vereinzelten Tagen auch mal eine Ausnahme zu machen. Ich würde einen solchen Selbstversuch jedem empfehlen, egal wie gerne man tierische Produkte isst. Denn obwohl Veganismus oft missverstanden wird, ist es meiner Meinung nach eine Lebensweise, die eine Auseinandersetzung damit wert ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/05/3-wochen-vegan-ein-selbstversuch/">3 Wochen vegan &#8211; Ein Selbstversuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2020/05/3-wochen-vegan-ein-selbstversuch/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">14527</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Meditation &#8211; Mindblowing oder Humbug?</title>
		<link>https://presstige.org/2019/09/meditation-mindblowing-oder-humbug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Josephine Euler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2019 07:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[stressvermeidung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=11837</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Mini-Experiment Ich sitze im Schneidersitz mit geschlossenen Augen auf dem Teppich in meinem WG-Zimmer und versuche mich auf die leise Frauenstimme aus einem YouTube-Video zu konzentrieren, während nebenan die Waschmaschine versucht, ins All zu starten und die Bauarbeiter unten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/09/meditation-mindblowing-oder-humbug/">Meditation &#8211; Mindblowing oder Humbug?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Ein Mini-Experiment </h3>



<p>Ich sitze im
Schneidersitz mit geschlossenen Augen auf dem Teppich in meinem WG-Zimmer und
versuche mich auf die leise Frauenstimme aus einem YouTube-Video zu
konzentrieren, während nebenan die Waschmaschine versucht, ins All zu starten
und die Bauarbeiter unten vor dem Haus die Säge herzzerreißend kreischen lassen.
So startet mein Mini-Experiment „Sieben Tage Meditation“. </p>



<p>Meditation. Mit diesem Begriff
verband ich automatisch das Klischee eines farbenfroh gekleideten Hippies, der
mit geschlossenen Augen im Schneidersitz auf der Erde sitzt und laut „Ooooommm“
vor sich hin nuschelt. Dass ich das selbst mal machen würde, hätte ich
eigentlich nicht gedacht. „Das ist mir viel zu langweilig, rumzusitzen und
nichts zu tun“, war meine bisherige Einstellung dazu. Zuviel Stress und daraus
resultierende andauernde Kopfschmerzen brachten mich dann doch dazu, zu
recherchieren. Natürlich hatte ich vorher schon einmal was über Meditation
gehört, es aber eher mit einer Art religiöser Praktik verbunden, als mit einer
Entspannungsmethode. </p>



<p>Und nun sitze ich hier an
Tag 1 meiner Challenge. Ich soll mir einen Wald vorstellen. Ich gebe mir alle
Mühe, die „leise zwitschernden Vögel“ und das „Rauschen der Bäume“ zu hören,
allerdings gelingt mir das nicht unbedingt gut, was möglicherweise auch an der
Geräuschkulisse liegt. Nach vier Minuten mentalem Waldspaziergang habe ich
meine erste kleine Meditation hinter mir und öffne die Augen. Erstes Fazit:
Vielleicht sind 7 Tage doch zu lang.</p>



<p>In Anbetracht der ersten weniger
erfolgreichen Meditation, erscheint mir das Thema der heutigen Meditation „Du
schaffst das!“ sehr passend. Die Waschmaschine hat heute Ruhetag und auf der
Baustelle wird glücklicherweise mal nicht gesägt. Mit der Konzentration klappt
es auch schon besser. Dafür komme ich mir schon ein bisschen dämlich vor, als
ich mich selbst laut sagen höre: „Ich schaffe das!“ und „Ich bin ein toller
Mensch mit ganz vielen Talenten!“ Nach ganzen ambitionierten 16 Minuten endet
die Meditation, aber eigentlich kam es mir gar nicht so lange vor. &nbsp;</p>



<p>Am nächsten Morgen muss
ich zugeben, dass ich mich auf meine Viertelstunde Meditation schon freue. Auf
dem Programm steht eine Mantra-Meditation aus einem Podcast für mehr
Gelassenheit. Während der Meditation soll ich immer wieder den Satz „Auch das
geht vorbei.“ wiederholen, tief ein- und mit einem Seufzer ausatmen. Ich bin
froh, dass meine Mitbewohner im Urlaub sind, denn diese Geräuschkulisse ist
nicht gerade jugendfrei. Nach elf Minuten Seufzerei ist es vorbei, und ich öffne
die Augen. Auch, wenn ich diese Meditation bestimmt nicht noch einmal mache,
habe ich irgendwie das Gefühl, dass es mir diesmal schon viel leichter gefallen
ist. </p>



<p>An Tag 4 habe ich meinen
Wecker verschlafen und die Meditation, die sonst immer morgens geplant war,
muss leider auf abends verschoben werden. Nun ist der Wecker für morgen
gestellt, die Zähne sind geputzt und ich sitze im Schlafanzug auf dem Bett,
bereit für meine Einschlaf-Meditation. Eine ruhige Frauenstimme nimmt mich mit
auf „eine Reise durch meinen Körper“. Ich höre bewusst auf meinen Atem,
versuche meine Gedanken ruhig zu stellen und mich zu konzentrieren. Die
Meditation zeigt Wirkung und ich schaffe es gerade noch, unter die Decke zu
schlüpfen und mein Handy und das Licht auszumachen, bevor ich auch schon
wegdämmere. Das hat doch besser geklappt als gedacht. </p>



<p>Am nächsten Tag nehme ich
mir die Zeit für eine 17 Minuten lange Meditation. Für die richtige Stimmung
habe ich mir eine Kerze angezündet und sitze vorschriftsmäßig in Yogi-Position
auf dem Boden. Ich drücke auf Play und schließe die Augen. Die ruhige
Frauenstimme ist zwar sehr angenehm, aber heute ist einfach nichts zu machen.
Meine Gedanken schweifen ständig ab, zu der leckeren Lasagne von vorhin, zu
meinem nächsten Arbeitstag, und so weiter und sofort. Nach 17 Minuten
Konzentrationskampf öffne ich die Augen, nachdem sich die Stimme aus dem
Podcast verabschiedet hat und bin frustriert. Das hat schon mal besser
geklappt.&nbsp; </p>



<p>Ganz nach dem Motto
„Never change a winnig team“, kehre ich an Tag 6 zu einer Einschlaf-Meditation
zurück. Diesmal ist es eine Meditation mit einer Männerstimme, die mich 10
Minuten lang in den Schlaf reden soll. An die ersten fünf Minuten kann ich mich
auch noch erinnern, dann muss ich wohl eingeschlafen sein. So langsam finde ich
wirklich Gefallen an diesen Einschlaf-Meditationen. </p>



<p>An Tag 7 und damit am letzten Tag meiner kleinen Challenge bin ich motiviert, noch einmal was Neues zu versuchen und probiere eine Visualisierungs-Meditation aus. Sie soll „die Sonne in mein Herz lassen“ und für gute Laune und innere Wärme sorgen. Klingt gut. Los geht’s. 10 Minuten lang stelle ich mir vor, wie mein Herz mit jedem Schlag goldenes Licht in meinen Körper pumpt. Ich bin konzentriert, nicht mal die Bauarbeiter schaffen es heute, mich zu stören. Nach der Meditation öffne ich die Augen und fühle mich zwar nicht erleuchtet, aber doch ziemlich entspannt. </p>



<p>Obwohl ich dem Thema
Meditation anfangs sehr skeptisch gegenüberstand und eigentlich dachte, dass
das nur was für Mönche oder Esoteriker ist, muss ich sagen, dass mich diese
paar Minuten „Kopf-Abschalten“ am Tag doch sehr entspannt haben. Ich werde es
auf jeden Fall weiter versuchen, wenn vielleicht auch nicht täglich. </p>



<p>Fazit: Meditation ist für
mich auf jeden Fall kein Humbug (mehr)! Als „mindblowing“ würde ich es aber
auch nicht unbedingt beschreiben. Es braucht schon ein bisschen Zeit, bis man
sich darauf einlassen kann. Aber wenn man die Hemmungen einmal überwunden hat,
lohnt es sich. </p>



<p>Kopfschmerzen hatte ich jedenfalls
die ganze Woche nicht. Ob das Zufall ist? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/09/meditation-mindblowing-oder-humbug/">Meditation &#8211; Mindblowing oder Humbug?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">11837</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Plastikfrei leben: Ein Selbstversuch</title>
		<link>https://presstige.org/2019/08/plastikfrei-leben-ein-selbstversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Hellmeier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2019 19:24:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[alternative]]></category>
		<category><![CDATA[muell]]></category>
		<category><![CDATA[öko]]></category>
		<category><![CDATA[Plastik]]></category>
		<category><![CDATA[plastikfrei]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[umweltfreundlich]]></category>
		<category><![CDATA[umweltschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=11738</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mittwoch früh, 8:30 Uhr, ich schleppe mich verschlafen ins Bad, nehme Zahnbürste und Zahnpasta und beginne, mir die Zähne zu putzen. Ich hab es eilig, klar, immer komme ich zu spät. Schnell springe ich unter die Dusche, drücke mein Shampoo...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/08/plastikfrei-leben-ein-selbstversuch/">Plastikfrei leben: Ein Selbstversuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mittwoch früh, 8:30 Uhr, ich schleppe mich verschlafen ins Bad, nehme Zahnbürste und Zahnpasta und beginne, mir die Zähne zu putzen. Ich hab es eilig, klar, immer komme ich zu spät. Schnell springe ich unter die Dusche, drücke mein Shampoo aus der Plastiktube, Conditioner, Shower Gel, Rasierschaum, Rasierer. Ich creme mir den Körper und das Gesicht ein und nutze meine Asthma-Medizin. Make-Up ins Gesicht, Puder, Concealer, Wimperntusche verwischt, Mist &#8211; Wattestäbchen, Lippenstift, Kajal. Schnell noch Deo.</p>



<p>Warum ich euch meine chaotische Morgenroutine aufzähle? In der ersten halben Stunde meines Tages komme ich auf 18 Plastikprodukte, die ich auf kurz oder lang wegwerfen werde. Wegwerfplastik also. Als wir begonnen haben über unseren Plastikverbrauch zu reden, dachte ich noch, “Schön und gut, wichtiges Thema und super interessant. So viel Plastik verwende ich aber gar nicht. Immerhin gehe ich immer brav mit Jutebeuteln einkaufen.” Jetzt kann ich sagen: weit gefehlt! Denkt man sich mal für einen kleinen Moment durch seinen Alltag, wird einem erst richtig bewusst, wie sehr jeder Bereich unserer Gesellschaft auf Plastik angewiesen ist. Geht doch mal mit plastik-geprimten Augen in eine Drogerie, uns persönlich wurde ein bisschen schlecht. Unser Vorhaben: eine Woche komplett auf Plastik verzichten. Wie schwer kann das schon sein? Schnell wurde aus einer Woche zwei, denn schon gekaufte Produkte müssen erst aufgebraucht werden, dann drei. Dies und jenes kann man übrigens so und so ersetzen. Mittlerweile versuchen wir seit fast 6 Wochen auf Wegwerfplastik zu verzichten. Es ist ein Prozess und jeden Tag wird weiter nach neuen Alternativen gesucht.&nbsp;<br></p>



<p>Es gibt mittlerweile bestimmt schon tausende solcher Artikel, dennoch würden wir gerne unsere Reise mit euch teilen. Euch erwartet hier kein Masterplan, sondern eher unsere Erfahrungen, Tipps und Tricks aber auch unsere Schwierigkeiten mit dem Thema.&nbsp;<br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der tagtägliche Einkauf im Supermarkt</h2>



<p>Fangen wir mit den grundlegenden Dingen an: Der erste Lebensmitteleinkauf wirkt relativ ernüchternd. Zugegeben &#8211; ich bin da ohne Hintergrundwissen und ohne Rezept oder Plan rein. Eine halbe Stunde später, besteht mein Resultat aus Gemüse, das auch nicht sonderlich vielseitig aussieht, sowie Milch, Joghurt und Gewürzgurken im Glas. Meine ersten Gedanken? Wie soll ich ohne Käse auskommen, oder tatsächlich eben auch, ohne Fleisch? Tatsächlich finde ich im Rewe meiner Wahl keinen Käse und kein Fleisch ohne Plastikverpackung. Geht man an die Sache etwas systematischer ran, finden sich auch im herkömmlichen Supermarkt “plastikfreie” Alternativen. Um Papier-, Papp- und Glasverpackungen kommt man dabei nicht rum.&nbsp;</p>



<p>So komme ich am Ende doch auf ein gutes plastikfreies Frühstück. Obst, Joghurt im Glas, Haferflocken in Papier, Honig im Glas, Eier in Pappe, Aufstriche und Nutella in Gläsern, auch Brot gibt es beim Bäcker ohne Probleme plastikfrei. Schwieriger wird es für herzhafte Frühstücker, die gerne Käse, Wurst oder Speck essen. Für Mittag- und Abendessen gestaltet sich der Einkauf ebenfalls nicht leicht: Reis und Nudeln finden sich nur in Plastik. Selbst die Nudeln, die in einem Pappkarton daherkommen, haben noch ein kleines Fensterchen aus Plastik. In der Gemüseauswahl ist man plötzlich auch eingeschränkt. Ausgerechnet der Brokkoli ist ausnahmslos in Plastik verpackt und wird deswegen schweren Herzens im Laden zurückgelassen. Auch Salate oder Champignons, wie auch Kräuter und Gewürze kommen in herkömmlichen Supermärkten quasi nicht ohne Plastik aus. Genauso sieht es übrigens mit jeglichem Putzmittel oder auch Küchentüchern und Klopapier aus.&nbsp;<br></p>



<ul class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.30-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11743" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11743" class="wp-image-11743" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.30-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.30-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.30.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="800" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-1-von-5.jpg" alt="" data-id="11745" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11745" class="wp-image-11745" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-1-von-5.jpg 1000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-1-von-5-400x320.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-1-von-5-768x614.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.31-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11746" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11746" class="wp-image-11746" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.31-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.31-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.31.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption><br></figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.57-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11788" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11788" class="wp-image-11788" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.57-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.57-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.57.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul>



<p><strong><em>Wohin also, um all diese Dinge ohne lästige Plastikverpackung zu bekommen?</em></strong><br></p>



<p>Es gibt noch Hoffnung für meinen Brokkoli: Für frisches, regionales und verpackungsfreies Obst und Gemüse kann man immer zum <strong>Stadtmarkt</strong>*, wer also in Innenstadtnähe wohnt oder auf dem Heimweg am Kö vorbeifährt, kann ohne Probleme dort plastikfrei kaufen. Gerade auch eigentliche Drogeriemärkte haben mittlerweile eine Lebensmittelabteilung. Bei DM* zum Beispiel gibt es Nudeln in Papierverpackung, viele Brotaufstriche und auch Kekse.</p>



<ul class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.04-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11793" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11793" class="wp-image-11793" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.04-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.04-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.04.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.041-1024x768.jpeg" alt="" data-id="11794" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11794" class="wp-image-11794" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.041-1024x768.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.041-400x300.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.041-768x576.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.041.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.02-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11795" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11795" class="wp-image-11795" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.02-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.02-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.02.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul>



<p>Und <strong>rutaNatur</strong>*, ein Traumladen für jeden, der plastikfrei leben möchte. Der Unverpacktladen in der Prinzregentenstraße bietet so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Es fängt an mit Haferflocken, Nüssen, Nudeln, Reis, Obst, Gemüse und so ziemlich allem anderen, was sich in großen Mengen kaufen lässt. Einfach Tupperdosen oder leere Einweggläser mitbringen, stöbern und shoppen. Außerdem finden sich hier Putzmittel aller Art, die man sich selbst “zapfen” kann, sowie Klo- und Küchenpapier. Auch Butter, Käse, Milch, Sahne und Joghurt, gibt es hier plastikfrei. Einziger Nachteil: es kann teuer und schwer werden.<br></p>



<ul class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.34-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11747" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11747" class="wp-image-11747" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.34-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.34-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.34.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.331-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11748" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11748" class="wp-image-11748" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.331-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.331-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.331.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.33-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11749" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11749" class="wp-image-11749" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.33-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.33-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.33.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.321-1024x768.jpeg" alt="" data-id="11750" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11750" class="wp-image-11750" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.321-1024x768.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.321-400x300.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.321-768x576.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.321.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.32-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11751" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11751" class="wp-image-11751" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.32-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.32-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.32.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.311-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11753" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11753" class="wp-image-11753" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.311-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.311-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-24-at-15.23.311.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-4-von-5.jpg" alt="" data-id="11754" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11754" class="wp-image-11754" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-4-von-5.jpg 1000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-4-von-5-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/ZeroWaste-4-von-5-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180356-1-1024x768.jpg" alt="" data-id="11777" data-link="http://presstige.org/20190730_180356-2/" class="wp-image-11777" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180356-1-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180356-1-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180356-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180509-1024x768.jpg" alt="" data-id="11771" data-link="http://presstige.org/20190730_180509/" class="wp-image-11771" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180509-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180509-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190730_180509-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.00-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11789" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11789" class="wp-image-11789" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.00-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.00-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.13.00.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.59-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11790" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11790" class="wp-image-11790" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.59-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.59-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.59.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.591-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11791" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11791" class="wp-image-11791" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.591-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.591-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-10.12.591.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Körperhygiene und Plastikfrei?</strong></h2>



<p>Bei rutaNatur* findet ihr übrigens auch einiges zur Körperpflege. Seit einiger Zeit sind die festen Shampoos in aller Munde (also nicht wortwörtlich, ihr wisst was ich meine): Ich als Teilzeit-Öko bin vor etwa anderthalb Jahren auf den Trend aufgesprungen. Ergebnis meiner Langzeitstudie: Effektiv, platzsparend und sogar gut für den Geldbeutel, da sie eine sehr lange Lebensdauer haben. Es handelt sich dabei einfach gesagt um konzentriertes Shampoo und ihr bekommt es mittlerweile sogar für wenig Geld in der Drogerie (z.B. Alverde* festes Shampoo bei DM*). Es gilt einfach durchprobieren, nicht aufgeben und nicht frustriert sein, wenn’s manchmal doch nicht ohne die herkömmliche Kur geht. Haare müssen sich auch umgewöhnen. Wer es noch günstiger möchte, kann zu Haarseife greifen. Diese kann bei hartem Wasser jedoch Kalk (“Kalkseife”) binden und zu mattem, glanzlosen Haar führen. Hier kann (statt der herkömmlichen Kur aus der Drogerie) ab und an eine “Saure Rinse”, eine Spülung mit Apfelessig, helfen (2 EL Essig auf 1 Liter Wasser, ohne es wieder auszuspülen). Klingt zunächst befremdlich, aber der Essiggeruch verfliegt wirklich schnell. Auch an dieser Thematik wird deutlich: Um ein bisschen Recherche kommt man wahrscheinlich nicht rum, aber es geht!</p>



<p>Geht man plastik-geprimt durchs Leben, fallen einem nicht nur die Plastikfallen auf, sondern auch die zahlreichen Alternativen. Für so gut wie alle Produkte im Badezimmerschrank gibt es plastikfreie Wege: Festes Deo als Creme oder Stein, Zahnpastatabs und Bambuszahnbürsten, sogar feste Bodylotion konnte ich beim<strong> Seifenstadl</strong>* auf der Augsburger Dult auftreiben. Dieses kleine Team, das es sich zum Hobby gemacht hat, Seifen aller Art zu testen, berät auch ausführlich und gerne über festes Shampoo und Haarseifen, einfach mal anrufen (www.seifenstadl.de). Nebenbei steht die Selfmade-Option zur Verfügung, Arganöl statt Haaröl und Jojobaöl statt Feuchtigkeitscreme? Für uns fühlt es sich sogar gut an, zu den Naturprodukten zurückzukehren.</p>



<p>Doch nicht jeder kommt mit den Ersatzprodukten gleich gut zurecht. Für mich persönlich war die feste Zahnpasta beispielsweise ein No-Go. Ich brauche den minzig-frischen Zahnpasta Geschmack und ordentlich Schaum. Ein bisschen auf einem Tab rumzukauen verschafft mir da leider nicht genügend Zahnpflegebefriedigung. Auch bei festem Deo kann man seine Schwierigkeiten haben. Mit der Vorstellung, mir eine Art Creme selbst mit der Hand unter die Achseln zu schmieren, kam ich persönlich nicht klar. Auch hier gilt ausprobieren und das Richtige für sich finden. Bei <strong>“Mit Ecken und Kanten”</strong>* beispielsweise gibt es Deosticks in Pappe, für uns die optimale Lösung. Bei diesem Onlineshop könnt ihr günstige, faire und plastikfreie Produkte abstauben und nebenbei noch gegen Verschwendung ankämpfen. Daher ein kleines Shoutout an <a href="https://miteckenundkanten.com">https://miteckenundkanten.com</a>*.</p>



<p>Es gilt immer: Viele kleine Menschen können viele kleine Dinge tun und damit die Welt zum Positiven verändern. Nobody’s perfect!<br></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Plastikfrei im Alltag &#8211; Alternativen, Selfmade Plastikfrei und Plastikfrei unterwegs</strong></h2>



<p>Ihr habt es vielleicht schon bemerkt, wer wirklich komplett ohne Plastik auskommen möchte, muss manchmal kreativ werden. Habt ihr zum Beispiel schon mal Nudeln selbst gemacht? Es gibt online eine Menge einfacher Rezepte, für die ihr lediglich Öl, Mehl und wahlweise Ei benötigt &#8211; alles problemlos in Papier und Glas erwerblich.&nbsp;</p>



<p>Wir haben uns beispielsweise an selbstgemachten <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Gnocchi  (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.kohlundkarma.de/vegane-gnocchi" target="_blank">Gnocchi </a>versucht. Unser Fazit: So viel mehr Gehirnzellen als die Plastikverpackung aufzuschneiden und die Fertig-Gnocchi in kochendes Wasser zu werfen, braucht es nicht. Plus: Die Hände im Mehl-Kartoffel-Matsch zu vergraben macht sogar ein kleines bisschen Spaß. Und es lohnt sich! Übrigens auch sehr lecker und plastikfrei: selbstgebackenes Brot. Wir haben das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Rezept (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alnatura.de/de-de/kochen-und-geniessen/rezeptsuche/schnelles-weizenvollkornbrot" target="_blank">Rezept</a> von Alnatura ausprobiert. Super einfach und wirklich lecker. Wenn ihr also mal etwas Zeit habt, probiert es doch aus. Selbstgemacht schmeckt doch irgendwie immer besser.<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/MJJ-1-von-1.jpg" alt="" class="wp-image-11741" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/MJJ-1-von-1.jpg 1000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/MJJ-1-von-1-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/MJJ-1-von-1-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Plastikfreie, vegane selfmade Gnocchi aus nur drei Zutaten</figcaption></figure>



<p>Auch für herkömmliches Putzmittel gibt es gute Alternativen. Neben dem Gang zum Unverpackt-Laden, kommt man auch mit Zitronensäure, Essigkonzentrat und Natron wirklich gut um die Runden, ganz ohne Chemiekeule. Klar, der Essiggeruch ist etwas gewöhnungsbedürftig, doch genauso geht es uns mit Putzmittel, das uns immer den chemisch-beissenden Duft einer öffentlichen Toilette ins Badezimmer zaubert.&nbsp;<br></p>



<p>Daheim plastikfrei zu leben funktioniert also halbwegs, wenn man die richtigen Läden kennt und keine Kosten scheut. Ganz anders sieht das unterwegs aus: Muss es mal schnell gehen, so bleibt einem meist nur die Option des Wegwerfplastiks. In der Uni gibt es zwar mehr und mehr Alternativen für plastikfreie Studis, trotzdem lauern immer noch überall Plastikfallen. Auch beim Feiern werden einem immer wieder Steine in den Weg gelegt und der Verzicht auf ein Cocktail to go ist nicht so einfach. Zero Waste bedeutet nunmal viel Planung. Immer eine Wasserflasche und einen Jutebeutel im Gepäck haben und Stullen schmieren ist angesagt. Zugegeben: Die eigene Brotzeit schmeckt doch eigentlich am Besten, das Problem ist eher die Faulheit, sich eine solche zuzubereiten. Das Ganze dann in das plastikfreie Behältnis nach Wahl einpacken und mitnehmen.&nbsp;</p>



<p>Ein Go-To Tipp, den wir in der Hinsicht für euch ausprobiert haben, sind übrigens Bienenwachstücher. Für diejenigen, die dem Trend noch nicht begegnet sind: Es handelt sich um eine Art Butterbrotpapier- oder Alufolien-Ersatz.&nbsp;<br>Die mit Bienenwachs beschichteten Tücher haften wie Frischhaltefolie aneinander und haben den Vorteil, dass man sie danach einfach abspülen und wiederverwenden kann.&nbsp;<br>Diejenigen, die kein Vermögen dafür opfern wollen in Besitz solcher Tücher zu kommen (z.B. bei rutaNatur*), können sie auch ganz leicht daheim selbst machen. Lediglich Stoffreste, Bienenwachs und optional Jojobaöl braucht ihr dafür. Weil das wirklich easy ist, verzichten wir auf ein ausführliches Tutorial und geben euch stattdessen einen Einblick in unseren eigenen ersten Anlauf.<br></p>



<ul class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_201405-1024x768.jpg" alt="" data-id="11758" data-link="http://presstige.org/20190821_201405/" class="wp-image-11758" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_201405-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_201405-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_201405-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><br></figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_202201-1024x768.jpg" alt="" data-id="11760" data-link="http://presstige.org/20190821_202201/" class="wp-image-11760" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_202201-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_202201-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_202201-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_203413-1024x768.jpg" alt="" data-id="11761" data-link="http://presstige.org/20190821_203413/" class="wp-image-11761" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_203413-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_203413-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/20190821_203413-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.271-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11797" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11797" class="wp-image-11797" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.271-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.271-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.271.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.27-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11798" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11798" class="wp-image-11798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.27-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.27-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-26-at-19.18.27.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-23-at-09.46.541-2-768x1024.jpeg" alt="" data-id="11799" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=11799" class="wp-image-11799" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-23-at-09.46.541-2-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-23-at-09.46.541-2-300x400.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/WhatsApp-Image-2019-08-23-at-09.46.541-2.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li></ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Unser Fazit</strong></h2>



<p>Alles was hier steht klingt für euch super aufwendig und nach viel hin und her gerenne nur für den ollen Brokkoli? Da kauft ihr doch lieber schnell beim Edeka um die Ecke welchen in Plastik, statt durch die halbe Stadt zu fahren. Ihr möchtet eben manchmal die Schoki aus der Kindheit oder den Lieblingsfrischkäse. Ja, und das ist auch okay so. Dieses kleine Projekt hat vor allem unser Bewusstsein für unseren Plastikverbrauch erweitert. Das Wichtigste ist unserer Meinung nach, einfach mal anzufangen. Step by Step, niemand verlangt eine 180 Grad Wendung. Beschäftigt man sich einmal mit dem Thema, fallen einem immer mehr Dinge auf, die man ersetzen oder einfach streichen kann. Wir können beide sagen, dass sich unser Plastikverbrauch im Vergleich zu vorher definitiv reduziert hat. Wir denken jetzt zweimal nach, bevor wir zu einem Produkt mit Plastikverpackung greifen. Dennoch gibt es nicht nur schwarz und weiß. Die einstige Lieblingsbioabteilung in der Drogerie glänzt zwar mit dem einen oder anderen plastikfreien Produkt, bekommt von uns aber auch Kritik. Die vielen veganen Leckereien und Öko-Rohkostriegel sind eigentlich eine ganz schöne Plastiksünde, und schmücken sich dennoch mit dem umweltfreundlichen Reformhaus Image. Die Thematik erscheint quasi endlos und bedarf oft eine Menge Aufwand und Recherche. Gerade im medizinischen Bereich ist Einwegplastik momentan das hygienischste Verpackungsmaterial, soll man deswegen komplett auf Medikamente verzichten? Außerdem: Wer sagt beispielsweise, dass Glas so viel besser ist als Plastik? Es ist deutlich schwerer, was bei langen Transportwegen mehr Co2 Emissionen bedeutet. Es wird bei hohen Temperaturen hergestellt und die Reinigung (beispielsweise in Pfandsystemen) braucht Tonnen von Wasser. Besser als plastikfrei ist immer noch ganz ohne Müll und jede Alternative hat auch ihre Nachteile. Dennoch ist es wichtig, irgendwo zu beginnen. Das Plastik eine Gefährdung unserer Umwelt darstellt, ist mittlerweile wahrscheinlich jeder/jedem klar. Wir wollen nicht missionieren oder mit dem Finger auf die bösen Plastiknutzer zeigen, aber vielleicht konnten wir den ein oder anderen zu einem bewussteren Umgang motivieren. Das ist nämlich das Gute an diesem “Trend”, die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für das Thema wird stark erhöht. Alleine die Tatsachen, dass Drogerien inzwischen festes Shampoo anbieten und die Unverpackt-Läden wie Pilze aus dem Boden schießen, zeigen: Wir können gemeinsam etwas erreichen und das ist definitiv erst der Anfang.&nbsp;<br></p>



<p>Ihr habt Tipps und Tricks, Fragen oder Artikelideen rund um den Bereich plastikfrei leben? Wir freuen uns über jeden Austausch in den Kommentaren oder auf Facebook und Instagram!&nbsp;</p>



<p><br></p>



<p><em>*Jegliche Laden- oder Markennennung ist unbezahlte Werbung und entspricht unserer persönlichen Meinung.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/08/plastikfrei-leben-ein-selbstversuch/">Plastikfrei leben: Ein Selbstversuch</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">11738</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Gratis Überleben</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joscha Steybe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 10:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[gratis]]></category>
		<category><![CDATA[rabattaktion]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=6454</guid>

					<description><![CDATA[<p>Logbuch des ultimativen (Fast-)Selbstversuchs Gratis, kostenlos, umsonst… Worte, die im gepflegten Studentenohr ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit auslösen dürften. Im Internet sammeln sich die virtuellen Schnäppchenjäger und holen zum großen Schlag aus: Gratis-Produkte ohne Ende! Oder doch nicht? Unser Redakteur...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/">Gratis Überleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Logbuch des ultimativen (Fast-)Selbstversuchs</h2>
<p><strong>Gratis, kostenlos, umsonst… Worte, die im gepflegten Studentenohr ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit auslösen dürften. Im Internet sammeln sich die virtuellen Schnäppchenjäger und holen zum großen Schlag aus: Gratis-Produkte ohne Ende! Oder doch nicht? Unser Redakteur hat den Selbstversuch angetreten und ist dabei nur knapp dem Verkauf seiner ach so reinen Seele entgangen – dank Ben!</strong></p>
<p><figure id="attachment_6505" aria-describedby="caption-attachment-6505" style="width: 939px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6505 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg" alt="Text: Joscha Steybe – Illustration: Lisa Luthardt" width="939" height="626" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg 939w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 939px) 100vw, 939px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6505" class="wp-caption-text">Text: Joscha Steybe – Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure></p>
<p>Ich habe Angst. Nur ein klein wenig, aber das ungute Gefühl ist da, etwas zu verlieren. Und das auch noch völlig freiwillig. Um was es sich dabei handeln mag? Nein, es ist nicht nur meine Seele. Zusätzlich geht es um jenes früher so hoch gehandelte Gut, dass heute oft mit Füßen getreten wird. Es lässt sich vielleicht sogar sagen, dass mancher ihm in diesen Zeiten exzessiver Nutzung sozialer Netzwerke mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. Die Rede ist von meiner Privatsphäre.</p>
<p>Ich jedenfalls wollte sie noch behalten, auch wenn das Angebot aus der Unterwelt sehr verführerisch war. Aber so verhält sich das wohl. Mein ausgeklügelter Plan: Ich lege mir ein Pseudonym zu, unter welchem ich fleißig alle noch so abstrusen Webseiten abgrase, die mir Gratis-Produkte anbieten. Die Entscheidung war schnell getroffen. Darf ich vorstellen: Ben Schmidt, so steht es nun am Briefkasten &#8211; definitiv ein Mann von Welt. Und einer möglichen Werbeflut ist dadurch Einhalt geboten, sobald das Schild wieder wegkommt!</p>
<h3>Der Hoffnungsvolle: Auf die Plätze, fertig, Ben</h3>
<p>Ben hat Lust. Ben ist davon getrieben, seine magere Studentenbörse zu entlasten. Aus diesem Grund begibt er sich in dieses ominöse Internet, von dem sein Umfeld immer voller Überschwang spricht. Gehört hat er viel, von Gutscheinen, kostenlosen Proben und Fresspaketen, die wie von Zauberhand an die Haustür geliefert werden. Ob das nur wilde Studentenfantasien sind? Gute Frage, denn die Webseiten wecken große Hoffnungen: „Gratisland“, „Gratisalarm“ und „Kostenloses“, um nur einige der verheißungsvollen Adressenbezeichnungen zu nennen. Je höher die Erwartungen, desto tiefer der Fall, der sich anschließend auch umgehend einstellt.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Ben soll einen Orangensaft kaufen, danach den Kassenzettel mit Bankverbindung an den Hersteller schicken, um einige Wochen später den Kaufpreis von 1,50 € zu erhalten &#8211; euer Ernst? Von solchen Angeboten wimmelt es und ich merke, wie sich langsam Unruhe und ein Anflug von Wut in Bens Gemüht drängt.</p>
<h3>Der Enttäuschte: Bei Ben purzeln unfreiwillig Kilos</h3>
<p>Mit solcher Rattenfängerei überlebt Ben nicht einmal das erste Frühstück. Ich sehe schon, wie die Kilos purzeln und ich die gesamte Verantwortung für Schmidts magere Figur schultern muss! Bestellt wird schlussendlich trotzdem, wenn auch nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen nach. Im virtuellen Geschenkkorb landen große Mengen Nahrungsergänzungsmittel, die unter anderem die Darmflora entlasten sollen: Ben ist außer sich vor Glück, Jubelschreie und wilde Freudensprünge sind die Folgen. Neben diesen sinnvollen Anschaffungen findet sich tatsächlich auch noch Sättigendes: Am Samstagmorgen gibt es Brötchen, direkt an die Tür geliefert und anscheinend soll Ben auch noch besondere Genussmomente mit künstlichen Tütensuppen erleben dürfen!</p>
<p>Und tatsächlich. Zwei Tage später hängt eine Tüte mit vier frischen Backwaren für Ben Schmidt an der Tür, ein Lichtblick! Was darauf folgt – eher ernüchternd. Nach zwei Wochen Wartezeit hat Ben lediglich die Möglichkeit, seinen Basenhaushalt auszugleichen und tatsächlich endlich die Darmflora zu entlasten – wenn das nichts ist, weiß ich auch nicht mehr! Das einzig Positive an der ganzen Sache: Ben! Wirklich ein feiner Kerl! Die Moral von der Geschicht? Glaub Lügen aus diesem Internet nicht!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/">Gratis Überleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6454</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 09:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[nachtleben]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[tausch]]></category>
		<category><![CDATA[teil 2]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=6415</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass Alkohol auch keine Lösung ist. Und so geht es weiter in Teil zwei.<br />
</strong></p>
<h3>Drei Zigaretten und ein cheesy Angebot für Lau oder: Warum Alkohol auch keine Lösung ist</h3>
<p>Wir erinnern uns: Nach dem missglückten Versuch einen ertauschten Lippenstift loszuwerden, habe ich beschlossen, meine Geschäfte mit etwas Spiritus wieder anzuheizen – und bin zum Bier zurückgekehrt. Das Bier präsentierend, frage ich nun ein dynamisches Männer-Gespann auf der Tanzfläche: „Hättet ihr Lust dieses Bier gegen etwas einzutauschen?“ (komische Präsentationsbewegung in meiner Handgegend). Nicht sonderlich angetan von meinem Angebot, lehnen sie ab: „Nein, wir mögen kein Bier.“ Einige Minuten Stille. Ein verstörter Blick auf den Vollbart des einen. Dann überschlagen sich die Ereignisse und ich verliere den Überblick. Zweierlei Dinge könnten in den nächsten Minuten passiert sein: Entweder habe ich noch verstörter gewirkt, als angenommen, sodass man mich nun beruhigen muss, oder – was mache ich mir hier eigentlich vor? Denn mit offensichtlich (!) sexy Absichten ergänzt einer der beiden Jungs nun ein cheesy Angebot: „Behalte dein Bier und wir schenken dir drei Zigaretten. Dafür bleibst du bei uns.“ Da steht sie also plötzlich im Raum, eine komische Flirt-Kiste – unangenehm, unübersehbar und bislang unkommentiert.</p>
<p>Nach den richtigen &#8211; weil respektvollen und zugleich eindeutig verneinenden &#8211; Worten suchend, beschließe ich erst einmal aufgesetzt locker zu lachen und eine peinliche Wink-Bewegung zu machen. &#8220;Ach lass mal!&#8221;, sage ich. &#8220;Ein anderes Mal vielleicht&#8221;, heuchle ich noch ein bisschen. Und nehme frech die Zigaretten an mich.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-3_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6421" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-3_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 3_Grafik" /></a></p>
<p>Die verstörenden Ereignisse auf der Tanzfläche einigermaßen verdrängt, wird mir nach meinen zwei missglückten Tauschversuchen bewusst: Alkohol ist eben auch keine Lösung. Jemand muss euch endlich die Wahrheit sagen! Am Ende werde ich mein Bier aber doch noch los. An David. Jedenfalls glaube ich, dass er so heißt, denn er bietet mir einen Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „David“ an. Ein wirklich schickes Teil: adrette Form, beruhigende Farben und praktische Handhabung. Kann man ja easy weitertauschen, denke ich. Also an einen David eben. Mist. Als ich diesen erneuten Schnitzer in meiner Methodik bemerke, hat David das Bier schon in der Hand.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-4_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6422" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-4_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 4_Grafik" /></a></p>
<h3>Zigaretten gegen Freikarten</h3>
<p>Mein Bier bereits an den Mann gebracht, fallen mir plötzlich die Zigaretten wieder ein. Ungelenk klemme ich sie mir zwischen die Finger und trage sie ins Freie. Dort treffe ich zwei nette Studenten. Sie geben mir zu verstehen, dass sie die Zigaretten gerne hätten, aber auch, dass sie nichts zum Tauschen anbieten können. Einer der beiden kramt etwas aus seiner Gesäßtasche – der vielleicht letzte Ort von dem ein Tausch-Gegenstand kommen sollte, denke ich vor mich hin. Das bestätigen dann auch die beiden Freikarten für den Touch Club, die er dort herausholt. „Dein Ernst?“, frage ich und werde etwas indiskreter, weil panisch: „Bekomme ich dein T-Shirt?“</p>
<p>Natürlich bekomme ich das T-Shirt nicht. Stattdessen frage ich mich weiter durch die Gruppe der Raucher. Keiner will tauschen. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und meine Zigaretten sehen bereits etwas unschön aus. Voller Demut krieche ich zurück, zurück zu zwei Freikarten für den verdammten Touch Club.<a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-5_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6417" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-5_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 5_Grafik" /></a></p>
<h3>Schlüsselanhänger gegen Tampon, Glocke und das mit dem halben Strip Club-Dollar</h3>
<p>Als ich den Club gegen vier Uhr verlasse, habe ich einen Schlüsselanhänger von und für David, zwei Freikarten für den Touch Club und kläglich versagt. Doch am Königsplatz nimmt mein Selbstversuch eine erneute Wendung. Dort treffe ich auf eine Gruppe, die sich fälschlicherweise als Franzosen ausgibt und richtigerweise Bock hat, zu tauschen. „Heißt von euch zufällig jemand David?“, frage ich eher rhetorisch als ernst. „Ja, wieso?“, entgegnet mir David. Ob man mich gerade verarscht, vermag ich durch meine müden Augen nicht mehr zu erkennen. Ebenso wie die Tatsache, dass ich es geschafft habe, mich noch weiter nach unten zu tauschen: zu einem Tampon und einer kleinen Glocke. „Sie läutet sogar“, rede ich mir ein und freue mich.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-6_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6424" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-6_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 6_Grafik" /></a></p>
<p>Getrieben vom scheinbaren Erfolg dieses Tauschgeschäftes versuche ich auch noch die Freikarten loszuwerden. Plötzlich vernehme ich die Worte „Dollar“ und „Strip Club“. Ich wittere einen guten Handel, doch der Besitzer hängt an seinem Dollar. Er bedeute ihm sehr viel, sagt er, sie seien eben dort gewesen, hätten Spaß gehabt. Von seinen Freunden und diversen Präsentationsbewegungen meinerseits zugrunde gerichtet, knickt er aber letztlich ein. Triumphierend schließe ich meinen Versuch ab: mit einem halben, rosafarbenen und sexy bedruckten (!) Dollar aus der „Golden Girls“ Tabledance-Bar. Und mit lustigen, netten wie fragwürdigen Bekanntschaften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-7_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6425" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-7_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 7_Grafik" /></a></p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6415</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2015 17:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[nachtleben]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[tausch]]></category>
		<category><![CDATA[teil 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=6432</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass Alkohol auch keine Lösung ist.</strong></p>
<h3>Bier gegen Lippenstift</h3>
<p>Mein Versuch beginnt am Samstag, den 10. Januar 2015, in der Augsburger Maximilianstraße. Der gut durchdachte Startgegenstand: eine wohltemperierte Flasche Augustiner. Neben dem Hotel „Steigenberger Drei Mohren“ treffe ich auf meine ersten Tauschpartner, eine Gruppe Mädels. Sie sehen durstig aus. Und reich. Also frage ich, ob sie gerne etwas gegen mein Bier tauschen wollen. Zu meiner Überraschung erhalte ich den ersten Gegenstand des Abends, einen Lippenstift. Angeblicher Wert: 35 Euro.</p>
<p><figure id="attachment_6419" aria-describedby="caption-attachment-6419" style="width: 5760px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-1_Grafik.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6419 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-1_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 1_Grafik" width="5760" height="4320" /></a><figcaption id="caption-attachment-6419" class="wp-caption-text">Text: Rebecca Naunheimer, Fotos &amp; Illustrationen: Paul von Platen</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Was denkst du, was ich am Ende des Abends mit nach Hause nehmen könnte?“, erbitte ich von der netten Besitzerin noch eine Prognose. Sie sagt: „Ein Männershirt.“ „Darauf habe ich auch spekuliert“, gestehe ich ihr. Dass wir damit beide falsch liegen, soll sich im Laufe der Nacht noch zeigen. Zuvor eine kurze Lagebesprechung: Auf Basis einer komplizierten Berechnung zur Maximierung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Tauschkontaktes entscheide ich, den Versuch in der Augsburger Maha Bar weiterzuführen.</p>
<h3>Lippenstift gegen Bier</h3>
<p>Dort erstickt die anfängliche Euphorie über den Lippenstift schnell in den muffigen Katakomben und der bitteren Erkenntnis, einen methodischen Fehler begangen zu haben. Mit dem geschlechtsspezifischen Gegenstand habe ich die Gruppe meiner potenziellen Tauschpartner mal eben um die Hälfte dezimiert. Verdammt.</p>
<p>Wie ein gruseliger alter Mann auf Aufreißer-Tour geiere ich also um die Frauen auf der Tanzfläche herum. Als ich die Ersten anspreche, ihnen vom Schneid und Wert des Lippenstifts berichte, blitze ich ab. Sie hätten überhaupt nichts zum Tauschen dabei, sagen sie. Damit macht sich der zweite methodische Fehler bemerkbar: Wenn sich schon in den Handtaschen der Mädels nichts für mich finden lässt, wie enttäuschend mag es dann in den Hosen der Jungs aussehen?</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Aber ich lasse nicht locker, frage weiter. Versuche möglichst sympathisch zu wirken, nicht gruselig. Also lache ich. Ich lache über jeden Witz, jeden Spruch, der mir begegnet. Hier und da klingt mein Lachen schrill und hysterisch. Vielleicht bringen meine Bemühungen auch deshalb keine Ergebnisse. Immer noch halte ich den verdammten Lippenstift in der Hand.</p>
<p>Aus Verzweiflung treffe ich eine folgenschwere Entscheidung: Ich gehe zur Bar. Nicht, was ihr jetzt denkt – wobei Saufen durchaus eine nette Idee gewesen wäre. Nein, ich habe entschieden, die Logik des Versuchs zu brechen und zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Dazu pirsche ich mich an eine sympathisch aussehende Blondine heran und frage: „Würdest du mir ein Bier kaufen, wenn ich dir diesen Lippenstift schenke?“ Mit dem Schneid einer Verkäuferin im Teleshopping mache ich mit meiner Hand eine fragwürdige Präsentationsbewegung und halte ihr den Lippenstift erwartungsvoll entgegen. Sie begutachtet ihn, wirkt nicht abgeneigt. Beinahe interessiert. Beiläufig erwähne ich, dass er einmal 35 Euro gekostet hat. Sie willigt ein. Im nächsten Moment halte ich wieder ein Bier in der Hand.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-2_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6420" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-2_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 2_Grafik" /></a></p>
<p>Mit meinem Bier streife ich erneut durch den Club, erwartungsvoll und optimistisch. Berechnend spreche ich zwei Jungs an – ich halte sie für sehr männlich und bier-affin, da tätowiert und gepierct. Sie lehnen ab. „Wir haben nichts zum Tauschen“, sagen sie. Aber ich versuche es erneut, und setze einen Blick auf, von dem ich denke, dass er ziemlich süß aussieht. So irgendwie. Jetzt bietet mir einer der Jungs seinen Kollegen an: „Du kannst ihn haben!“ Ich fühle mich geschmeichelt, lasse jedoch durchblicken, dass ich verzichte. Ich halte ihn für schlecht eintauschbar. In meinem Augenwinkel sehe ich, dass er, das Tauschobjekt, darüber erleichtert ist. Er wirkte zuletzt ängstlich und ablehnend. Als ich weggehe, frage ich mich, ob er dachte, ich hätte K.-o.-Tropfen in das Bier gemischt. Außerdem überdenke ich meinen süßen Blick.</p>
<p>Mit frischer Miene versuche ich es erneut bei einem dynamischen Männer-Gespann. Diesmal läuft es ein bisschen besser. Und auch komischer. Es folgt die vielleicht verstörendste Konversation des Abends und die Erkenntnis, dass Alkohol eben auch keine Lösung ist. All das lest ihr morgen in Teil 2 des Selbstversuchs.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6432</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Eine Woche ohne Kontovollmacht</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Giancaterino]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 17:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[kontovollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=6398</guid>

					<description><![CDATA[<p>Shit! „Wie kann es bloß sein, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist?“ Das ist wohl eine Frage, die sich jeder echte Student früher oder später einmal stellt. Nach der Erkenntnis folgt oft das Hadern. Hätte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/">Eine Woche ohne Kontovollmacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_6399" aria-describedby="caption-attachment-6399" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6399" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg" alt="Text: Florian Giancaterino - Illustration: Lisa Luthardt" width="1200" height="729" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px-400x243.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px-1024x622.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6399" class="wp-caption-text">Text: Florian Giancaterino &#8211; Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure></p>
<p><strong>Shit! „Wie kann es bloß sein, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist?“ Das ist wohl eine Frage, die sich jeder echte Student früher oder später einmal stellt. Nach der Erkenntnis folgt oft das Hadern. Hätte ich doch bloß nicht gleich am Anfang vom Monat die neue Jacke gekauft, hätte mich doch nur jemand davon abgehalten, letzten Mittwoch so viel beim Feiern auszugeben, hätten meine Freunde doch letztes Mal einfach nein zum Essen gehen gesagt&#8230; Jaja, hinterher ist man meistens schlauer und wüsste natürlich, wie sein Geld am besten einzuteilen gewesen wäre. Nichtsdestotrotz erreicht man den nächsten Monatsanfang irgendwie mit trockenem Brot, den letzten Vorräten und widerwilligen Spenden der Mitbewohner. Und diesmal will man alles besser machen. Man macht sich Gedanken, wie ein weiteres Dilemma vermieden und welche Präventivmaßnahmen ergriffen werden könnten.</strong></p>
<p>Spulen wir noch einmal zurück. Wie war das noch gleich? Hätten meine Freunde mich nur aufgehalten, hätte meine Mutter mir nur verboten, so viel Geld so unnütz rauszuwerfen. Naja, die Mutter wird mittlerweile bei vielen eher weniger Mitbestimmungsrecht über die Barschaft haben. Aber was wäre, wenn man wirklich seinen Freunden Rechte am eigenen Konto einräumen würde, wenn sie für einen bestimmen und verfügen könnten, ob Ausgaben wirklich nötig sind?</p>
<p>Ich wage nach den Weihnachtsfeiertagen den Selbstversuch um herauszufinden, ob ich die Kontrolle über mein Bares abgeben und daraus am Ende sogar einen Nutzen ziehen kann! Und um das Ganze aber wirklich in vollem Ausmaß spüren zu können, hört die Fremdbestimmung für mich keinesfalls beim nächsten Einkaufsbummel auf. Vielmehr wird nicht nur der Benzinverbrauch mit einem Veto belegt, sondern ebenso jede Mahlzeit, jeder Snack und wirklich nahezu jede erdenkliche Ausgabe. Einfach alles was kostet. Aber wird das helfen?</p>
<h3>Tag 1: „Grenzen setzen“</h3>
<p>Zunächst gilt es, ein paar Leute zu mobilisieren und ihnen klar zu machen, worum es geht. Als meine Freunde hören, dass sie die nächsten Tage die Kontrolle über meine Ausgaben haben, lassen sie sich nicht lange bitten. Allerdings jagt mir ihr breites Grinsen schon jetzt eine solche Angst ein, dass ich mich doch gezwungen sehe, die eine oder andere Bedingung festzulegen. So muss ich vor jeder Ausgabe grundsätzlich die Zustimmung von einem von ihnen einholen, zumindest per Handy. Strom, Straßenbahn fahren, und kaltes Wasser stehen mir aber frei. Das bedeutet: Heizung, Warmwasser, jegliche Mahlzeit und sogar Zähneputzen bedürfen einer Erlaubnis.</p>
<p>Nachdem das geklärt ist, verläuft der Tag weitestgehend ereignislos. Zunächst will man mir zwar das Abendessen verwehren, aber nachdem ich beinahe die gesamte Gruppe anschreibe, findet sich letztlich doch noch einer, der bereit ist, mir Abendessen und gleich auch noch das Zähneputzen für den Abend und den Morgen danach zu gewähren.</p>
<h3>Tag 2: A.I.</h3>
<p>Nachdem ich mir am Abend zuvor noch beruhigt dachte, dass das alles ganz locker laufen würde, weil ich einfach immer alle anschreiben müsste, um eine Genehmigung zu bekommen, muss ich am nächsten Tag feststellen: Meine Freunde sind lernfähig. Ihre künstliche Intelligenz hat sich weiterentwickelt. So hatten sie sich wohl abgesprochen und mein erster Kontakt an Tag 2 meint sogleich, ich müsse es bei den Anderen gar nicht erst probieren. Sie hätten einstimmig beschlossen, dass ich heute weder ein Frühstück noch eine warme Dusche bräuchte. Mir wird nahegelegt, den Nachtmittag mit Lernen zu verbringen. Und auch bei unserer lange geplanten Einkaufstour solle ich Geld sparen und dürfe, wenn überhaupt, in beratender Funktion tätig sein. Einigermaßen enttäuscht aufgrund des Verrats und zugegebenermaßen auch etwas wütend beschließe ich daraufhin, eine Runde Joggen zu gehen &#8211; ohne mir über die fatalen Konsequenzen im Klaren zu sein. Wie war das noch mit dem warmen Wasser? Laut fluchend und im Angesicht des beinah sicheren Todes begebe ich mich unter die eisige Dusche &#8211; mit der traurigen Gewissheit, dass es wohl nicht die letzte gewesen sein wird. Der restliche Tag verläuft recht ruhig, und dieses Mal ist mit ein wenig Höflichkeit und Betteln sogar ein Abendessen drin.</p>
<h3>Tag 3: Wär ich mal besser zuhause geblieben</h3>
<p dir="ltr">Auch der heutige Tag beginnt wie der letzte, ohne Frühstück und Dusche &#8211; und ich frage mich, ob größere Mengen Zahnpasta wohl sättigen. Mein Tag verläuft eher gemäßigt. Zwei Überwacher statten mir einen Kontrollbesuch ab, was mir sogar sehr entgegen kommt. Nun muss ich, zumindest vorübergehend, nicht mehr extra drei Leute anschreiben bei so ziemlich allem, was ich tun will. Das nervt mittlerweile echt. Am Abend gehen wir, wie geplant, zunächst Essen, dann ins Kino. Meine Mahlzeit fällt, wie nicht anders zu erwarten, gewohnt karg aus. Und es gelingt mir nur unter größter Mühe und etlichen Versprechungen und Verpflichtungen, meine Freunde dazu zu überreden, meinen Anteil der Rechnung zu übernehmen. Das war natürlich von ihnen alles vorbereitet und sie nutzen es wirklich eiskalt aus, dass ich denke, das wäre dieses Mal selbstverständlich. Im Kino jedoch weigere ich mich, auf untragbare Bedingungen einzugehen. Ich habe auch sonst nichts im Tausch anzubieten. Die Karte bekomme ich dann zwar nach langem hin und her spendiert, allerdings kommt mir Kino so ganz ohne Popcorn irgendwie fad vor.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Tag 4: Beggin, beggin you</h3>
<p>Ein altbekanntes Bild: Ohne Frühstück und dankend auf ein Eisbad verzichtend, beginnt dieser Tag wieder einmal mit schlechten Nachrichten. So wird mir zunächst doch tatsächlich die Nutzung meines Autos verweigert und empfohlen, das Fahrrad oder meine Füße zu nutzen. Da ich aber keinesfalls riskieren will, dass das womöglich in Anstrengung und folglich in eine Eisdusche ausartet, frage ich meinen Onkel, ob er mir sein Auto leihen könne, weil meins nicht anspringt. (Eine kleine Notlüge in Ehren). Sein Angebot, erst einmal nachzusehen, was nicht stimmt, wimmle ich mit der Ausrede, dass es dringend sei, ab. Als ich dann mit knapp zwei Stunden Verspätung endlich meinen Einkauf zu einem Ende bringen will, trifft mich auf dem Weg zur Kasse plötzlich die Erkenntnis, dass keiner meinen Einkauf abgesegnet hat. Und wenn ich mir so die Grimasse ansehe, die die Frau an der Kasse zieht, scheint es nicht so, als wäre sie zu Späßen oder eventuellen Tauschgeschäften aufgelegt. Ich stelle mich also an die Seite, zücke mein Handy und schreibe an meine Kontrolleure. Diese zeigen sich wenig kooperativ, aber ich habe noch ein Ass im Ärmel: Ich drücke auf die Tränendrüse, bitte und bettle (wieder) was das Zeug hält. Tatsächlich bekomme ich bis auf den Alkohol und die Süßigkeit alles abgesegnet. Jetzt schnell zurück zum Wagen, bevor es noch einen Strafzettel wegen Parken ohne Parkschein gibt. (Ausgaben einschränken und so). Und nachdem das mit dem Betteln so gut geklappt hat, entschließe ich mich, meinen Leuten einfach so lange in den Ohren zu liegen, bis sie mir auch eine zumindest lauwarme Dusche bewilligen. Und siehe da, schon bald hat einer ein Einsehen. Von meinen jüngsten Erfolgen befriedigt, finde ich einen ruhigen Schlaf.</p>
<h3>Tag 5: Sonntag halt</h3>
<p>Heute ist Sonntag, viel passiert nicht. Sonntag ist kein Tag, um groß Geld auszugeben. Was ich brauche, erbettle ich mir mühsam und aufwendig, komme aber gut durch den Tag.</p>
<h3>Tag 6: Erlöst/Abgenervt</h3>
<p>Der letzte Tag meiner Woche ohne Kontovollmacht steht wieder ganz im Zeichen des „Betteln und Nerven“-Prinzips. Meinen Freunden ist anzumerken, dass sie mittlerweile auch genug davon haben, mir wegen jedem kleinen Unsinn ihre Einwilligung zu geben. Vermutlich, weil es ihnen langsam langweilig wird, mich zu quälen. Diese Tatsache mache ich mir natürlich voll zu Nutzen und mache eine ganz kleine Shoppingtour. Je öfter ich frage, desto schneller wird letztlich nachgegeben -als ob es praktisch keine Begrenzung mehr gäbe. Als Fazit fallen mir nach diesen sechs Tagen vor allem zwei Worte ein: aufwendig und nervig. Denn letztlich war es genau das. Nach der Endabrechnung habe ich praktisch nur minimal, nämlich gut sechs Euro gespart. Im Nachhinein betrachtet, erwies es sich als wenig sinnvoll, jede noch so kleine Ausgabe unter ein Veto zu stellen. Das hat den Aufwand über den Tag hinweg wirklich enorm in die Höhe getrieben. Und je länger es dauerte, desto nerviger wurde es für mich und die Aufpasser. Am Ende bin ich zu zwei Erkenntnissen gekommen: Erstens, meine Freunde sind nicht ganz so asozial, wie zunächst befürchtet. Zweitens, habe ich gemerkt, dass ich meine Finanzen doch am besten selbst verwalte, da sich das wesentlich weniger aufwendig gestaltet und im Endeffekt keinen Unterschied macht. Außer vielleicht, dass ich die Schuld dann auf niemand anderen schieben kann, falls es am Anfang der letzten Monatswoche mal wieder heißt: „Leihst du mir bitte…“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/">Eine Woche ohne Kontovollmacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6398</post-id>	</item>
		<item>
		<title>From Nine to Five</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Petra Maier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2015 17:29:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[bar]]></category>
		<category><![CDATA[beim weissen lamm]]></category>
		<category><![CDATA[nacht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#27]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=5077</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Nacht in fünf Akten Das Beim Weissen Lamm gehört zu den festen Größen im Ausgeh-Repertoire eines Augsburger Studenten: Als Café, als Bar, als Brunch-Location am Sonntag oder als Austragungsort der legendären alternativen SOP. Kurzum: Wir kennen das Lamm. Oder:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/">From Nine to Five</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Eine Nacht in fünf Akten</strong></h2>
<p><strong>Das <a href="http://www.lamm-klub.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beim Weissen Lamm</a> gehört zu den festen Größen im Ausgeh-Repertoire eines Augsburger Studenten: Als Café, als Bar, als Brunch-Location am Sonntag oder als Austragungsort der legendären alternativen SOP. Kurzum: Wir kennen das Lamm. Oder: Wir meinen, es zu kennen. Doch wie ist es, wenn man eine ganze Nacht dort verbringt? Wir fanden es für euch heraus.</strong></p>
<p><figure id="attachment_6213" aria-describedby="caption-attachment-6213" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/I.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6213 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/I.jpg" alt="I" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/I.jpg 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/I-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6213" class="wp-caption-text">Text: Petra Maier – Fotos: Petra Maier &amp; Natalia Sander</figcaption></figure></p>
<p>Es ist ein gewöhnlicher Samstagabend in den Semesterferien. Als wir ins <em>Lamm</em> kommen, ist der Laden noch fast leer. Unsere Blicke wandern auf die weiße Wanduhr: 20:55 Uhr – gerade noch rechtzeitig zur Happy Hour und Zeit für die erste Aufgabe: Wir lassen uns beibringen, wie man ein Sommerlamm (zu sahnig!) und einen Touchdown (gut wie immer!) mischt. Im Vorfeld konnte uns das <em>presstige</em>-Team nämlich Aufgaben stellen, die wir im Laufe des Abends erfüllen müssen.</p>
<p><strong>Erster Akt: der Platzwechsel </strong></p>
<p>Wir verlassen die Theke und setzen uns oben auf die Couch. Seit dem Umbau gibt es erstaunlich viele Sitzmöglichkeiten. Eigentlich wollten wir ja ein Möbel-Ranking erstellen – aber es gibt einfach zu viele Plätze. Wie man bei den ganzen Möbeln tanzen soll, ist auch fraglich. Als sich der erste Cocktail langsam dem Ende neigt, stimmen wir uns auf die nächste Challenge ein – wir müssen zehn Selfies mit Fremden machen. Die ernüchternde Erkenntnis kommt schnell: Sexy kriegen wir heute leider nicht hin.</p>
<p>Die Musik – anfangs kaum wahrnehmbar – wird lauter. Irgendwann verschwinden die Lyrics und der Musik-Mix lässt sich nur noch als „irgendwas mit Elektro“ beschreiben. Wir fragen uns, wer für die Musikauswahl zuständig ist und wann der Musikstil wechselt. Überhaupt kommen immer mehr Fragen auf. Wer hat zum Beispiel das große Bild mit dem <em>Lamm</em> übermalt und warum? Statt Antworten zu finden, trinken wir weiter und kümmern uns um die eigentlichen Aufgaben.</p>
<p><strong>Zweiter Akt: zurück an die Arbeit</strong></p>
<p>Um kurz vor 22 Uhr geben wir der Origami-Challenge eine Chance. Und versagen auf ganzer Linie: Während Natalias Papierkonstruktion wenigstens fliegen kann, sieht meine einfach nur hässlich aus. Nachdem wir uns zwanzig Minuten von der missratenen Aufgabe erholt haben, wagen wir uns wieder an die Selfies. Der erste Versuch scheitert – auf dem Bild sind nur die zwei Typen zu sehen. Danach klappt’s dann doch und wir kommen überraschend gut voran. Liegt vermutlich daran, dass man „Selfie“ auf jeder Sprache der Welt versteht.</p>
<p>Zwischen zehn und elf füllt sich der Laden, an der Bar wird es stressiger. Komischerweise sind überwiegend Männer da. Teilweise sogar in Tracht, wahrscheinlich direkt vom Plärrer. Die Verkleidung passt jedenfalls nicht wirklich zu den Elektro-Beats, die konstant lauter werden. Es ist warm, die Hitze macht schläfrig. Wir beschließen, uns etwas frische Luft zu gönnen – die ist durch den Zigarettenqualm allerdings kaum existent. Auf einem Schild an der Tür steht, dass man keine Getränke mit rausnehmen darf. Wir sind bestürzt. Was ist nur aus dem <em>Lamm</em> und der Ludwigstraße geworden? Früher war alles besser. Wir unterhalten uns mit ein paar Mädels und machen ein Selfie mit ihnen. Mit Duckface, so richtig klischeemäßig.</p>
<p> [<a href="https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/">See image gallery at presstige.org</a>] </p>
<p><strong>Dritter Akt: der Selfie-Run</strong></p>
<p>Wie schon zuvor befürchtet, tanzt keiner. Das liegt vermutlich an den ganzen Möbeln. Dennoch: Seit wann ist das <em>Lamm</em> eine Sitz-Bar geworden? Und das, obwohl der Laden jetzt so ziemlich voll ist. Die Musik passt eher in einen Club als in eine Bar. Es ist kurz vor Mitternacht. Die Schlange an der unteren Bar wird immer länger. Wir machen das siebte Selfie mit einem Spanier, der uns begeistert zutextet. Wir verstehen kein Wort von dem, was er uns da fröhlich erzählt und entscheiden uns für die altbewährte Taktik: Lächeln und Nicken. Auf einmal haben wir einen Selfie-Run und machen ein Bild nach dem anderen. Der DJ verschwindet derweil auf der ­Toilette, die Musik hört dennoch nicht auf. Faszinierend. Um halb eins haben wir die Selfie-Challenge erledigt. Was für ein Gefühl! Es wird Zeit, sich einer neuen Aufgabe zu stellen.</p>
<p><strong>Vierter Akt: das Durak-Desaster</strong></p>
<p>Wir möchten jetzt jemandem das russische Kartenspiel Durak beizubringen. Unsere Mitspieler sind zwei Typen, die mehr nach Tattoo-Convention als nach Kartenspielen aussehen. Allzu schwer ist das Spiel eigentlich nicht, dennoch verzweifeln wir etwas an der Aufgabe. Entweder wir sind unfähig, etwas so Simples zu erklären oder unsere Gegenspieler hören einfach nicht zu. Die Musik wird immer lauter, Natalia muss beim Erklären fast schon schreien. Überraschenderweise kriege ich meine Karten als Erste los. Es ist jetzt ein Uhr und die Bar leert sich etwas. Ob es da einen Zusammenhang mit der Musik gibt? Die erste Spielrunde läuft immer noch – was machen die da nur? Am Ende hat Natalia keine Stimme mehr und ich habe verloren. Was für ein Abend.</p>
<blockquote><p><strong>Die Aufgaben* des Abends:</strong></p>
<ul>
<li>Mindestens zehn Selfies mit Fremden = check</li>
<li>Origami-Figuren basteln = fail</li>
<li>Drei Handynummern kriegen = check</li>
<li>Alle Möbelstücke probesitzen = versucht</li>
<li>Kicker spielen = check (in einer anderen Bar&#8230;)</li>
<li>Jemandem Durak beibringen = check</li>
<li>Lernen, Drinks zu mischen = check</li>
<li>Ehrliche Komplimente verteilen = nicht versucht</li>
<li>Ice Bucket Challenge mit einem Schnapsglas-Bucket = vergessen</li>
<li>Jede volle Stunde einen anderen Shot trinken = zu teuer</li>
<li>Getränke umsonst bekommen = nicht versucht</li>
<li>Etwas mitgehen lassen = nicht versucht</li>
</ul>
<p>*Das Nachmachen der Aufgaben geht auf eigene Gefahr. Eltern haften für ihre Kinder.</p></blockquote>
<p><strong>Fünfter Akt: das abrupte Ende</strong></p>
<p>Immerhin gibt uns einer unserer Karten-Mitspieler seine Handynummer. Nicht, dass wir sonderlich scharf darauf gewesen wären, aber wir müssen an diesem Abend drei fremde Nummern kriegen. An sich ist das gar nicht so schwer: Wir treffen eine Horde Spanier, die einen kleinen Plüschaffen namens Pablo dabei hat. Zwei der Spanier fragen wir nach ihrer Nummer – Bingo, mission completed. So langsam verlagert sich die Party nach draußen. Um 02:47 Uhr wollen wir noch einmal ein Bier bestellen – und werden abgewimmelt. Was ist da los? Keine Drinks? Um zehn vor drei werden schließlich das Licht an- und die Musik ausgemacht. Der Rauswurf. Die Theke wird geputzt, es riecht nach Glasreiniger. Um kurz vor drei verlassen wir resigniert den Laden.</p>
<p>Da die Nacht noch jung ist, gehen wir nach einem kurzen Stopp in der Tanke auf einen Absacker in die <a href="https://www.facebook.com/pages/Zur-Brezn/417883084958497" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Brezn</em></a>. Dort legen wir noch eine Runde Tischkicker ein – was eigentlich eine Aufgabe fürs <em>Lamm</em> gewesen wäre. Obwohl mein Team von Anfang an dem Untergang geweiht ist und das Unvermeidliche eintrifft – wir verlieren haushoch –, findet der Abend damit ein gelungenes Ende. In einer anderen Bar, vollkommen anders, als wir es erwartet hätten.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/12/Cover.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 27: Wohnen<br />
</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 27 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/12/ausgabe-27-wohnen/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige27/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/wohnen/">Der Schwerpunkt Wohnen</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/">From Nine to Five</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2015/01/nacht-in-einer-bar/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5077</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Selbstversuch: Halbmarathon</title>
		<link>https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/</link>
					<comments>https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2014 13:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[marathon]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[sportwoche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://presstige.org/?p=4360</guid>

					<description><![CDATA[<p>Laufen gegen mich selbst Joggen, um den Kopf frei zu bekommen, sich in der Bewegung vergessen, einfach laufen – das kenne ich nur aus Erzählungen. Für mich ist Joggen ein ständiger Kampf, bei dem permanent Fragen durch meinen Kopf ziehen:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/">Selbstversuch: Halbmarathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Laufen gegen mich selbst</h2>
<p><strong>Joggen, um den Kopf frei zu bekommen, sich in der Bewegung vergessen, einfach laufen – das kenne ich nur aus Erzählungen. Für mich ist Joggen ein ständiger Kampf, bei dem permanent Fragen durch meinen Kopf ziehen: „Warum tue ich das hier?“ Und vor allem: „Wann kann ich endlich aufhören?“ Ich bin dafür einfach nicht veranlagt, glaube ich. Trotzdem habe ich mich für einen Halbmarathon angemeldet.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4370" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png" alt="halbmarathon münchen juli 2014 017" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>Es gibt zwei Arten von Reaktionen, die man erwarten kann, wenn man seine Teilnahme an einem Halbmarathon bekannt gibt: grenzenlose Bewunderung oder etwas à la „naja, das würd ich auch noch ohne Training schaffen.“ Das entspricht dem Wesen des Halbmarathons. Es ist nicht der ganze Marathon, man geht nicht wirklich an die Grenzen, sondern läuft nur 21,1 Kilometer, vielleicht das Doppelte von dem, was andere zweimal die Woche laufen. Trotzdem ist es für mich eine große Sache. Ich habe letztes Jahr schon an einen Halbmarathon in der Nähe von London teilgenommen. Es war nett, viele ältere englische Herren, die dann unerwartet schnell losgerannt sind, ich hinterher. Letztes Jahr lief die Vorbereitung nicht optimal, trotzdem habe ich es geschafft, irgendwie, auch wenn ich, wie ich jetzt aufrichtiger weise gestehen muss, zwischendurch ein bisschen gegangen bin. Aber ich habe überlebt, kein Kollaps, es kam kein Sauerstoffzelt zum Einsatz, das war so vorher auch nicht unbedingt abzusehen.</p>
<h3>Phase eins: Anmeldeeuphorie<strong><br />
</strong></h3>
<p>Dieses Mal wird alles anders, dachte ich, als ich mich im März zusammen mit meinen Geschwistern und meinem Freund für den <a href="https://mein.sportscheck.com/sport/laufsport/events/stadtlauf_muenchen">SportScheck Lauf in München</a> angemeldet habe. Da war ich noch in Norwegen im Auslandssemester und dachte: „So fit wie jetzt werde ich nie wieder. Das wird ein Spaziergang.“ Man muss nämlich wissen: Sport gehört für den Norweger zur nationalen Identität, das macht einfach jeder. In meiner Vorstellung färbte allein schon dieser Umstand auf mich ab, machte mich zu einem neuen, sportlichen Menschen mit eisernem Durchhaltevermögen.</p>
<p>Ich nenne diese Phase die „Anmeldeeuphorie“. Ein optimistischer Zustand, voll Vertrauen in die eigene Stärke. Anlass der Euphorie war ein erstes, positives Lauferlebnis: 50 Minuten auf dem Laufband im Fitnessstudio, was mir so leicht fiel wie noch nie.</p>
<h3>Phase zwei: Der Trainingsplan<strong><br />
</strong></h3>
<p>Für mich war von Anfang an klar: Ich brauche einen Plan, der mir sagt, an welchem Tag ich wie viel laufen soll. Im Internet findet man eine Vielzahl solcher Trainingspläne. Die meisten schlagen ein, zwei kurze Läufe, teilweise mit Steigerungsintervallen, und ein, zwei lange Läufe pro Woche vor. Je nach angestrebter Laufzeit, von 1:15h bis zu 2:30 h, fallen sie härter oder entspannter aus. Ich entschied mich für einen kostenlosen <a href="http://www.sport.med.tum.de/media.php?mediaid=30" class="broken_link">Trainingsplan der TU München</a> (für die Initiative Lauf10/Lauf 21). Hier kann man je nach Bodymassindex und Trainingsstand einen Plan auswählen. Ich nehme optimistisch „bereits 10 km durchgelaufen“ . Es geht dabei nicht um die Zeit, sondern in erster Linie ums Durchhalten. Also genau richtig für mich.</p>
<h3>Phase drei: Ernüchterung<strong><br />
</strong></h3>
<p>Diese Phase tritt in der Regel nach der Anmeldung ein, wenn klar ist, dass es kein Zurück mehr gibt. Bei mir kam dieser Punkt bei meinem ersten richtigen Lauf im Freien: Es. Ging. So. Schwer. Die üblichen Probleme: schwere Beine, das Gefühl, nicht richtig Luft zu kriegen und der absolute Unwille, weiter zu laufen. Zusätzlicher Stressfaktor: Mein Freund, der geborene Läufer, der immer einen Tick vor mir herläuft, ganz locker. Für mich ein absoluter Trennungsgrund.</p>
<p>Aber ich reiße mich zusammen, bis zum Lauf sind es noch drei Monate, genug Zeit, um das in den Griff zu kriegen. Die Runde um den Sognsvann, ein See in der Nähe meines Wohnheims, wird zu meiner Stammstrecke. Den Kilometer steil bergauf dorthin fahre ich mit dem Bus, fühlt sich irgendwie falsch an, aber was soll‘s. Mein Lieblingslauftag ist Dienstag: kurzer Dauerlauf, am Anfang nur 30 Minuten. Geht. Der schlimmste Tag ist der Mittwoch: Steigerungsintervalle. Ich gehe die schnellen Phasen viel zu schnell an, kann sie dann natürlich nicht durchhalten. Meistens endet der Mittwochslauf mit Frustration, mit hängendem Kopf trotte ich den Berg hinunter. Freitag: welliges Gelände. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich ein, vielleicht werde ich ja doch irgendwann eine richtige Läuferin. Sonntags kommt der lange Lauf, am Anfang 65 Minuten, zum Schluss sollen es 100 Minuten werden. Auch das klappt einigermaßen, die ersten 45 Minuten sind reine Überwindung, aber danach laufe ich einfach, fast so wie ich mir das immer erträumt hatte.</p>
<h3>Phase vier: Scheitern<strong><br />
</strong></h3>
<p>Die ersten drei Wochen geht also alles ganz gut, es fällt mir zwar schwer, mich an den Trainingsplan zu halten, nach dem gewöhnlichen hin und her Überlegen kann ich mich aber doch überwinden. Bis dann in der vierten Woche auf einmal gar nichts mehr geht. Es ist, als hätte das Training bis jetzt rein gar keine Wirkung. Dazu kommt die Prüfungszeit, die es mir noch schwerer macht, das Training in meinen Tagesablauf zu integrieren. Schwerstes Trainingshindernis aber: zu viele, zu exzessive Erasmus-Partys. Wer die Nächte durchfeiert, läuft am nächsten Tag einfach nicht so locker. Ich versuche durchzuhalten, nehme mir vor, auf Hochprozentiges zu verzichten, starte immer wieder neue Laufversuche. Meistens marschiere ich aber erfolglos und demotiviert zurück zum Wohnheim. Irgendwann stehe ich vor der Wahl: Beim Laufen so richtig durchstarten oder die letzten Wochen meines Auslandssemesters genießen. Erasmus gewinnt.</p>
<h3>Phase fünf: Der Lauf<strong><br />
</strong></h3>
<p>29. Juni, sechs Uhr früh: Ich bin unterwegs nach München. Schon um acht Uhr startet der Halbmarathon am Marienplatz. Den Beutel mit dem Laufshirt und dem Zeitmessungschip habe ich schon, ich weiß nur noch nicht, ob ich überhaupt starte. Zurück in Deutschland habe ich mir prompt eine hartnäckige Erkältung eingefangen. Ich war seit Wochen nicht mehr laufen und fühle mich wirklich krank. Gesund wäre es nicht, jetzt zu starten. Noch schlimmer: Die Angst, anzutreten und dann nicht durchzuhalten. Ich entscheide mich dagegen.</p>
<p>Glücklich bin ich nicht mit dieser Entscheidung. Die Stimmung am Start ist trotz strömenden Regens ansteckend, ich wäre sehr gerne einer von den Tausenden von Läufern. Aus der Sicht des Zuschauers ist das Ganze aber auch recht unterhaltsam: Während vorne die Ersten schon starten, stehen hinten immer noch Massen bei den Toiletten an. Felix Neureuther erzählt irgendwas über Fußball, die Läufer interessiert das recht wenig, sie wollen zu ihrem Startblock kommen, unmöglich, zu viele Menschen überall. Nach einer guten Stunde kommen die ersten wieder zurück von ihrer Runde durch den Englischen Garten. Der Sieger läuft die 21,1 km in unfassbaren 70 Minuten. Am schlimmsten sehen die Läufer mit 1:30 Stunden aus, total mitgenommen, viele ganz bleich. Danach kommen immer mehr Teilnehmer angelaufen, alle schlammverspritzt, manche überglücklich, manche ganz lässig, manche komplett am Ende, manche setzen noch zum Zielsprint an. Die Erkenntnis des Tages: Orange steht nicht vielen Leuten.</p>
<p>Daheim in Augsburg setze ich mich an den Laptop und suche nach dem nächsten Halbmarathon, an dem ich teilnehmen kann, vielleicht Friedberg im September. Denn ich weiß, eines Tages werde ich joggen, um den Kopf frei zu kriegen, um abzuschalten, mich in der Bewegung vergessen, einfach laufen. Ich muss es weiter versuchen.</p>
<blockquote><p>Die Semesterferien stehen an und wir verabschieden uns in den Urlaub: Höchste Zeit also, einmal über sportliche Ertüchtigung nachzudenken. Die presstige-Redaktion macht sich fit für den Sommer mit Beiträgen rund um den Schwerpunkt Sport. Macht mit und schaut euch alle gesammelten Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/sportwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> an.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/">Selbstversuch: Halbmarathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">4360</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
