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	<title>macht Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Einwurf/Mehr-Wissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marianne Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2014 16:30:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[einwürfe]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Macht der Playlist?! „I´ve got the power!“ – Jeder kennt die legendäre Szene aus der Komödie „Bruce Allmächtig”, in der Bruce Nolan alias Jim Carrey Gottes Macht übertragen bekommt und zu Snap!‘s Song-Klassiker Hydranten explodieren lässt. Doch nicht nur...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_2911" aria-describedby="caption-attachment-2911" style="width: 1201px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Einwurf_Mehr-Wissen_1200px.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-2911" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Einwurf_Mehr-Wissen_1200px.png" alt="Text: Marianne Schwarz, Illustration: Marina Schröppel" width="1201" height="641" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Einwurf_Mehr-Wissen_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Einwurf_Mehr-Wissen_1200px-400x213.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Einwurf_Mehr-Wissen_1200px-1024x546.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2911" class="wp-caption-text">Text: Marianne Schwarz, Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
<h3>Die Macht der Playlist?!</h3>
<div>
<p>„I´ve got the power!“ – Jeder kennt die legendäre Szene aus der Komödie „Bruce Allmächtig”, in der Bruce Nolan alias Jim Carrey Gottes Macht übertragen bekommt und zu Snap!‘s Song-Klassiker Hydranten explodieren lässt. Doch nicht nur der Song „The Power“ widmet sich dem Thema Macht. Patti Smith, Iron Maiden, Kanye West, Madonna – die „Power“ zieht sich durch sämtliche Genres und schon etliche Interpreten haben sich an diesem Motiv versucht. Wer der mächtigen Musik weiter auf den Grund gehen will, sollte sich unsere Playlist anhören – zu finden auf <a href="http://presstige.org/machtmusik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.presstige.org/machtmusik</a></p>
<h3>Die Kleinen und die Macht</h3>
<p>Napoleon Bonaparte, einer der mächtigsten Männer der Geschichte, war winzig. Gerade einmal 168 Zentimeter soll der Feldherr gemessen haben. Verlängern lässt sich da leider nur die Liste der mächtigen Kleinen: Nicolas Sarkozy (1,69 Meter), Silvio Berlusconi (1,65 Meter), Wladimir Putin (1,65 Meter), Attila der Hunne (1,68 Meter), Benito Mussolini (1,69 Meter). Eine Erklärung für dieses Phänomen bietet der „Napoleon-Komplex“: Demnach machen kleine Männer ihren Mangel an physischer Größe durch umso größeren Ehrgeiz wett. Der Zusammenhang konnte durch mehrere Studien belegt werden. Der Namensgeber selbst hatte dieses Problem allerdings gar nicht: Zu Zeiten Napoleons waren die Menschen grundsätzlich viel kleiner als heute. So war 1835 ein durchschnittlicher französischer Soldat gerade mal 1,62 Meter klein. Damit war Napoleon alles andere als ein Winzling.</p>
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<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<col width="30%" />
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/05/ausgabe-26-macht">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige26">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>„Macht“ kommt von „mögen“</h3>
<p>Das Wort „Macht“ lässt sich auf das germanische Wort „mah–ti“ zurückführen, das Stärke oder Kraft bedeutet. Diese Eigenschaften haben ihren Ursprung wiederum in dem Wort „magh“, das „können, vermögen“ ausdrückt. Und von „magh“ leitet sich das heutige Wort „mögen“ ab. „Macht“ kommt also von „mögen“. Ein Zusammenhang zwischen Sympathie und Macht gibt durchaus Sinn. Dass es allerdings auch Gegenbeispiele gibt, wird uns regelmäßig und quer über den Erdball gezeigt.</p>
<h3>Macht = Stärke?</h3>
<p>Im Duden wird als Synonym für „Macht“ das Wort „Stärke“ aufgeführt. Grund genug, die Stärke genauer unter die Lupe zu nehmen. Vermutlich ist damit nicht das Pulver gemeint, das aus Kartoffeln oder Reis gewonnen wird. Zum stärksten Mann der Welt wurde 2013 beim gleichnamigen Wettbewerb der US-Amerikaner Brian Shaw gekürt, die stärkste Frau ist derzeit die Finnin Kati Luoto. Viel erstaunlicher ist allerdings das stärkste Tier der Welt: eine gewöhnliche Milbe. Genauer gesagt: die 0,8 Millimeter große tropische Hornmilbe. Sie kann das 1180-Fache ihres eigenen Körpergewichtes (ein zehntausendstel Gramm) heben. Im Vergleich müsste ein 80 Kilogramm schwerer Mensch fast 95 Tonnen Gewicht stemmen. Dagegen sehen selbst die stärksten Menschen der Welt ziemlich blass aus.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/einwurf-mehr-wissen/">Einwurf/Mehr-Wissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Brothers in Dark Force</title>
		<link>https://presstige.org/2014/06/brothers-in-dark-force/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Christopher Große]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2014 06:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[glosse]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Glossisten lassen sich von der dunklen Seite locken Im Anfang sprach ER ein Machtwort: Oh, glorreiche Glossisten, meine Macht ist unermesslich. Schreibet mir darüber! &#8211; Wir [ehrfürchtig wie immer]: Aber wir sind doch klein und machtlos. Was wissen wir...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unsere Glossisten lassen sich von der dunklen Seite locken</strong></p>
<figure id="attachment_3938" aria-describedby="caption-attachment-3938" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Glosse_Vorschaubild.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-3938" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Glosse_Vorschaubild.png" alt="Text: Michael Sentef &amp; Michael Große – Illustration: Natalia Sander" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Glosse_Vorschaubild.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Glosse_Vorschaubild-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3938" class="wp-caption-text">Text: Michael Sentef &amp; Michael Große – Illustration: Natalia Sander</figcaption></figure>
<h3>Im Anfang sprach ER ein Machtwort:</h3>
<p>Oh, glorreiche Glossisten, meine Macht ist unermesslich. Schreibet mir darüber! &#8211; <strong>Wir [ehrfürchtig wie immer]</strong>: Aber wir sind doch klein und machtlos. Was wissen wir schon von der Macht? &#8211; <strong>ER:</strong> Macht nichts! Hohoho! Was für ein köstliches Wortspiel! [Sich beinahe vor Lachen zerreißend] Euch werde ich die dunkle Seite der Macht schon beibringen. [Diabolisch.] &#8211; <strong>Wir [mit schlotternden Knien]:</strong> Ist gut, ist gut, oh Herr. Wir wollen uns anstrengen. [Anstrengung gelobend ab.] (Star Wars-Melodie. Vorhang.)</p>
<p>Voilà – die machtloseste Glosse ever, die die dunkle Seite der Macht erleuchten lassen soll.</p>
<p>Der Eine von uns (MS) hat beinahe drei Jahre im goldenen Staate Kalifornien verbracht. Genauer: im Dunstkreis des Silicon Valley. Die digitale Macht komme über euch, ihr Gnome, und sie gehe aus von Google, Apple und Facebook. Doch nicht nur das: Sie ergreift auch die Macht da, wo man es am Wenigsten vermutet. Banale Dinge des Alltags werden zum Problem, wo die digitale Macht ihre gierigen Tentakeln schon ausstreckt: Ein<br />
Toilettengang im Café in Palo Alto? Schwierig, wenn das einzige Klo von einem hektisch twitternden Tech-Hipster („Techster“) belegt ist, der dringend noch seine neueste sinnlose Smartphone-App stilecht von der Toilette aus vermarkten muss, mit der man herausfinden kann, auf welchen öffentlichen Toiletten man jetzt auch kostenloses Wifi benutzen kann. Ein entspannter Nachmittagskaffee am Sonntag? Vergebens, wenn am Nebentisch ein arroganter Vollpfosten („Douchebag“) mit Tech-Hintergrund (auch „Douchetech“) seiner Begleitung lautstark erläutert, warum er mit seinen sensationellen Tech-Skills das nächste ganz große Ding (siehe „sinnlose App“) auf den Markt bringen, die Welt revolutionieren und die Macht an sich reißen wird. Als Familie mit Kleinkind entspannt in einer normalen Wohnung in der San Francisco Bay Area wohnen? Unmöglich, wenn die Wohnungspreise derart durch die Decke schießen, dass eine Hundehütte in Palo Alto nachweislich teurer ist als eine vollrenovierte Vier-Zimmer-Altbauwohnung mit hohen Wänden, Stuckzierdecken und Kronleuchter in der Bonner Altstadt. Und da ist von San Francisco noch nicht die Rede, wo das durchschnittliche Apartment mit einem Schlafzimmer jetzt nur noch für deutlich über 3000 Dollar im Monat zu haben ist und sich dennoch bei der Wohnungsbesichtigung 50 potentielle Mieter scheckwedelnd am frühen Samstagmorgen überbieten wollen. Wo Douchetechs sinnlos ihr digital verdientes Geld verprassen, wird die Welt elendig zugrunde gehen. Das, liebe Leser, ist eine ganz dunkle Seite der Macht, und der Eine von uns hat drei Jahre lang hautnah erlebt, wie sich das anfühlt. Der dunkle Prophet sagt hiermit ganz offiziell die nächste ganz große Blase voraus, die zu platzen droht. Blubb!</p>
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<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/05/ausgabe-26-macht">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige26">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
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</blockquote>
<p>Der Andere von uns (CG) hat zwar noch nie in Kalifornien, aber auch schon einmal in Bonn gewohnt (aber Neubau und nur drei Zimmer und Altstadt) und hatte schon immer ein recht gespaltenes Verhältnis zur Macht, ziemlich egal ob dunkle oder helle Seite. Irgendwann hat er einmal irgendwo gelesen, dass alle Macht vom Volke ausgehe oder so ähnlich. Dieses Konzept fand er seither in der Regel relativ überzeugend. Warum das nicht einfach alle so machen, fragt sich der Andere von uns seither zuweilen in stilleren Momenten. Aber da hat vermutlich irgendjemand was dagegen. Vermutlich weil einige ja auch ganz gerne Macht haben und über Andere ausüben. Muss man sich ja nur mal am Wochenende an einer durchschnittlichen deutschen Disko-Tür umschauen, was für absurde Dinge sich abspielen, wenn auf einmal jemand das seltene Gefühl verspürt, ein klein wenig Macht über Andere ausüben zu dürfen (Stichwort: „falscher Stil!“). Oder bei der Einlasskontrolle in ein durchschnittliches deutsches Fußballstadion (früher 1.0 – Stichwort: „Mach‘ mal den Adler!“, heute 2.0 – Stichwort: Leibesvisitation mit Betonung auf den nackten Leib, teilweise bis in den Genitalbereich, Stichwort: in). Oder in Moskau (Stichwort: „Nur das Volk ist der Quell aller Macht.“ Oder in Berlin-Mitte (Stichwort: „GroKo“). Oder in München (ziemlich egal ob Franz-Josef-Strauß-Ring oder Marienplatz oder Säbener Straße – Stichworte: „Allmacht“, „Final-Einladungen“, „Mehr Fantasie beim Versteuern“). Oder in einer durchschnittlichen deutschen Firma/Universität (Stichworte: Platz für Ihre Notizen). Macht hat das erstaunliche Potential jede und jeden zu korrumpieren, in Windeseile, mit Macht – und absolut. Wusste schon so ein englischer Liberaler vor 150 Jahren. Stichwort: Teile und herrsche, damit kennen sich Andere ja auch bestens aus…</p>
<p><strong>[SCHLUSS]ER [sehr mächtig]:</strong> Pah! Frechheit! Paaah! Das ist ja eine Unverschämtheit! Paaaaah! Eine solche Unverfrorenheit! Macht euch fort, läppische Vasallen, Diener, Knechte, ihr nutzlosen Wichte, Würmer, Maden, paaaaaaah!</p>
<p><strong>Wir [voller Demut]:</strong> Nichts ist so sozial wie der Verzicht. Sind schon weg&#8230; (Hurtig ab.)</p>
<p><em>Michael Sentef und Christopher Große zählen zur Ursuppe von presstige. Christopher war im Dezember 2004 einer der Gründer des Magazins und wird heute von einigen wohlmeinenden Weggefährten als Uropa des gepflegten Boulevardpöbelns bezeichnet. Michael bereichert seit der zweiten Ausgabe das Heft mit seinen gedankenschweren Texten und hat sich seither als presstige-Urglossist keine große Anhängerschaft aufgebaut. Obwohl deren Entstehung stets in handfeste Streitereien ausartet, steuern die beiden presstige-Herausgeber seit mittlerweile 13 Ausgaben nachdenkliche, tiefsinnige, bisweilen wachrüttelnde, aber stets höchst belanglose Glossen zum jeweils aktuellen Titelthema bei. Sowohl Michael als auch Christopher haben noch nie Fanpost erhalten.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/brothers-in-dark-force/">Brothers in Dark Force</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Geld ist Macht ist Geld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lisa-Marie Deissmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 08:14:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geld regiert die Welt, heißt es. Aber welche Rolle spielt die Macht hierbei? Regiert Geld deshalb die Welt, weil man sich dadurch Macht erkaufen kann? Und ist das alles überhaupt so wichtig? Autor: Lisa-Marie Deißmann – Illustration: Natalia Sander Die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/geld-macht/">Geld ist Macht ist Geld</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div>
<div>
<div dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="511.60063303888654"><strong>Geld regiert die Welt, heißt es. Aber welche Rolle spielt die Macht hierbei? </strong><strong>Regiert Geld deshalb die Welt, weil man sich dadurch Macht erkaufen kann? Und ist das alles überhaupt so wichtig?</strong></div>
<div dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">
<dl id="attachment_2951" class="wp-caption alignnone" style="width: 590px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Geld_ist_Macht_Vorschau+Illu.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-2951" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Geld_ist_Macht_Vorschau+Illu.png" alt="Autor: Lisa-Marie Deißmann Illustration: Natalia Sanderson" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Geld_ist_Macht_Vorschau+Illu.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Geld_ist_Macht_Vorschau+Illu-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Autor: Lisa-Marie Deißmann – Illustration: Natalia Sander</dd>
</dl>
</div>
<p dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">Die Wulffs und Tebartz-van Elsts dieser Welt machen es vor: Wer Macht hat, kann sich so ziemlich alles leisten. Sei es ein Kredit zu Spitzenkonditionen oder eine 15.000 Euro-Badewanne – alles kein Problem für die Mächtigsten dieses Landes. Macht ist die Fähigkeit, auf das Verhalten und Denken von Personen einzuwirken. Group-Leading also. Und wer auf das Verhalten bestimmter Menschen Einfluss nehmen kann, hat jederzeit die Möglichkeit, sich eine Anhängerschaft zu bilden und diese für die eigenen Vorteile zu nutzen beziehungsweise sich durch sie zu bereichern.</p>
<p dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">Wo wir schon einmal bei Tebartz-van Elst sind: Kirchliche wie politische Group-Leader nutzen ihren Macht-status gerne aus, um sich daraus einen materiellen Vorteil zu verschaffen. Die andere Seite wiederum glaubt, sich durch das gespendete Geld ein Stück dieser Macht er-kaufen zu können.</p>
<p dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">Geld und Macht bedingen sich meist gegenseitig oder resultieren aus dem jeweils Anderen. Wer Geld hat, hat automatisch einen gewissen Grad an Macht, denn es ist das ideale Mittel, um Menschen gefügig zu machen. Man denke hierbei nur einmal an Wahlkampfspenden oder an die zahlreichen Lobbyisten, die zielgerichtet versuchen, die Politik in ihrem eigenen Interesse zu beeinflussen. In den USA ist es Unternehmen beispielsweise verboten, direkt für eine Partei oder einen Parteirepräsentanten zu spenden. Dennoch dürfen sie sogenannte politische Aktionskomitees gründen. Diese wiederum ermöglichen es, in unbegrenzter Höhe Spenden einzusammeln und für die Kandidaten zu werben. Teilweise werden auch schlichtweg die Gegner schlecht gemacht – ebenfalls eine Strategie. Die einzige Einschränkung, die besteht: Man darf sich nicht direkt mit den Kandidaten abstimmen. Zu glauben, dass diese Regel eingehalten wird, wäre jedoch naiv.</p>
<p dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">Große Konzerne und Interessenverbände haben also die Möglichkeit, Einfluss auf die Politik zu nehmen und somit ihre unternehmerischen Anliegen durchzusetzen. Die Tabakindustrie beispielsweise versucht immer wieder, Gesetzesabschlüsse hinsichtlich der Einschränkung des Rauchens oder der Schock-Plakatierung auf den Schachteln abzuwenden, indem sie besonders kritische Politiker auf Reisen schickt, mit Geschenken versorgt und so weiter. Der deutsche Durchschnittsbürger mit seinem kleinen Einzelhandelsgewerbe wäre allerdings kaum in der Lage, eine solche Machtstellung auszuüben, da ihm die finanziellen Mittel fehlen. So werden politische Entscheidungen oft nicht im Sinne von Otto Normalverbraucher getroffen, sondern im Interesse der ganz Großen. Das „Tebartzen“ bleibt demnach exklusiv den Schönen und Reichen vorbehalten.</p>
<div dir="ltr" data-font-name="g_font_10_0" data-canvas-width="38.5707168870969">Abgesehen davon, dass daher wohl einige Dinge in verkehrte Richtungen laufen, bleibt die Frage, ob reiche und mächtige Menschen glücklicher sind, weil sie mehr Möglichkeiten haben, sich einen Vorteil zu verschaffen. Sie können Anderen ihre verdrehte Meinung aufzwingen, sich einen kostenlosen Erste-Klasse-Flug gönnen oder einfach nur den Leuten dabei zuschauen, wie diese nach ihrer Pfeife tanzen. Letztendlich kann man die wirklich wichtigen Dinge im Leben dennoch nicht kaufen – Liebe und Zuneigung gibt’s nun einmal nicht bei Amazon zu bestellen, auch nicht für eine Milliarde.</div>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/geld-macht/">Geld ist Macht ist Geld</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Wissen ist Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lisa Luthardt]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2014 15:32:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
		<category><![CDATA[wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Knowledge itself is power. Scientia potestas est. Dass Wissen auf dem Weg zur Macht ein treuer Weggefährte ist, ist den Menschen seit der Redewendung „Wissen ist Macht“ des englischen Philosophen Francis Bacon klar. Ausflug in die Tiefen des Dudens Macht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/wissen-ist-macht/">Wissen ist Macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Knowledge itself is power. Scientia potestas est. Dass Wissen auf dem Weg zur Macht ein treuer Weggefährte ist, ist den Menschen seit der Redewendung „Wissen ist Macht“ des englischen Philosophen Francis Bacon klar.</strong></p>
<figure id="attachment_3781" aria-describedby="caption-attachment-3781" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3781" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png" alt="Text: Linda Giering – Illustration: Lisa Luthardt" width="1200" height="1109" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog-400x369.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Wissen-ist-Macht_RGB_Blog-1024x946.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3781" class="wp-caption-text">Text: Linda Giering – Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<h3>Ausflug in die Tiefen des Dudens</h3>
<p>Macht hat viele Gesichter. Und wie immer ist der Duden allwissend und klärt mich auf: Macht ist die Gesamtheit der Mittel, die jemandem gegenüber Anderen zur Verfügung stehen. Aber auch die Möglichkeit, Herrschaft auszuüben, kann eine Art Macht darstellen. Sie ist mit einer Stellung und Funktion verbunden, die über Politik, Gesellschaft oder Öffentlichkeit definiert wird. Macht kommt von oben, sie nutzt Unterlegenheit, heischt nach Respekt und Autorität.</p>
<p>Was hingegen ist Wissen? Auch hier lasse ich mir vom Duden helfen: Die Gesamtheit der Kenntnisse, die jemand auf einem Gebiet hat. Ich kann mit „Wissen“ entweder meinen inneren Informationsspeicher meinen, oder ein Detail, dessen Existenz mir bewusst ist.</p>
<h3>Die Macht der Erfahrung</h3>
<p>Eine wichtige Form des Wissens ist das Weltwissen, hier verstanden als Lebenserfahrung. Die Fähigkeit, Situationen mithilfe von Erfahrungswissen zum eigenen Vorteil zu nutzen, ist ein idiotensicherer Schlüssel zur Macht. Der Vorsprung an Erfahrung gegenüber weniger Erfahrenen kann täglich genutzt werden, um Einfluss auf Andere auszuüben. Ratschläge können erteilt werden und Macht auf denjenigen ausüben, der sie bekommt. Hält der Empfänger den Ratgeber für wissend, steht er automatisch unter dessen Einfluss.</p>
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<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
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</table>
</blockquote>
<p>Dieses Geben und Nehmen eines Ratschlages ist häufig mit der gesellschaftlichen Stellung und dem Ansehen einer Person verbunden. Die im Wissen Unterlegenen beugen sich dem Wort des Überlegenen, da die Gesellschaft Macht durch Positionen wie diese fördert.</p>
<h3>Über die Zufriedenheit der Machtlosigkeit</h3>
<p>Über Wissen und Macht könnte man verschiedene Aspekte anführen, Sichtweisen von Mächtigen, und Machtlosen, positive und negative Seiten. Macht hat mit Blick auf die Weltgeschichte immer etwas Gefährliches, Unterdrückendes. Wer sich für Macht entscheidet, entscheidet sich gegen Gleichberechtigung. Ich denke, es gibt zwei Gattungen von Menschen: die Beherrschenden und die Beherrschten. Weder ist die Rolle des Beherrschers die eines Siegers, noch ist der Beherrschte zwangsläufig ein Verlierer. Wie schön wäre es, würde Wissen mit Vernunft und Macht nur unter Zuhilfenahme sozialer Kompetenzen, wie Rücksicht auf Mitmenschen und dem Wissen um die eigene Unvollkommenheit, genutzt werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/wissen-ist-macht/">Wissen ist Macht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Die Macht der Norm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Knopf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2014 06:30:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[normen]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum ist es wichtig, viele Freunde auf Facebook zu haben? Warum wird man als Single gefragt, warum man nicht vergeben ist? Warum hingen in meinem liebsten Klamottenladen letzten Sommer lauter Pastellfarben? Und warum muss ich mich für ein sozialwissenschaftliches Studium...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/macht-norm/">Die Macht der Norm</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pageContainer1">
<div>
<div dir="ltr"><strong>Warum ist es wichtig, viele Freunde auf Facebook zu haben? Warum wird man als Single gefragt, warum man nicht vergeben ist? Warum hingen in meinem liebsten Klamottenladen letzten Sommer lauter Pastellfarben? Und warum muss ich mich für ein sozialwissenschaftliches Studium rechtfertigen, für ein naturwissenschaftliches aber nicht? Die schlichte Antwort: Normen.</strong></div>
<div dir="ltr">
<figure id="attachment_2963" aria-describedby="caption-attachment-2963" style="width: 1068px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/macht-der-norm_platzhalter.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2963 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/macht-der-norm_platzhalter.png" alt="Text: Katharina Knopf - Illustration: Marina Schröppel" width="1068" height="460" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/macht-der-norm_platzhalter.png 1068w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/macht-der-norm_platzhalter-400x172.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/macht-der-norm_platzhalter-1024x441.png 1024w" sizes="(max-width: 1068px) 100vw, 1068px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2963" class="wp-caption-text">Text: Katharina Knopf &#8211; Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
</div>
<div dir="ltr">
<p>Normen sind ungeschriebene Verhaltensvorschriften, die vermitteln, was akzeptabel ist und was nicht. Viele werden selten wahrgenommen und ebenso selten hinterfragt. Man könnte sie auch als unsichtbare Macht bezeichnen. Umso einflussreicher, weil wir uns ihrer gar nicht bewusst sind.</p>
</div>
<h3>Die heteronormative Paarbeziehung</h3>
<p dir="ltr">Es gibt immer mehr Singles. Immer mehr Menschen lassen sich scheiden. Die Zustimmung zur Erlaubnis der homosexuellen Ehe steigt. Die Partnerwahl scheint immer freier zu werden. Es darf mehr ausprobiert werden, mehrere Beziehungen im Leben zu führen ist keine Schande und selbst der Bundeskanzlerkandidat in der vierten Ehe wird ins Amt gewählt. Die Individualisierung schreitet voran.Vorbei ist die Zeit der Ehe zwischen Mann und Frau mit ihren beiden Kindern. Scheinbar zumindest. Die Angst, nur umringt von 100 Katzen zu sterben, ist uns geblieben. Man muss nur einmal einen Blick ins Fernsehen werfen. Kaum ein Seriencharakter hat je das ewige Glück ohne eine Liebesbeziehung gefunden. Kein Wunder bekomme ich als Single mehr als einmal die Frage gestellt: Warum hast du keinen Freund? Wohl gemerkt fragt nie jemand nach einer Freundin. Individualisierung hin oder her, die Norm zur (heterosexuellen) Partnerschaft bleibt bestehen. Und so sehe ich mich als Single plötzlich unter Rechtfertigungszwang.</p>
<h3>Der Social Media-Fluch</h3>
<div dir="ltr">Doch nicht nur unsere sexuellen Beziehungen stehen unter starkem Einfluss einer unsichtbaren Norm. Über die Freundesanzahl auf Social Media-Seiten wirdöfter gesprochen. Sie steht stellvertretend für eine Norm, die uns tagtäglich dem Druck aussetzt, uns mit möglichst vielen Leuten möglichst gut zu stellen. Wer extrovertiert ist, gewinnt. Arbeitgeber schauen sich das Facebook-Profil durchaus einmal an. Und wer will schon jemanden für sich arbeiten lassen, der nicht gut mit seinen Mitmenschen klar kommt? Wie intensiv die einzelnen „Freundschaften“ sind, kann man schlecht überprüfen, aber was macht das schon. Der Eindruck zählt. Und fühlen wir uns nicht viel besser, wenn wir wissen, wie viele Leute sich in unserer Freundesliste stapeln? Was wird über den mit „nur“ 50 Freunden gesagt?</div>
<h3></h3>
<h3>Kleider machen Leute</h3>
<div dir="ltr">Die Pastellfarben sind ein ganz anderes Problem. Wenn ich sie nicht mag, kaufe ich mir eben keine neuen Klamotten. Es laufen ja eh schon mehr als genug Leute mit den gleichen T-Shirts, Cardigans oder Schuhen herum und mit dem Studenten-Budget kann man eh nichtjede Mode mitmachen. Eine Weile geht das auch ganz gut, aber gerade bei Mode stelle ich fest: Sichzu widersetzen ist, zumindest manchmal, ist zwecklos. Auf einmal will ich haben, was ich eigentlich nie wollte. Es kann wohl niemand abstreiten, dass es so etwas wie eine Kleiderordnung gibt. Sei es nun etwas legerer, wie an der Uni, oder der Zwang zum Kostüm beim Bürojob. Vertauschen sollte man die jeweiligen Kleiderordnungen lieber auch nicht, denn da wird man in jedem Fall zum Gesprächsstoff; dabei ist nirgends niedergeschrieben, man solle nicht im Kostüm oder Anzug in die Seminare kommen. Normen beeinflussen also nicht nur meine Wünsche nach Beziehungen, sondern auch wie ich mich kleide.</div>
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<td><strong>Ausgabe 26: Macht<br />
</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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</ul>
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<h3>Die Sanktion des Großraumbüros</h3>
</div>
</div>
<div id="pageContainer2">
<div>
<p dir="ltr">Wer sich nicht an die Norm hält, hat mit Sanktionenzu rechnen, so sagen die Soziologen. Gemeint ist damit keine offizielle Strafe, sondern beispielsweise soziale Ausgrenzung.</p>
<p dir="ltr">Das „falsche“ Studium oder den „falschen“ Beruf zu wählen, wird mit geringerer Bezahlung, weniger sozialer Anerkennung und ausbleibenden Fördermitteln sanktioniert. Das kommt auch nicht überraschend: Schon bevor man sich für ein Studium entscheidet, ist man sich in der Regel im Klaren, was das für die berufliche Zukunft ungefähr bedeutet und nimmt dies in Kauf. Man beugt sich der kapitalistischen Norm, die besagt, welche Berufe scheinbar wertvoller für die Gesellschaft sind, wer eineigenes Büro mit Ausblick verdient hat und wer im Großraumsein berufliches Dasein fristen darf.</p>
<p dir="ltr">Wie kann man sich also der Macht der Normen widersetzen? Nun, man kann sich von Facebook abmelden,Sachen aus der Altkleidersammlung tragen und einfach machen, worauf man Lust hat und auf die Konsequenzen pfeifen. Natürlich ist das erst einmal leichter gesagt als getan und sollte nicht unbedingt zum Exzess betrieben werden, schließlich haben Normen auch ihr Gutes. Doch vielleicht sollten wir uns angewöhnen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu hinterfragen, was scheinbar so selbstverständlich ist. Danach können wir immer noch entscheiden, ob wir uns daran halten wollen oder nicht.</p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/macht-norm/">Die Macht der Norm</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Sie nennen es Mitbestimmung</title>
		<link>https://presstige.org/2014/05/mitbestimmung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike Strobl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2014 09:23:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[hochschulwahl]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
		<category><![CDATA[vorwärts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Studenten den Hochschul-Alltag mitgestalten können An der Augsburger Universität finden jährlich im Sommersemester Hochschulwahlen statt. Was und wie dabei gewählt wird, erklärt euch presstige. Jeder, der schon in einem Sommersemester an der Universität Augsburg studiert hat, kennt es: Die...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie Studenten den Hochschul-Alltag mitgestalten können</h2>
<p><strong>An der Augsburger Universität finden jährlich im Sommersemester Hochschulwahlen statt. Was und wie dabei gewählt wird, erklärt euch <em>presstige</em>.</strong></p>
<figure id="attachment_3711" aria-describedby="caption-attachment-3711" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Grafik_Hochschulwahlen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3711 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Grafik_Hochschulwahlen.png" alt="Grafik_Hochschulwahlen" width="1200" height="759" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Grafik_Hochschulwahlen.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Grafik_Hochschulwahlen-400x253.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Grafik_Hochschulwahlen-1024x647.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3711" class="wp-caption-text">Text: Heike Strobl, Illustration: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY">Jeder, der schon in einem Sommersemester an der Universität Augsburg studiert hat, kennt es: Die Wände in den Fakultätsgebäuden und bei den Hörsälen werden mit Wahlplakaten tapeziert. Parteien und ihre Mitglieder stellen sich und das Amt vor, für das sie bei den jährlichen Hochschulwahlen kandidieren. Insgesamt könnt ihr 18 Stimmen an Studenten vergeben, die eure Interessen im Konvent, in der erweiterten Universitätsleitung und im Fakultätsrat vertreten wollen. Wer sich nicht intensiv mit der Hochschulpolitik auseinandersetzt, kann da schon einmal den Überblick verlieren. Damit das nicht mehr vorkommt, haben wir für euch eine Grafik zusammengestellt:</p>
<h3 align="JUSTIFY">Die EULe</h3>
<p align="JUSTIFY">In der Erweiterten Universitätsleitung (EULe) sind zwei studentische Vertreter, die direkt von euch gewählt werden. Die EULe besteht aus insgesamt 22 stimmberechtigten Mitgliedern. Sie unterstützt und kontrolliert zusammen mit dem Universitätsrat das Präsidium der Universität Augsburg.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Der Fakultätsrat</h3>
<p align="JUSTIFY">Jede Fakultät hat zwei studentische Vertreter im Fakultätsrat. Die beiden Studenten mit den meisten Wählerstimmen werden zu diesen zwei Fachbereichsräten. Die Studenten mit den nächstmeisten Stimmen bekommen einen Platz in der jeweiligen Studierendenvertretung (StuRa). Die Anzahl hängt von der Fakultät ab. So besteht der StuRa der WiWi-Fakultät neben den zwei Fachbereichsräten zum Beispiel aus neun weiteren und der StuRa der Philologisch-Historischen Fakultät aus acht weiteren Mitgliedern. Der StuRa vertritt euch bei Themen wie der Modularisierung, sie arbeiten eng zusammen mit den Fachschaften und sind Ansprechpartner für alle Studenten.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Der studentische Konvent</h3>
<p align="JUSTIFY">Beim dritten Teil der Hochschulwahlen habt ihr 14 Stimmen, mit denen ihr 14 Vertreter in den studentischen Konvent schicken könnt. Der Konvent wählt den studentischen Sprecherrat und den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der sich aus vier Vorsitzenden und den verschiedenen Referaten zusammensetzt. Dazu gehören zum Beispiel das Kulturreferat, Sozialreferat und</p>
<p align="JUSTIFY">Finanzreferat. In den Referaten kann sich auch jeder freiwillig engagieren; nur die Leitung der Referate muss vom Konvent gewählt werden. Neben den 14 direkt gewählten Mitgliedern sitzen die 14 Fachbereichsräte aus den sieben Fakultäten und die beiden EULe-Vertreter im studentischen Konvent.</p>
<p align="JUSTIFY">Wichtig: Beachtet bei der Wahl, dass eure Kreuze innerhalb eines Wahlvorschlags gesetzt sind. Ansonsten ist der Wahlzettel ungültig. Ob ihr eure Stimmen dabei den Personen direkt gebt oder einfach einen Wahlvorschlag ankreuzt, bleibt euch überlassen.</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong>Wie kannst du Einfluss auf die Unipolitik nehmen?</strong></p>
<p>1. Teilnahme an der Vollversammlung mit Stimmabgabe</p>
<p>2. Freiwilliges Engagement in den AStA-Referaten</p>
<p>3. Teilnahme an einmal monatlichen Konvent-Fachsitzungen</p>
<p>4. Wählen gehen!</p>
<p>Die nächsten Hochschulwahlen finden am 3. und 4. Juni 2014 statt. Eine Übersicht der Wahllokale findet ihr auf der Homepage des AStA (www.asta.uni-augsburg.de/) unter dem Reiter Hochschulwahl. Grundsätzlich gilt:</p>
<p>Gewählt wird an der Fakultät, an der man eingeschrieben ist und das jeweils am 3. Juni von 9:00 bis 16:30 Uhr und am 4. Juni von 9:00 bis 15:00 Uhr.</p></blockquote>
<blockquote>
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Darwin für Machtmenschen</title>
		<link>https://presstige.org/2014/05/evolution-macht-politiker/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2014 15:30:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
		<category><![CDATA[System]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine kleine Evolutionstheorie politischer Macht Verglichen mit früher ist die Politik friedlicher geworden. Unter den deutschen Entscheidern herrscht Konsens statt Konflikt, doch vielleicht trügt hier der Schein. Hat die Macht wirklich ihr Wesen verändern, oder sehen wir nur ein geschicktes...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine kleine Evolutionstheorie politischer Macht</h2>
<p><strong>Verglichen mit früher ist die Politik friedlicher geworden. Unter den deutschen Entscheidern herrscht Konsens statt Konflikt, doch vielleicht trügt hier der Schein. Hat die Macht wirklich ihr Wesen verändern, oder sehen wir nur ein geschicktes Face-Lift für den modernen Wähler?</strong></p>
<figure id="attachment_2908" aria-describedby="caption-attachment-2908" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Evolution_derMacht_Illu.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2908" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Evolution_derMacht_Illu.png" alt="Text: Michael Müller, Illustration: Natalia Sanderson" width="1200" height="505" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Evolution_derMacht_Illu.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Evolution_derMacht_Illu-400x168.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Evolution_derMacht_Illu-1024x430.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2908" class="wp-caption-text">Text: Michael Müller, Illustration: Natalia Sanderson</figcaption></figure>
<p>Lange herrschten in der Arena des Politbetriebes klare Machtverhältnisse. Selbst ernannte Macher und Gestalter kämpften gnadenlos um die Gunst des Wählers. Was sie alle gemeinsame hatten, war ein unbedingter Wille zur Macht, den nur die wenigsten Politiker glaubwürdig verhehlen konnten, denn aus jeder ihrer Poren strömte die Lust am eigenen Einfluss. Doch mit einem Mal drehte sich der politische Wind, schlug die Stunde des &#8220;Leisetreters&#8221;, eines Politikertyps, dessen Führungsstil ohne große Gesten und öffentliche Inszenierung der Macht auskommt.</p>
<p>Dieser Klimawechsel wird mit Blick auf die letzten beiden Bundeskanzler besonders deutlich. Unvorstellbar, dass die aktuelle Amtsinhaberin Angela Merkel wie noch ihr Vorgänger Gerhard Schröder am Gitter des Kanzleramtes rüttelt, oder ihren Einfluss durch ein öffentliches Basta ausübt. Öffentlich sind derlei Machtgesten einem nüchternen, konsensorientierten Auftreten gewichen, der stets die Sache selbst betont. Angesichts dieses auffälligen Wandels im Stil stellt sich Frage, ob sich auch das Wesen der politischen Macht selbst verändert hat. Erleben wir den Aufstieg einer ganz neuen Politik?</p>
<h3>Parteien stehen im Zentrum politischer Macht</h3>
<p>Parteien spielen für den Aufstieg in der deutschen Politik eine wesentliche Rolle, allein schon da sie über ihre Fraktionen Mehrheiten in den Parlamenten organisieren. Doch auch das politische Tagesgeschäft, die Auswahl von Kandidaten für wichtige Ämter und die Entwicklung politischer Programme findet in ihren Strukturen statt. Selbst ein Bundeskanzler kommt ohne die Unterstützung seiner Partei nicht weit.</p>
<p>So verspielte Schröder mit den Sozial- und Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 das Vertrauen weiter Teile der SPD-Basis. Selbst das Beharren auf seiner visionären Führungskraft konnte seine Abwahl 2005 nicht verhindern. Doch auch Angela Merkel ging den Weg durch die Hierarchien ihrer Partei. Zunächst von Kohl unterstützt, ist es ihr jedoch gelungen sich durch ihre Beliebtheit bei der Bevölkerung inzwischen trotz gelegentlicher Kritik in der CDU eine mehr als solide Machtbasis zu sichern.</p>
<p>Andererseits wird politische Macht jedoch ebenso durch die Partei ausgeübt, in der sich Erfolg als zunehmender Einfluss auf Personalfragen äußert. Damit kann ein ranghoher Politiker direkt den Aufstieg anderer beeinflussen. Begünstigungen sichern ihm die Loyalität anderer, doch viel aufsehenerregender ist der Einsatz dieser Art parteilicher Macht, um Konkurrenten auszuschalten.</p>
<p>Unter früheren Politikern kam es immer wieder zu öffentlichen Machtkämpfen innerhalb ihrer Parteien. Große Bekanntheit erlangte eine solche Auseinandersetzung um wirtschaftspolitische Fragen zwischen Gerhard Schröders mit Oskar Lafontaine. Kein halbes Jahr im Amt hatte der Kanzler noch genug Rückhalt in der SPD, um sich gegen seinen Finanzminister durchzusetzen, der im Jahr März 1999 sein Amt niederlegte. Dieser Machtbeweis steigerte Schröders Autorität in der Folgezeit erheblich.</p>
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<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige26">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
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</ul>
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<p>Hinter verschlossenen Türen machen jene nach außen so sachbetonten neuen Politiker jedoch ebenso Gebrauch von internen Machtkämpfen, um die eigene Position zu stützen. Seitdem Angela Merkel politische Erfolge feierte, haben viele ihrer Konkurrenten der Politik den Rücken gekehrt. Dazu kam es kaum zufällig, auch wenn Merkel ihr Agieren erfolgreich von der Öffentlichkeit abschirmte. Umso mehr fiel die Entlassung des beliebten Umweltministers Norbert Röttgens im Mai 2012 auf, der sich schon vor der Energiewende für den Atomausstieg stark gemacht hatte. Hier griff die Kanzlerin zu einer großen Machtgeste, um zu verdeutlichen, dass sie keinen Konkurrenten um die Wählergunst in der CDU dulden würde.</p>
<h3>Neues Gesicht für alte Prinzipien</h3>
<p>Durch die starke Stellung der Parteien hat sich also weder der Weg an die Macht noch die Methode ihrer Ausübung wesentlich verändert. Der gleichwohl sichtbare Stilwechsel könnte mit einer weiteren klassischen Eigenschaft unserer Demokratie zusammenhängen. Allein das Vertrauen der Bürger rechtfertigt die Machtstellung eines Politikers. Er muss es sich bei jeder Wahl erneut verdienen und die Bevölkerung von seinen Leistungen überzeugen. Deshalb inszenieren Politiker ihre Machtausübung für die Öffentlichkeit.</p>
<p>Um den Geschmack der Bevölkerung zu treffen, orientieren sie sich natürlich an allgemeinen Überzeugungen und dem Zeitgeist. Moderne Politik muss in einer zunehmend komplexen Welt angemessen erscheinen. Die Zeit einfacher Patentlösungen ist dabei ebenso vorbei, wie der Glaube an einzelne Führungspersönlichkeiten, welche die Verhältnisse allein überblicken. Erfolg in Europa und der Welt erfordert viel eher ein flexibles und mitunter pragmatisches Vorgehen. Wichtig ist es, in der Sache Erfolge vorzuweisen, wobei ein zu ausgeprägtes Alphatiergehabe häufig hinderlich wäre. Streit oder das Gerangel um Posten führt nur dann zu einer Lösung, wenn es einem der Kontrahenten gelingt, alle anderen hinter sich zu lassen. Außerdem muss der machthungrigste Politiker noch lange nicht der fähigste sein. All das ist dem Wähler zu riskant, weshalb er lieber auf die zur Schau gestellte Professionalität des Sachpolitikers baut.</p>
<p>So irritierend es klingen mag, hat sich die Politik also gerade deshalb geändert, weil auch dieses Grundprinzip im Kern dasselbe geblieben ist. Vielleicht ist das aber auch gar nicht so schlimm, denn das bedeutet zumindest, dass Macht mit der Zeit geht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/evolution-macht-politiker/">Darwin für Machtmenschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Ringen um das Tortenmesser</title>
		<link>https://presstige.org/2014/05/machtkaempfe-beziehungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 May 2014 06:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Machtkämpfe in Beziehungen „Die Frau ist der Fisch, der den Angler fängt.“ Mark Twain kratzt mit diesem Spruch nur die Spitze eines Eisberges an, der tief ins Meer reicht. Denn unter der Oberfläche der Beziehungen zwischen Mann und Frau brodelt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/machtkaempfe-beziehungen/">Ringen um das Tortenmesser</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Machtkämpfe in Beziehungen</h2>
<p><strong>„Die Frau ist der Fisch, der den Angler fängt.“ Mark Twain kratzt mit diesem Spruch nur die Spitze eines Eisberges an, der tief ins Meer reicht. Denn unter der Oberfläche der Beziehungen zwischen Mann und Frau brodelt es.</strong></p>
<figure id="attachment_3467" aria-describedby="caption-attachment-3467" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Machkämpfe_illu_web1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3467" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Machkämpfe_illu_web1.png" alt="Text: Isabell Beck &amp; Katharina Pfadenhauer – Illustration: Simone Mayer" width="1200" height="506" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Machkämpfe_illu_web1.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Machkämpfe_illu_web1-400x168.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Machkämpfe_illu_web1-1024x431.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3467" class="wp-caption-text">Text: Isabell Beck &amp; Katharina Pfadenhauer – Illustration: Simone Mayer</figcaption></figure>
<h3></h3>
<h3>Machtkämpfe fangen schon beim Kennenlernen an</h3>
<p>Ein typischer Hochzeitsbrauch ist das gemeinsame Anschneiden der Hochzeits-torte: Rien ne va plus – es ist der Moment, der Unter- und Überordnung festlegt. Machtansprüche werden öffentlich. Wer nämlich am Kuchenmesser die Hand oben hat, soll auch in der Ehe das Sagen haben.</p>
<p>Doch wir tragen schon Machtkämpfe aus, weit bevor wir uns dafür entscheiden, die guten und schlechten Zeiten mit dem Partner zu verbringen. Der Anruf nach dem ersten Date zum Beispiel: Bloß nicht zu früh anrufen. Eins. Zwei. Drei. Die Sekunden kann man ticken hören und der Druck, endlich anrufen zu können, bringt uns fast zum Platzen. Gerne wird es als unreifes Spiel abgetan, aber es hat eine psychologisch nachvollziehbare Komponente: Es geht um Positionierung, um ein Austarieren, wie groß die Sympathien des Anderen sind. Sicherlich, wir könnten auch einfach sagen: Ich mag dich. Ich denke an dich. Ich will dich sehen. Klare Ansage. Klare Ansage? Würden wir keine „Begrenzungsmacht“ ausüben, also festlegen, bis wohin wir vordringen, bis wohin der Andere vordringt und wie viel wir von uns preisgeben, würden wir uns selbst verlieren. Gut, es mag vielleicht etwas kleinkariert sein, das im Zusammenhang mit dem ersten Anruf zu diskutieren. Aber grundsätzlich ist in der Kennenlernphase eine gewisse Demonstration von Unabhängigkeit von Vorteil. Für die eigene Attraktivität, für das Selbstwertgefühl, für ein Ausloten von Macht.</p>
<h3>Wo geliebt wird, gibt es keine Macht – das ist falsch</h3>
<p>Der Berliner Paartherapeut Wolfgang Krüger behauptet in einem Interview mit der Zeitschrift Brigitte, dass bereits in den ersten Tagen einer Beziehung eine Hierarchie ausgehandelt wird: „Während sich der eher naive Partner im Liebesrausch befindet, werden vom taktierenden Partner die Machtfragen geklärt.“ Wird es irgendwann ernst in der Beziehung, geht das Taktieren weiter. Wer ist der Stärkere, wer der Schwächere? Im Laufe einer Beziehung ändert sich dieser Zustand ständig. Solange das der Fall ist, ist das Gefälle gesund. Interessen werden abgewogen und um Macht wird indiskret verhandelt – selbst dann, wenn beide Partner einen ähnlichen kulturellen, finanziellen und sozialen Hintergrund haben.</p>
<p>„Siebzig Prozent der Frauen und Männer verdrängen die Realität und glauben: Wo man wirklich liebt, gibt es keine Macht“, sagt Krüger. Im Idealfall ist der Kampf um Macht in einer Beziehung nichts Anderes als das Suchen nach einem Kompromiss.</p>
<h3>Mittelalter einmal anders</h3>
<p>Apropos Selbstwertgefühl. Das Weibliche hat da eine verworrene Geschichte hinter sich. Der Film „We want Sex“ veranschaulicht die Situation von vor 50 Jahren. Nicht nur die Löhne der weiblichen Angestellten waren niedriger als die ihrer männlichen Kollegen. Auch das Mitspracherecht in Betriebsangelegenheiten war gering bis gar nicht vorhanden.</p>
<p>Der Film zeigt aber auch, wie es hinter den Kulissen des bürgerlichen Lebens in den Beziehungen und Ehen aussah. Die Protagonistin ist ihrem Mann keineswegs mental unterlegen. Stattdessen führt sie eine gleichberechtigt wirkende Ehe, in der Einer den Anderen unterstützt. Sehr „modern“. Nur die Gesellschaft wirkt von außen ein und stört die häusliche Harmonie. Ist das heute anders?</p>
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<td><strong>Ausgabe 26: Macht </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<p>Riskieren wir einen Blick ins Mittelalter. Die Zeit, in der Frauen zu Heim und Herd gehörten und der Mann als Patriarch das Sagen hatte. Oder? Dass man nach Frauenrechten im Mittelalter vergeblich suche, ist salopp gesagt Humbug. Ein Paradebeispiel ist die „Brautschatzfreiung“. Dieses Gesetz ermöglichte Frauen, ihre Mitgift aus der Hand des Gatten zu befreien. Die Mitgift war der Tochter zur Absicherung mitgegeben, sollte der Gatte das Zeitliche segnen. Keine Bezahlung des Schwiegersohnes also, wie es gerne überliefert wird und mit Sicherheit auch meistens war. Obendrein konnten Frauen ein Handwerk erlernen und in eine Zunft eintreten. Die Kauffrauen besaßen sogar eigene Siegel, mit denen sie ihren Handel betrieben.</p>
<h3>Die etwas andere Dominanz</h3>
<p>Das Gegenstück zum Patriarchat ist das Matriarchat. Doch wir scheuen uns davor, die Macht der Frauen offiziell anzuerkennen. Dabei gibt es Völker auf dieser Erde, bei denen das Matriarchat als ein angenommenes Gefüge existiert.</p>
<p>Weibliche Dominanz sieht anders aus als männliche. Der Journalist Ricardo Coler lebte eine Zeit lang bei den Mosuo, einem Volk in China. Für eine Frau habe Macht eine andere Bedeutung, berichtete er dem Spiegel. Sie möchte, dass es allen gut gehe, setze ihre Macht für Entscheidungen ein und vermeide Streit. Auch bei den Bonobos, den Menschenaffen, haben die Weibchen das Sagen. Und sie lösen Probleme auf sehr charmante Art: Sie schmusen sie einfach weg.</p>
<p>Und wie sieht das Männerbild aus? Lustig und charmant, smart und sexy sollen Männer sein. „Sex and the city“ lässt grüßen. Der Mann als Sexsymbol statt Ernährer? Ein Bild, das im mosuoischen Leben normal ist. Die Frau will dort nur verliebt sein. Heirat und Ehe sind Themen, die höchstens als Drohung für ungezogene Kinder eingesetzt werden. Da sieht unsere Liebeswelt noch anders aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/machtkaempfe-beziehungen/">Ringen um das Tortenmesser</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Das Spiel von Macht und Unterwerfung</title>
		<link>https://presstige.org/2014/05/domina-sm-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja Hanselmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2014 16:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[domina]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit einer Domina In Tarquinia, einer Stadt in der Mitte Italiens, befindet sich eine der ältesten Abbildungen sadomasochistischer Praktiken, die um das sechste Jahrhundert vor Christus datiert ist. Damals waren sie zeitweilig Teil religiöser Inhalte. Doch wie wird das...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/domina-sm-interview/">Das Spiel von Macht und Unterwerfung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit einer Domina</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>In Tarquinia, einer Stadt in der Mitte Italiens, befindet sich eine der ältesten Abbildungen</strong> <strong>sadomasochistischer Praktiken, die um das sechste Jahrhundert vor Christus datiert ist. Damals</strong> <strong>waren sie zeitweilig Teil religiöser Inhalte. Doch wie wird das Spiel von Macht und Unterwerfung </strong><strong>heute gespielt? Wir trafen <a title="Herrin Silvia" href="http://www.dominasilvia.com/de/studios/augsburg.php/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herrin Silvia</a> in ihrem SM-Studio <a title="Domicile Dark Emotion" href="http://www.domicile-dark-emotion.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Domicile Dark Emotion“</a> in Augsburg.</strong></p>
<figure id="attachment_2906" aria-describedby="caption-attachment-2906" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Domina_image_CMYK.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2906 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Domina_image_CMYK.png" alt="Domina_image_CMYK" width="600" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Domina_image_CMYK.png 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Domina_image_CMYK-400x266.png 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2906" class="wp-caption-text">Text: Nadja Hanselmann &#8211; Foto: privat</figcaption></figure>
<p><em><strong>presstige: Wie würdest du deinen Beruf beschreiben?</strong></em></p>
<p>Silvia: Erzieherin (lacht). Ich wollte früher auch schon immer Erzieherin werden, hab auch ein Praktikum im Kindergarten gemacht. Das habe ich dann aber nicht weiterverfolgt, weil ich lieber Geld verdienen wollte, unabhängig sein vom Elternhaus.</p>
<p><em><strong>Und wie bist du zu deinem Beruf gekommen?</strong></em></p>
<p>Ich habe zehn Jahre als Justizangestellte gearbeitet – also ein ganz normaler Routine-Bürojob. Gegen Ende arbeitete ich nebenbei im Dominastudio. So hatte ich erste Berührungen mit Fetisch-DVDs und Magazinen. Das hat dann meine Neugier geschürt.</p>
<p><em><strong>Also durch pure Neugier?</strong></em></p>
<p>Genau. Ich war fasziniert von den Klamotten, hochhackigen Schuhen, Lederoutfits, Latex und Masken. Ich habe mich dann mit Videos befasst und viel gelesen, was es mit Macht und Unterwerfung auf sich hat. Ich musste feststellen, dass das genau mein Thema ist – und eigentlich mein Traumjob.</p>
<p><strong><em>Würdest du sagen, dass es einen bestimmten Typ Mensch gibt, der in SM-Studios geht? Zum </em></strong><strong><em>Beispiel der erfolgreiche Geschäftsmann?</em></strong></p>
<p>Das kann ich nicht bestätigen. Diese Klischeemeinung über die Mächtigen, die einfach mal loslassen und sich fallen lassen möchten, ist falsch. Mittlerweile geht das durch alle Strukturen. Ärzte, Postboten, Studenten oder Arbeitslose, die sich mühsam den Tribut zusammengespart haben. Natürlich auch Leute, die das Sagen haben und dann Andere mal entscheiden lassen wollen, was mit ihnen geschieht.</p>
<p><em><strong>Das heißt, dass die Leute ihre Macht abgeben und machen, was du sagst?</strong></em></p>
<p>Ja. Ich gebe ihnen einerseits die Möglichkeit, sich fallen zu lassen und eine Atmosphäre zu genießen, die nichts mit ihrem Alltag zu tun hat. Andererseits gibt es mir die Gelegenheit, meine Neigungen auszuleben und mich selbst auszuprobieren.</p>
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</ul>
</td>
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<p><em><strong>Wie muss man sich eine erste Session mit einem Neuling vorstellen?</strong></em></p>
<p>Da versuche ich mich natürlich vorsichtig ranzutasten. Es gibt immer ein Vor- und Nachgespräch, in dem sich der Gast entsprechend artikulieren kann, was er möchte. Mir sind aber die am liebsten, die sagen: „Ich bin da und Sie können mit mir machen, was Sie wollen.“ Ich frage nur, was sie nicht haben möchten, da ich mich nicht als Dienstleisterin empfinde, sondern hier bin, um meinem Gegenüber zu vermitteln: Ab jetzt passiert das, was ich will – ob dir das Spaß macht oder nicht. Meistens macht&#8217;s ihm natürlich Spaß.</p>
<p><em><strong>Warst du auch mal in der Rolle einer Sklavin?</strong></em></p>
<p>Nein, war ich nie. War auch nie meine Fantasie. Ich habe mich in meiner Anfangszeit mal in einem Studio vorgestellt, in dem die Besitzerin der Meinung war, man solle sich von einer Sklavin zur Domina hocharbeiten. Das war aber nicht meinen Neigungen entsprechend und man sollte immer authentisch sein. Die Gäste sind sehr feinfühlig und merken es, wenn jemand nicht mit echter Lust bei der Sache ist.</p>
<p><em><strong>Eine Frage, die viele beim Thema SM im Kopf haben: Kommt es bei diesen Sessions zum Sex?</strong></em></p>
<p>Jein. Also ich spreche jetzt nur für mich. Es gibt keinen Geschlechtsverkehr, keinen Oralverkehr. Es gibt Verkehr in dem Sinne, dass ich mit dem Umschnalldildo meine Sklaven penetriere. Im Rahmen von Toilettensklaven-Erziehung bestehe ich auf Sauberleck-Dienste. Das hat aber nichts mit Oralverkehr zu tun, es geht allein um die Erniedrigung. Es gibt auch Bizarrladys, die zwar dominant geneigt sind, aber gegen Ende dann doch Verkehr mit dem Sklaven haben – meistens unter erschwerten Bedingungen. Etwa gefesselt oder mit Brustklammern.</p>
<p><em><strong>Wie erlernt ihr den Beruf der Domina?</strong></em></p>
<p>Ich habe den Beruf so erlernt, dass ich bei Sessions einer erfahrenen Domina dabei war und Fragen gestellt habe, so wie du jetzt: Gibt es irgendwelche Risiken, auf was muss ich achten… Bei den Seminaren sind auch Ärzte und Psychologen anwesend und halten Klinikseminare am lebenden Objekt ab. Dort lernt man, wie man einen Katheter legt oder wie man nadelt. In diesem Bereich haben wir auch eine Intensivschwester mit einer fundierten Ausbildung.</p>
<p><em><strong>Ist es schon passiert, dass ein Gast bei einer Session aufdringlich wurde?</strong></em></p>
<p>Aufdringlich in dem Sinne nicht. Es war wahrscheinlich ein Test oder gehörte für ihn mit zum Spiel. Es war ein ziemlich großer und kräftiger Typ, der plötzlich aufstand und sagte: „Jetzt fick ich dich!“ Ich hab dann nur auf seinen Schwanz gezeigt und gemeint: „Damit?“ Hab ihn ausgelacht. Da hat er sich geschämt – obwohl er so ein Teil hatte!</p>
<p><em><strong>Glaubst du, dass deine Gäste ihre Vorlieben vor der Außenwelt geheim halten oder offen damit </strong></em><em><strong>umgehen?</strong></em></p>
<p>Ich würde sagen, dass der größte Teil das geheim hält, aber es gibt mittlerweile mehr Leute, die offen damit umgehen. Zu meiner Anfangszeit wollte niemand darüber sprechen. Jetzt kommt es schon vor, dass jemand auf Empfehlung eines Freundes anruft. Es gibt auch Männer, die sich ihrer Partnerin anvertraut haben. Im besten Fall kommt die dann mal mit, um sich ein paar Sachen abzuschauen – da bin ich ganz offen. Ich gebe gerne mein Wissen weiter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/domina-sm-interview/">Das Spiel von Macht und Unterwerfung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Wer sich vorne hinstellt, hat verloren“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Endt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2014 15:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[piraten]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit dem Pirat Vinzenz Vietzke Mit Macht haben Piraten ein Problem. Darum achten sie sehr darauf, dass keiner von ihnen zu viel davon bekommt. Ist das der Grund für ihr Scheitern? Darüber sprachen wir mit Vinzenz Vietzke, bis Februar...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/piraten-vietzke-interview/">„Wer sich vorne hinstellt, hat verloren“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit dem Pirat Vinzenz Vietzke</h2>
<p><strong>Mit Macht haben Piraten ein Problem. Darum achten sie sehr darauf, dass keiner von ihnen zu viel davon </strong><strong>bekommt. Ist das der Grund für ihr Scheitern? Darüber sprachen wir mit Vinzenz Vietzke, bis Februar Vorsitzender </strong><strong>der Piratenpartei in Augsburg. </strong></p>
<figure id="attachment_2878" aria-describedby="caption-attachment-2878" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2878" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke.png" alt="Foto: privat" width="600" height="598" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke.png 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-150x150.png 150w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-400x398.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-32x32.png 32w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-64x64.png 64w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-96x96.png 96w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-128x128.png 128w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/VinzenzVietzke-80x80.png 80w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2878" class="wp-caption-text">Foto: privat</figcaption></figure>
<p><em><strong>presstige: Warum hast du dich vom Parteivorsitz zurückgezogen? </strong></em></p>
<p><strong>Vinzenz Vietzke:</strong> Ich hab das jetzt viele Jahre Vollgas gemacht und irgendwann ist die Luft einfach raus. Ich wollte auch mal wieder Zeit für andere Dinge haben.</p>
<p><em><strong><a title="Ein Haufen glaubwürdiger Typen" href="http://presstige.org/2012/04/ein-haufen-glaubwuerdiger-typen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vor zwei Jahren </a>gab es einen mega Hype um die Piraten, der inzwischen komplett vorbei ist. Was ist</strong></em> <em><strong><a title="Piraten ohne Heldenstatus" href="http://presstige.org/2014/01/helden-piratenpartei-geschteitert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schiefgelaufen</a>?</strong></em></p>
<p>2012 waren wir in den Umfragen ja teilweise im zweistelligen Bereich. Dass das unrealistisch war, war klar. Trotzdem hätte man sich mehr erhofft. Im Nachhinein sehe ich schon, wo wir Fehler gemacht haben: Wir sind über dieses von der Öffentlichkeit hingehaltene Stöckchen „Ihr habt ja gar kein Programm!“ ganz lange reflexartig drüber gesprungen. Jetzt haben wir zu allen Themen irgendwelche Aussagen, die aber zum Teil unausgereift sind. Und was noch viel schlimmer ist: Wir haben dadurch unser Profil aufgeweicht. Wir sind nicht mehr die Netzpartei, sondern wir sind der zerstrittene Haufen, bei dem nicht klar ist, wofür der eigentlich steht. Das ist, glaube ich, der Grund, warum wir jetzt <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-09/Piraten-Abschied-Thesen/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei einem oder zwei Prozent rumdümpeln</a>.</p>
<p><em><strong>Ist das auch der Grund, warum ihr von der <a title="Trotz NSA: Das Internet ist ein Platz für Helden" href="http://presstige.org/2014/01/helden-internet-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snowden-Affäre</a> so gar nicht profitiert habt? Weil ihr da schon zu oft gesagt habt: Wir sind gar keine Netzpartei?</strong></em></p>
<p>Das trifft&#8217;s sehr genau. Wir haben uns abgestrampelt über den Sommer hinweg, haben gemacht, was nur ging, und es kam nichts dabei rum. Es passiert überhaupt keine Reaktion auf das, was du die ganze Zeit laut in die Welt schreist. Das verhallt einfach so. Das ist auch ein Grund, warum sich viele Leute inzwischen zurückziehen. Die Leute, die lange gestrampelt haben, sind einfach ausgebrannt.</p>
<p><em><strong>Liegt das nicht eher an den Streitigkeiten innerhalb der Partei?</strong></em></p>
<p>Ich könnte nicht sagen, was da überwiegt. Die inhaltliche Geschichte ist das Eine, das Andere ist dieses parteiintern nicht klare Verständnis, was Transparenz eigentlich bedeutet. Transparenz bedeutet nämlich nicht, ich muss jedem auf die Nase binden, mit wem ich mich gerade streite. Sondern, dass ich den Leuten deutlich machen muss, wie wir zu Entscheidungen kommen, wie Prozesse laufen, warum wir etwas so und so sehen.</p>
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<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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</ul>
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<p><em><strong>Bei den Piraten wird häufig mit einer unglaublichen persönlichen Aggressivität gestritten.</strong></em></p>
<p>Ja, wir hatten Fälle, die durchaus strafrechtlich relevant waren. Wenn mich so einer auf der Straße anredetet, dann zeig&#8217; ich den an. Und bei uns hieß es immer: Wir sind &#8216;ne Freiheitspartei, soll doch jeder, wie er will. Nee, es gibt Grenzen! Diese Grenzen haben wir oft viel zu spät durchgesetzt. Wir müssen die Regeln, die wir für die Gesellschaft haben wollen, das Menschenbild, der respektvolle Umgang miteinander, auch intern umsetzen.</p>
<p><em><strong>Die Piraten haben bei ihren Vorstandsämtern eine wahnsinnige Fluktuation. Eine Partei braucht aber bekannte</strong></em> <em><strong>Gesichter, um ihre Themen in der Öffentlichkeit zu transportieren.</strong></em></p>
<p>Ja, wir haben&#8217;s nicht geschafft, die Persönlichkeiten, die wir in der Öffentlichkeit hatten, langfristig aufzubauen. Du kannst nicht ständig jemand Neuen hinstellen. Sowohl <a href="https://twitter.com/Afelia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marina Weisband</a> als auch <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/575436/Am-Ende-der-Durststrecke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Katharina Nocun</a> waren nach extrem kurzer Zeit wieder weg. Mittelfristig müssen wir dahin kommen, dass wir Leute für ihre politische Arbeit bezahlen. Wir können nicht erwarten, dass Leute das ganze Jahr durch die Gegend rennen, von Talkshow zu Talkshow, von Pressetermin zu Pressetermin, und dafür nichts bekommen außer den Fahrtkosten.</p>
<p><em><strong>Gibt es nicht generell bei den Piraten <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-02/Piratenpartei-Dresden-Streit/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine riesige Skepsis</a> gegenüber starken Führungspersönlichkeiten?</strong></em></p>
<p>Ja, und diese Ablehnung von Machtpersönlichkeiten ist etwas, was die Piraten trotz aller Flügelkämpfe immer noch vereint. Wenn einer sich vorne hinstellt und sagt: „Ich bin der starke Max“, der hat verloren. Was uns die anderen Parteien aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung voraushaben, ist, dass die in den entscheidenden Momenten Dinge intern klären. Es wäre viel gewonnen, wenn man den Bundesvorsitzenden nicht via Twitter anpflaumt, sondern ihm &#8216;ne Mail<br />
schreibt. Dann generiert man nicht sofort diese Empörungswelle.</p>
<p><em><strong>Lernen die anderen Parteien denn auch von den Piraten?</strong></em></p>
<p>Ich denke schon, dass die Piraten etwas vorgelebt haben, wie Gruppen Entscheidungen finden können. Dass es nicht immer dieses Top-Down-Prinzip sein muss, wo die Führungsriege entscheidet, wie vorgegangen wird. Wenn man sich jetzt etwa den <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-mitgliederentscheid-sozialdemokraten-stimmen-fuer-grosse-koalition-a-939081.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD-Mitgliederentscheid zur Großen Koalition</a> anschaut: Die SPD ist 150 Jahre alt, die machen nicht so mal eben einen auf Basisdemokratie. Aber hey, sie tun zumindest mal ein Stück weit so. Da bewegt sich was. Es ist ein Diskurs da. Indirekt haben die Piraten da schon was angestoßen.</p>
<p><em><strong>Was bedeutet Macht für dich?</strong></em></p>
<p>Macht bedeutet, ein zweischneidiges Schwert in der Hand zu haben. Macht gibt mir die Möglichkeit, Dinge zu bewegen, aber gleichzeitig muss ich unglaublich vorsichtig sein, dass ich beim Ausholen niemandem hinter mir die Rübe abschneide. Ich glaube, dass jeder Mensch Macht hat, dass Macht nicht zwingend an eine Machtposition gebunden ist. Wenn sich viele Menschen zusammenschließen, dann haben die deutlich mehr Macht, als jemand, der von der Hierarchie her eigentlich der Stärkere ist. Macht zu bekommen erfordert aber Ausdauer. Ob das jetzt das Hocharbeiten auf einer Karriereleiter ist oder das Formieren eines Protests, man braucht für beides &#8216;nen langen Atem.</p>
<p><em><strong>Wann korrumpiert Macht?</strong></em></p>
<p>Macht korrumpiert dann, wenn man sich ihrer nicht von Anfang an selbst bewusst ist. Macht ist nichts Schlechtes, solange sie einer gesellschaftlichen Kontrolle unterliegt. Macht korrumpiert automatisch, wenn diese Kontrolle fehlt.</p>
<p><em><strong><a href="http://vinzv.de/meine-vorstellung-zur-stadtratskandidatur/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">Auf deinem Blog</a> steht: „Parteien sind alt, machtgierig und doof.“</strong></em></p>
<p>Ja, sind sie. Und zwar alle. Ich behaupte, dass eigentlich kein Mensch gern in einer Partei arbeitet. Parteien funktionieren ganz okay, weil noch niemand was Besseres erfunden hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/piraten-vietzke-interview/">„Wer sich vorne hinstellt, hat verloren“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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